[Monatsrückblick] März 2021

März 2021

Wow - was für ein Monat. Ich habe gar nicht sooo viel gelesen, aber dafür vier 5-Sterne-Bücher. Wer mich ein bisschen kennt, weiß, dass das eine absolute Ausnahme ist! Da verschmerze ich ganz locker, dass es auch ein paar Geschichten gab, die mich nicht überzeugt haben.

Ansonsten war es ein ruhiger Monat - und ich muss gestehen, dass ich auch ein bisschen Corona-müde bin. Dieses auf und ab, keine richtige Perspektiven, Impfungen, die nicht vorangehen und wo es immer wieder Probleme gibt - mittlerweile bin auch ich mürbe und schaffe es kaum noch, mich irgendwie abzulenken. Spazieren und Radfahren - klar, mache ich weiter, aber ich habe auch das Gefühl, jeden Grashalm rund um Köln genau zu kennen...

Ich weiß, dass das wieder besser wird, und für mich ist wichtig, dass es wieder wärmer wird und die Tage länger. Und wenn es regnet - naja, dann nähe ich wieder oder spiele auf meiner Tin Whistle oder lese oder oder oder. Ist ja nicht so, dass es nichts gibt, was man alternativ machen kann. ;-)

Aber - die letzten beide Tage war es hier sonnig und warm - und das freut mich sehr! Balsam für meine Seele...

Aber jetzt zu meinen gelesenen und gehörten Geschichten. 

Das habe ich gelesen und gehört:


Klara Jahn – Die Farbe des Nordwinds (meine Rezension)
Eine berührende und sehr warmherzige Geschichte auf zwei Zeitebenen über die Halligen - mich hat vor allem auch der wunderschöne Schreibstil sehr gut gefallen. 

Albert Camus – Die Pest (Hörbuch) (meine Rezension)
Aktueller geht es kaum - nur ist dieser Klassiker schon 1947 geschrieben... Die Pest breitet sich in Oran aus - sehr interessant, wie mit der Epidemie umgegangen wird und wie einzelne Charaktere auf  die Seuche reagieren.

Philippa Gregory - Wolfsschwestern (Das Erbe der Tudors #1) (meine Rezension)
Zusammen mit der lieben Andrea vom Blog Leseblick habe ich dieses Buch gelesen - im Mittelpunkt steht Margaret von Schottland, die Schwester von Heinrich VIII. Sehr interessant, das Handeln der Tudors aus Frauenperspektive zu lesen.

Simone van der Vlugt - Rembrandts Geliebte (meine Rezension)
Eine tolle Geschichte über eine junge Frau, über die bisher wenig geschrieben wurde, die es aber tatsächlich gegeben hat: Geertje Dircx, die Geliebte Rembrandts.

Ellin Carsta – Die Stärke der Töchter (Falkenbach-Saga #2) (meine Rezension)
Band 1 sollte man schon kennen, dann macht diese Fortsetzung über die Falkenbachs richtig Spaß. Im Mittelpunkt stehen drei Freunde, die die Erlebnisse des ersten Weltkriegs zusammengeschweißt hat. Doch sie haben ein Geheimnis, das sie zu hüten versuchen, das aber schwere Folgen nach sich zieht.

Ciara Geraghty – Das Leben ist zu kurz für irgendwann (meine Rezension)
ein ernstes Thema, aber locker und leicht umgesetzt - zwei Frauen auf einer ungewöhnlichen Reise, die eine macht sich auf, um ihr Leben zu beenden, die andere begleitet sie und entdeckt sich dabei selber neu.

Fjodor Dostojewski – Aufzeichnungen aus dem Kellerloch (Hörbuch)
Eine Novelle, die aber tolle Einblicke gibt in die Gedankenwelt Dostojewskis und mit der man meines Erachtens einen guten Eindruck in den fantastischen Schreibstil bekommt.

