[Höreindruck] Rachel Khong - "Real Americans"

Rachel Khong - Real Americans
Gegenwartsliteratur
 

 Originaltitel: „Real Americans“ (20.4.2024)
 Übersetzer: Tobias Schnettler
 Verlag: Argon Verlag
 ISBN-13: 978-3-732-48771-4
 Dauer: 957 Minuten
 Erschienen: 12.2.2026
 Sprecher: Josephine Hochbruck, Julian Horeyseck, Sabine Arnhold

   
Zum Inhalt
„New York City, Silvester 1999. Lily Chen ist 22, Tochter chinesischer Einwanderer und unbezahlte Praktikantin in einem hippen Medienunternehmen. Als sie Matthew trifft – charmant, privilegiert, Erbe eines Pharmaimperiums –, verliebt sie sich. Zwei Welten prallen aufeinander. Und doch scheint alles möglich.
21 Jahre später lebt Lilys Sohn Nick mit ihr auf einer abgelegenen Insel. Er spürt: Etwas fehlt. Als er nach seinem Vater sucht, stößt er auf Geheimnisse, die alles verändern – nicht nur für ihn.“ (Quelle: Verlagsseite)

Meine Meinung
Die Geschichte nimmt ihren Anfang im New York der Jahrtausendwende. Im Zentrum steht die 22-jährige Lily Chen, Tochter chinesischer Einwanderer, die sich als unbezahlte Praktikantin in der Medienwelt durchschlägt. Als sie auf den charmanten und privilegierten Matthew trifft, prallen zwei gegensätzliche Welten aufeinander. Jahre später lebt Lilys Sohn Nick mit seiner Mutter isoliert auf einer Insel und begibt sich auf die Suche nach seinem Vater sowie nach der Wahrheit hinter seiner eigenen Herkunft.

Der erste Teil des Romans war durchaus interessant, da das Kennenlernen zwischen Lily und Matthew sowie die damit verbundenen kulturellen Hürden gut gezeichnet sind. Besonders die Thematik der Identitätssuche konnte ich nachvollziehen; Lily fühlt sich in den USA fremd, wird jedoch in China aufgrund der Sprachbarriere ebenfalls als Außenseiterin wahrgenommen. Diese Zerrissenheit, gepaart mit dem sozialen Ungleichgewicht der Liebesbeziehung, hat mir gefallen und der Geschichte eine gewisse Tiefe gegeben – leider wurde genau dieses Thema aber auch immer wieder und wieder „durchgekaut“ und hat mich dann leider auch gelangweilt, insbesondere, da keine Entwicklung zu erkennen war. 

Danach gibt es einen Zeitsprung und Sohn Nick kommt zu Wort – er lebt mit seiner Mutter auf einer einsamen Insel und will seine Wurzeln erkunden. Hier hat die Autorin mich leider verloren – ich habe keinen Zugang zu Nick bekommen, fand diesen Teil sehr langatmig und habe dann auch das Interesse an der Aufklärung des Familiengeheimnisses verloren. 

Die Sprache ist dabei nie das Problem gewesen – sie ist eingängig und angenehm gewählt, so dass man gut folgen konnte. Trotzdem war mir das Erzählen zu langatmig, so dass ich das Hörbuch nach 50% abgebrochen habe.


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