[Monatsrückblick] Februar 2026

Februar 2026

Im Februar merke ich immer an der Zahl gelesener Seiten, dass der Monat einfach ein paar Tage weniger hat, die mir dann in der "Statistik" fehlen. 😁 Geht Dir das auch so?

Dabei bin ich wirklich zufrieden mit meinen gelesenen Büchern und gehörten Hörbüchern. Zwar gab es auch Abbrüche, aber auch viele Geschichten, die mir wirklich gut gefallen habe. Außerdem sind einige Neuerscheinungen dabei - im Moment finde ich da in den Verlagsprogrammen vieles, was mich anspricht. Und darunter leider mein SuB gerade doppelt - die alten Sachen lese ich nicht weg, und viele neue Bücher ziehen ein. 😂Aber das ist bei einem SuB, der in der Rege unter 20 Büchern liegt, natürlich jammern auf hohem Niveau. 

Was war sonst noch so los? Ich war einige Tage in Berlin - neben dem Krebskongress habe ich auch noch Zeit gefunden, zwei Ausstellungen zu besuchen. Obwohl in Köln da ja auch schon viel geboten wird, ist das Angebot in Berlin noch mal um einiges größer. Das "Futurium" kann ich wirklich empfehlen, gerade auch als Familie mit Kindern, im "Deutschen historischen Museum" gab es eine interessante Ausstellung (nur noch bis 22.3. - "Roads not Taken. Oder: Es hätte auch anders kommen können"), in der es um alternative geschichtliche Wege ging - was zum Beispiel wäre gewesen, wenn die Mauer nicht erbaut worden wäre. Sehr interessant und vor allem auch ansprechend umgesetzt. 

Ich habe einen neuen Buchclub gefunden - in dem wird vor allem Belletristik gelesen, was mir gut gefällt. Wir müssen uns natürlich auch erst mal kennenlernen und uns finden, das erste Treffen war aber sehr interessant. Jetzt habe ich drei Lesekreise - das ist aber auch genug, sonst komme ich ja gar nicht hinterher, Bücher für mich zu lesen. 😃
 
Das habe ich im Februar gelesen und gehört:

Téa Obreht
"Die Tigerfrau"
Eine junge Ärztin sucht in einem vom Krieg gezeichneten Land nach der Wahrheit hinter den mysteriösen Legenden ihres Großvaters. Sprachlich brillant, aber leider verliert sich der rote Faden in langatmigen Passagen.

2,5/5 Sternen
Karin Zipse
"Moosland"
Ender der 1940er Jahre sucht die traumatisierte Elsa auf Island  nach einem Neuanfang - doch das harte und karge Leben macht ihr das Einleben sehr schwer. Ein leiser, bildgewaltiger Roman, der mich durch seine dichte Atmosphäre in den Bann gezogen hat. 

4/5 Sternen
Hans-Gerd Raeth
"Wir Freitagsmänner"
Als Henri die Diagnose „männliche Wechseljahre“ erhält, stürzt er sich in ein herrlich komisches Abenteuer zwischen Dating-Fails und dem Versuch, mit der Jugend Schritt zu halten. Charmant und schwungvoll, mit viel Wortwitz und Selbstironie. 

4/5 Sternen | meine Rezension

Jaqueline Harpman
"Ich, die ich Männer nicht kannte“
40 Frauen entkommen ihrem Gefängnis und landen in einer Welt, die nicht mehr die ist, die sie mal war. Beklemmend, erschütternd und mit einer ungeheuren Kraft.

gute 4/5 Sternen
Maggie O'Farrell
"Hier muss es sein"
Zwei Leben in Irland und den USA Miteinander verknüpft, und das über Jahrzehnte - eine interessante Grundidee, die sprunghafte Struktur hat bei mir aber einen Lesefluss verhindert. Der ungewöhnliche Schreibstil hat das seine dazu getan - ich konnte nur gut ein Drittel davon lesen.  

abgebrochen
Kristina Hauff
"Unter Wasser Nacht"
Der ungeklärte Tod eines Kindes, der nicht nur die Eltern zerbrechen lässt, sondern auch die Freundschaft zu dem benachbarten Paar - bis eine Fremde ins Dorf kommt, die eine unangenehme Wahrheit ans Tageslicht bringt... 

gute 4/5 Sternen


Victor Jestin
"Der Tanzende!
Über Jahre hinweg besucht der Protagonist mehrmals die Woche einen Musikclub - so richtig weiß ich nicht, was mir de Autor sagen wollte, und trotzdem hat die hohe sprachliche Qualität einen intensiven Sog ausgeübt.

3/5 Sternen
Truman Capote
"Kaltblütig"
Hintergrund dieser Geschichte ist ein realer Mord - Fakten werden jedoch mit vielen fiktiven  Kleinigkeiten ausgeschmückt, ohne dass es dadurch für mich spannender wurde. Der kühle, schlichte Schreibstil hat mir das Lesen nochmal schwerer gemacht - aufgrund der langatmigen Detailfülle und meiner fehlenden emotionalen Bindung habe ich das Buch nach 50 % abgebrochen. 

abgebrochen


Lisa Ridzén
"Wenn die Kraniche nach Süden ziehen"
Ein zutiefst erschütterndes und zugleich wunderschönes Werk über die Unausweichlichkeit des Alterns - ein authentisches Porträt menschlicher Zerbrechlichkeit und den Verlust der Autonomie. Emotional und sehr berührend. 

gute 4/5 Sternen | meine Rezension
Sven Stricker
"Sörensen hat Angst"
Ein Kommissar mit Angststörung sucht im verregneten Katenbüll Ruhe und findet stattdessen einen harten Fall voller menschlicher Abgründe. Eine gelungene Mischung aus Kriminalfall, trockener Ironie und norddeutscher Situationskomik. 

gute 4/5 Sternen | meine Rezension
Jennette McCurdy
"Half His Age"
Die 17-jährige Waldo verliert sich in einer obsessiven Affäre mit ihrem Lehrer – eine Verbindung, die keine Tabus kennt - unverblümt, brutal und ehrlich zieht diese Geschichte in einen Sog aus Verlangen und zerstörerischer Dynamik. Ein intensives Hörerlebnis!

gute 4/5 Sternen


Rachel Khong
"Real Americans"
Neugierig war ich auf diese Geschichte - Lilys Suche nach ihrer Identität zwischen New York und China. Der erste Teil hat mir auch gut gefallen - wenn auch etwas langatmig erzählt - ab dem Zeitsprung hat mich das Buch dann aber verloren. Schade - der der Schreibstil ist wirklich toll! 

abgebrochen
Katie Kitamura
"Intimitäten"
Bei dem Titel denkt man nicht, dass es um eine Dolmetscherin am Internationalen Gerichtshof geht - und um die Zerbrechlichkeit ihres Privatlebens. Eine beklemmende Atmosphäre und die erzwungene Nähe zu Kriegsverbrechern empfand ich als greifbar und präzise geschildert. Ich werde mehr von der Autorin lesen oder hören.

4/5 Sternen

(Die Bild- bzw. Coverrechte liegen beim jeweiligen Verlag.)



Wie war denn dein Lesemonat? Lass mir gerne einen Link da, dann kann ich mich ein wenig bei dir umschauen.


                                                                                                        Liebe Grüße



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