Margaret Atwood – Die Zeuginnen (Handmaid‘s Tale #2) (meine Rezension)
Rein sprachlich ganz anders als der erste Teil "Der Report der Magd", aber nicht weniger spannend und fesselnd. Gilead ist untergegangen und drei Frauen geben Einblicke, wie sie den totalitären Staat erlebt haben.

Stephen King - Menschenjagd (Hörbuch)
Kein Horror-Roman, sondern eine Dystopie in naher Zukunft. Überlebt man die zur Unterhaltung der Bevölkerung initiierte "Menschenjagd, bekommt man einen Batzen Geld. Aber es ist gar nicht so leicht, wenn ein ganzen Land einen verfolgt und töten will...

Laura Imai Messina - Die Telefonzelle am Ende der Welt (meine Rezension)
Was für ein blöder Titel und gar nicht zur Geschichte passend. Eigentlich eine Liebesgeschichte, aber auch eine Hommage an all die Opfer des Tsunamis am 11.3. 2011. Ein sehr besonderer Schreibstil und Aufbau - bei mir hallt es immer noch nach.-

Corinna Vossius – Immer nach vorne schauen (Hörbuch)
Die "Freunde von Gertrud" gehen zu Beerdigungen von Menschen, die keine Angehörigen oder Freunde haben - und es ist eine illustre Mischung von Menschen. Typisch Vossius - wer ihre Geschichten kennt, weiß, dass sie eine Mischung sind aus Ernst und Humor. 

Petra Hammesfahr – Hörig (Hörbuch)
Ein Thriller, bei dem die Spannung eher subtil und untergründig ist. Im Mittelpunkt eine Frau, die von ihrem ehemaligen Liebhaber entführt wird - was für ein Spiel treibt er?

Barbara Leciejewski - Fritz und Emma (meine Rezension)
Eine Geschichte auf zwei Zeitebenen über zwei Menschen, die sich mal ganz nah waren, dann aber durch die Umstände zerstritten und verloren haben - eigentlich ein Thema, das mir sonst gefällt, hier war mir aber alles zu vorhersehbar. 

Tatjana Kruse – Der Gärtner war’s nicht (Hörbuch)
Puh - ich fand's albern und oberflächlich. Und wenn man denkt, es ist ein amüsanter Krimi - nein, denn der Mord geschieht erst ganz spät und mit Ermittlungen hat das Nachfolgende dann wirklich ncihts zu tun.

Cody McFadyen - Die Stille vor dem Tod (Smoky Barrett #5) (Hörbuch)
Ich liebe die Reihe um Smoky Barrett - aber dieser Band war einfach nur brutal und langatmig. Unheimlich langwierige Gedankengänge und Sprünge in alte Fälle - als Hörbuch einfach nur sehr verwirrend.

Ulrike Draesner - Kanalschwimmer (meine Rezension)
Ein toller Plot und eine furchtbare Umsetzung. Die Autorin ist Lyrikerin und das merkt man an der Sprache. Dabei ist die Geschichte um einen älteren Herrn, der sich zum Ziel gemacht hat, den Ärmelkanal zu durchschwimmen, eigentlich interessant. Ich konnte mit dem Schreibstil leider nichts anfangen.



Wie war denn dein Lesemonat? Ich komme dich gerne besuchen - lass mir also einen Link da und ich werde mich ein wenig umschauen. :-)


                                                                                                        Liebe Grüße

9 Kommentare:

  1. Guten Morgen Sabine
    ich fühle mit dir, auch ich bin Corona-müde. Da gabs Anfang Jahr Perspektiven für das zweite Quartal, aber diese rücken gefühlt immer mehr in die Ferne. Trotzdem die Hoffnung haben, dass wir im Endspurt sind und noch durchhalten müssen, fällt da manchmal schwer.

