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Eowyn Ivey - "Das Leuchten am Rand der Welt"

[Höreindruck] Katharina Herzog - "Das kleine Bücherdorf - Winterglitzern"

Katharina Herzog - Das kleine Bücherdorf - Winterglitzern (Das kleine Bücherdorf #1)
Liebesroman
 

 Verlag: Argon Hörbuch
 ISBN-13: 978-3-839-82006-3
 Dauer: 494 Minuten
 Erschienen: 26.10.2022
 Sprecherin: Elena Wilms

   
Zum Inhalt
„Die junge Kunsthändlerin Vicky gerät durch Zufall an einen ungewöhnlichen Brief: Der achtjährige Finlay aus Swinton in Schottland hat ihn an seine verstorbene Mutter geschrieben. Vicky ist berührt – aber auch neugierig, denn dem Brief liegt ein Foto bei, auf dem im Hintergrund eine seltene Ausgabe von Alice im Wunderland zu sehen ist. Sie reist nach Schottland – und entdeckt mit Swinton einen ganz und gar außergewöhnlichen Ort. Ein uriges Dorf voller Buchläden und Bücherwürmer, und dazu eine Schar mitunter sehr eigenwilliger Einwohnerinnen und Einwohner. Vicky gerät unversehens mitten in die Geschichte um Finlay, seinen Vater Graham – einen attraktiven Buchhändler und Witwer – und ein sehr wertvolles Buch...“ (Quelle: Verlagsseite)

Meine Meinung
Wenn auf einem Buch oder Hörbuch das Wort „Buch“ auftritt, greife ich immer sofort danach – so auch bei diesem. Und direkt ein ganzes Bücherdorf? Das musste ich natürlich anhören – eingestellt war ich auf eine winterliche Liebesgeschichte, bei denen Bücher eine Rolle spielen – und genau das habe ich auch bekommen.

Vicky ist eine sympathische Protagonistin, die sich – mehr oder weniger – in das kleine schottische Bücherdorf Swinton verirrt, nachdem sie einen Tipp bekommen hatte, hier die Erstausgabe von „Alice im Wunderland“ zu erhalten. Als sie das Buch entdeckt hat, kauft sie es aber nicht einfach, sondern lässt sich als Aushilfe in der Buchhandlung anstellen und arbeitet „undercover“. Daraus entstehen dann eine Reihe von Verstrickungen und Missverständnissen – aber zum Glück ahnt man als Leser, dass alles gut ausgehen wird. 

Vicky ist ein sehr emotionaler Mensch und genau so handelt sie auch – meist denkt sie nicht nach, bevor sie etwas sagt, und tritt so immer wieder in Fettnäpfchen. Auch ihre Handlungen sind nicht immer klug und hier konnte ich sie leider auch gar nicht verstehen, trotzdem hat sie ein großes Herz und ist mit ihrer unbeholfenen Art einfach liebenswert. 

In Swinton gibt es viele liebe Buchmenschen, die man nach und nach kennenlernt – eine wichtige Rolle spielen insbesondere Graham, ihr Chef in der Buchhandlung und auch Finlay, sein Sohn. Finlay ist wirklich herzallerliebst, Graham wirkt anfangs etwas kühl und distanziert, man lernt ihn aber im Laufe der Geschichte näher kennen und kann seine zurückhaltende Art dann besser einordnen.

Gegen Ende war es mir dann ein wenig zu viel hin und her, „eine Schleife weniger“ wäre mir lieber gewesen.

Die Atmosphäre im Buch ist winterlich – daher hat es für mich genau in den Dezember gepasst. Die Gespräche über die Bücher sind dann aber warm und liebevoll. Der Schreibstil ist leicht und lebendig, es gibt viele Dialoge, einige Überraschungen und Wendungen und eine engagierte Sprecherin: Elena Wilms hat eine junge Stimme, die die Atmosphäre wunderbar einfangen konnte, die vor allem aber sehr gut gepasst hat zu der etwas naiven und im menschlichen Miteinander unbeholfenen Vicky. 

Eine gemütliche Liebesgeschichte im winterlichen Swinton – ich mochte es wirklich gerne. 

Das kleine Bücherdorf
1. Winterglitzern
2. Frühlingsfunkeln
3. Herbstleuchten
4. Sommerzauber

4 Kommentare:

  1. Hallo Sabine,
    ich fand auch, dass sich dieser Roman gut hören lässt. Mir hat es allerdings ein bisschen an Tiefe gefehlt, sowohl bei den Figuren, als auch an der Geschichte. Schade, denn Katharina Herzog kann das, meiner Ansicht nach, besser. Aber nichts desto trotz habe ich 4 Sterne vergeben, denn man kann diesen Roman gut hören.
    Viele Grüße
    Yvonne

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    1. Ja - das stimmt schon. Trotzdem bin ich gerne eingetaucht in diese winterliche Atmosphäre. Bei mir hat es vom Zeitpunkt her einfach gut gepasst!

      LG Sabine

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  2. Ich hab's auch ganz gern gehört - allerdings fand ich Vicky irgendwie nervig und konnte nicht nachvollziehen, warum ihr "Love Interest" sie so toll fand. Das Setting im Bücherdorf hat mir aber gut gefallen, also lese ich in die anderen Bücher vielleicht mal rein, wenn ich sie irgendwo in die Finger bekomme.

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    1. ja - ich verstehe, was du meinst. Bei mir muss es in die Lesestimmung passen, sonst stört mich so etwas auch sehr.

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