[Höreindruck] Julian Barnes - "Arthur & George"

Julian Barnes - Arthur & George
Historischer Roman
 

 ISBN-13: 978-3898136907
 Dauer: 476 Minuten
 Erschienen: 1. September 2007
 Originaltitel: „Arthur and George“
 Sprecher: Bernt Hahn

   
Buchrückentext
„Arthur Conan Doyle und George Edalji könnten unterschiedlicher nicht sein. Der eine, aus niederem schottischen Adel stammend, ist höchst erfolgreicher Schriftsteller. Der andere, Sohn eines anglikanischen Dorfpfarrers indischer Herkunft, führt ein bescheidenes Leben als Provinzanwalt. Die Wege der beiden Männer kreuzen sich, als Arthur in die Rolle des Detektivs schlüpft, um George zu helfen, der ein Opfer der Justiz wird.“ (Quelle: btb-Verlag)

Meine Meinung
Ich mag Julian Barnes Art, Geschichten zu erzählen – bei diesem Roman hat mich gereizt, dass es keine fiktive ist, sondern die wahre Geschichte von George Edalji erzählt wird, der zunächst verurteilt, von Sir Arthur Conan Doyle dann zumindest teilweise aber rehabilitiert werden kann – ein an sich spannender Plot, der aber leider sehr langatmig erzählt ist.

Dass Julian Barnes schreiben kann, steht außer Frage – diesmal jedoch hat er sich leider verloren in genauer und präziser Beschreibung. Man begleitet George und Arthur von Kindheit an – und das in großer Detailverliebtheit. Das Elternhaus, die Schulzeit, Beziehungen und eben auch das „Verbrechen“, weswegen die beiden dann in späteren Jahren aufeinandertreffen. Was wie ein spannender Kriminalfall klang, war leider eher eine Analyse sowohl der Charaktere als auch des Justizfalles selber – und für mich leider so gar nicht fesselnd oder packend und leider auch atmosphärisch eher trocken und kühl. 

Durch die lange Einführung von Arthur und George kann man beide sicher besser verstehen und ihr Handeln einordnen, leider ist dadurch aber die Spannung verlorengegangen. Selbst als später dann der eigentliche Kriminalfall in den Mittelpunkt rückt, ist es weniger Spannung als denn kleinteilige Analyse, die mich zumindest nicht packen konnte. So muss ich gestehen, dass mich die Geschichte immer wieder verloren hat – als Buch selber gelesen bin ich sogar fast sicher, dass ich vorzeitig abgebrochen hätte. Da hat der Sprecher Bernt Hahn wirklich großartiges geleistet, mich nämlich dann doch beim Hörbuch gehalten – ich mochte seine Stimmfarbe sehr gerne und auch seine akzentuierte Art zu lesen und vorzutragen. 

Trotzdem bleibt es für mich eine zu wenig fesselnde Geschichte mit trockener Atmosphäre, so dass ich nur wohlwollende 3 von 5 Sternen vergeben kann.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Teile mir deine Gedanken und Kommentare zu meinem Beitrag mit - ich freue mich sehr auf unseren Austausch!

DATENSCHUTZ: Mit dem Absenden deines Kommentars und dem Einverständnis der Kommentar-Folgefunktion bestätigst du, dass du meine Datenschutzerklärung sowie die Datenschutzerklärung von Google gelesen hast und akzeptierst.