    Aber zurück zu den erfreulichen Dingen - deinen gelesenen Büchern. Interessante Titel sind dabei, neben "Rembrandts Geliebte" finde ich "Die Telefonzelle" spannend. Die ist mir in der Verlagsvorschau ins Auge gefallen, hat es dann aber nicht auf meine Liste geschafft, dennoch werde ich es im Auge behalten. Die Kruse-Krimis wollte ich schon lange mal lesen, hab glaub sogar denselben auf meinem Kindle-SuB. Von "Fritz und Emma" mag ich das Cover, lesen möchte ich es aber nicht. Bei der "Die Farbe des Nordwinds" hab ich überlegt, aber es dann gelassen, ich hab von der Autorin (geschrieben unter dem Realnamen und einem anderen Pseudonym) noch andere Bücher auf meinem SuB, die müsste ich zuerst lesen und dann kommt im Mai der erste Teil einer historischen Trilogie, den ich vorbestellt habe, "Bella Donna", darauf freu ich mich.

    Liebe Grüsse
    Anya

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    1. Huhu Anya,

      Klara Jahn und ihre Pseudonyme ... lach. Ich hab auch mal was unter einem anderen Namen von ihr gelesen und war nicht begeistert. Aber "Die Farbe des Nordwinds" war toll.

      Rembrandts Geliebte fand ich großartig - kann ich dir wirklich empfehlen. Und die Telefonzelle hat mir letztendlich auch gut gefallen. Ein ganz besonderer Schreibstil, leise und ganz fein. Rezi wird nächste Woche kommen.

      Liebe Grüße
      Sabine

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  2. Liebe Sabine,
    mit deiner Bücherauswahl kannst du wirklich zufrieden sein, denn ich weiß ja, dass du volle fünf Sterne eher sparsam vergibst. Umso bemerkenswerter ist es, dass du diesmal gleich vier Bücher mit dieser Bewertung dabei hast. Mit deinen Favoriten hast du mich neugierig gemacht. Wolfsschwestern habe ich in meiner Hörbuch-Bibliothek, und "Die Pest" von Camus interessiert mich sehr. Da du das Hörbuch empfehlen kannst, werde ich hier vielleicht auch zum Hörbuch greifen. "Rembrandts Geliebte" klingt ebenfalls ganz nach meinem Beuteschema. "Die Farbe des Nordwinds" klingt ebenfalls interessant, allerdings bin ich da etwas zögerlich, denn ich habe von der Autorin (unter anderen Pseudonymen) schon ein paar Bücher gelesen, die mich nicht so ganz überzeugen konnten. Aber vielleicht gebe ich Klara Jahn ja hier mal eine Chance.
    "Fritz und Emma" warten auf meinem eBook-Reader, da mich die bisherigen Romane der Autorin immer begeistern konnten. Da der Roman bei dir eher durchschnittlich abgeschnitten hat, bin ich gespannt, wie er mir gefallen wird.
    Ich bin mit meinem Lesemonat ebenfalls sehr zufrieden. Mein Monatsrückblick kommt heute Abend.
    Liebe Grüße
    Susanne

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    1. Liebe Susanne,

      ich bin gespannt, wie du "Fritz und Emma" empfinden wirst - die anderen Bücher der Autorin fand ich immer sehr besonders. Das hier war so vorhersehbar, dass ich keine große Freude beim Lesen hatte.

      "Die Pest" - ein toller Roman, und natürlich im Moment mehr als aktuell.

      Und die Wolfsschwestern - die einen mögen Philippa Gregory, die anderen nicht. Ich gehöre eher zur ersten Gruppe und fand diese besondere Sichtweise bei den Wolfsschwestern sehr spannend und interessant!

      Liebe Grüße
      Sabine

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  3. Liebe Sabine,
    auch ich habe diesen Monat vier mal fünf Sterne vergeben und das kommt bei mir auch sehr selten vor. Wir haben aber kein fünf Sterne Buch gemeinsam ;)
    Auch sonst haben wir kein Buch gemeinsam, aber den zweiten Band der Falkenbach Saga habe ich mir gekauft und der wird bald gelesen. Zuerst kommen aber die Leserunden- und Rezensionsexemplare dran.

    Überrascht bin ich von der 3 Sterne Bewretung von Fritz und Emma. ich weiß, dass du die Autorin genauso gerne liest wie ich. Ich habe das Buch noch nicht hier....bin jetzt am überlegen..
    Zu den Farben des Nordwinds habe ich dir ja schon geschrieben...hm, hier haben wir den umgekehrten Effekt ;)

    Auf jeden Fall freue ich mich, dass du einen so erfolgreichen Monat hattest! Auch meiner war richtig gut!
    Liebe Grüße
    Martina

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  4. Liebe Martina,

    ja - Fritz und Emma - ich war da auch überrascht. Sonst hat mich die Autorin immer überzeugen können, aber dieser Roman war sooo vorhersehbar. Sehr schade. Aber schau selber mal, vielleicht gefällt er dir ja doch.

    Ich habe mich sehr über meine vielen tollen Bücher gefreut - jetzt gehe ich aber mal schauen, wer bei dir sehr gut abgeschnitten hat. :-)

    LG Sabine

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  5. Schönen guten Morgen!

    Wow, da hast du wirklich eine Menge gelesen und gehört - und ja, ich weiß bei dir sind 5 Sterne wirklich rar! Umso schöner dass dir dieses Mal so viele so gut gefallen haben! <3

    Den King kenne ich leider (noch) nicht und Die Zeuginnen hab ich auch nicht gelesen. Vielleicht kommt das aber noch. Das erinnert mich daran, dass ich die Serie endlich weiterschauen müsste O.O Ich hab mir ja die erste Staffel zu The handmaids tale angeschaut - mega gut gemacht! Allerdings hab ich danach erstmal eine Pause gebraucht, weil die schon sehr heftig war. Aber jetzt wirds Zeit, weiterzuschauen!

    Ich bin ja grade in The Stand vertieft (Stephen King) und die "kleinen" Ähnlichkeiten mit unserer Situation sind schon etwas seltsam zu lesen. Im Buch ist der Virus allerdings extrem aggressiver, ich bin gespannt wie sich das weiterentwickelt - also im Buch :)

    Ansonsten: ich halte mich sehr von Nachrichten fern und beschäftige mich mit allen möglichen Themen, außer Corona. Ich kann es auch nicht mehr hören und bin ebenso müde, darüber zu sprechen. Aber alles was anfängt endet auch, irgendwann. Du wirst sehen :)

    Ich wünsch dir schöne Osterfeiertage!
    Aleshanee

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    1. Hallo Aleshanee,

      ich habe noch nicht verstanden, ob Stephen King als Richard Bachman vielleicht keinen Horror schreibt - hier war es ja eine Dystopie, bei Todesmarsch auch. Den Schreibstil mag ich ja echt gerne von ihm - aber nicht so die Horrorelemente.

      So wie dir mit "The Stand" ging es mir letzten Jahr mit "Der Übergang" - ich musste es dann abbrechen, weil mir das irgendwie zu nah war - dabei fand ich es echt gut geschrieben.

      Liebe Grüße
      Sabine

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    2. Ich bin mittlerweile bei der Hälfte von The Stand. Der Anfang zieht sich ja wieder mal etwas, aber dann wirds richtig gut :D Ja, es gibt schon kleine Ähnlichkeiten, grade wegen dem "Virus", aber es ist schon um einiges dramatischer und mir hat das auch nichts ausgemacht. Es ist mir einfach nur aufgefallen.
      Lustigerweise schaue ich grade The Walking Dead nochmal an und da ist die Situation ja nochmal schlimmer - da kommt es mir in The Stand sogar noch "einfach" vor, weil sie zumindest keine Zombies haben, die ihnen nach dem Leben trachten ^^

      "Der Übergang" fand ich sehr genial. Willst du das denn nochmal damit versuchen?

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