[Monatsrückblick] Juli 2026

Juli 2026

Da kann wirklich keiner mehr sagen, es wäre nicht Sommer! Direkt ein Jahrhundertsommer! Mit Temperaturen - zumindest für mich und meinen Kreislauf - jenseits von Gut und Böse...

Ich weiß nicht, wie es dir ging - aber an den richtig heißen Tagen fehlte mir sogar die Energie zum Lesen. Da habe ich wirklich nur gelegen - und gewartet, dass es ein bisschen abkühlt. Es gab hier in Köln aber auch richtig viele schöne Sommertage, an denen ich draußen gewesen bin, Fahrradfahren war oder einfach nur im Park gelesen habe. Ich hatte einige schöne Treffen mit Freunden, es war insgesamt ein eher ruhiger Monat. 

Dafür hatte ich eine interessante Buch- und Hörbuchauswahl.  So viele 5-Sterne-Bewertungen in einem Monat, das ist bei mir wirklich außergewöhnlich. Mich hat es gefreut - ich hatte wirklich viel Freude bei den Geschichten. Zwei Bücher waren sehr herausfordernd - beim Lesen hatte ich gar nicht so viel Spaß, aber sie hallten noch lange nach - und irgendwie sagt das ja auch etwas über ein Buch aus. 
 

Das habe ich im Juli gelesen und gehört:

Katharina Maier
"Adelsspross - Die erste Tochter"
Ein Genre, das ich sonst selten lese - Future-Fantasy - eine komplexe und gut durchdachte Welt, die in diesem Auftaktband der geplant achtteiligen Reihe vorgestellt wird. Ich habe an einigen Stellen wirklich gekämpft, vor allem der eigentümlichen Namen wegen, der Plot aber ist interessant und spannend - mal schauen, wie es im Folgeband weitergeht.

3,5/5 Sternen | meine Rezension
Rohinton Mistry
"Das Gleichgewicht der Welt"
Ein epischer Roman, der nach Indien entführt - ein Land mit ganz anderer Kultur, in die man hier aber viele Einblicke erhält - mal schmerzhaft, mal schön, mal schillernd und mal traurig. Sehr zu empfehlen! 

5/5 Sternen
Dennis Kornblum
"Der Eklat"
In einer Live-Show kommt es zum Eklat und ein umstrittener Schriftsteller greift eine Journalistin an - dieser Eklat wird in einem Interview aufgearbeitet. Ein eher anspruchsvolles Buch mit hochaktuellen Themen, die mich herausgefordert und zum Nachdenken gebracht haben.  

nicht bewertet | meine Rezension


Eve Curie
"Madame Curie"
Die Biographie der Madame Curie - von ihrer Tochter geschrieben. Eine bemerkenswerte Frau, die eher zurückgezogen lebte, die Öffentlichkeit scheute und ihr ganzes Leben eigentlich nur für die Wissenschaft gelebt hat. Beeindruckend. 

nicht bewertet
Belle Burden
"Fremde"
Die Geschichte einer Ehe - genau das ist es. Atmosphärisch, echt, berührend und traurig - auf mich hat diese Geschichte einen richtigen Sog ausgeübt - dabei ist sie unaufgeregt und leise erzählt, dabei voller Emotion und Atmosphäre.

5/5 Sternen


Ruth-Maria Thomas
"Die schönste Version"
Das Buch wirft einen ungeschönten Blick auf das Heranwachsen in einer ostdeutschen Kleinstadt während der Jahrtausendwende und die fatale Dynamik einer ersten großen Liebe. Aufwühlend, toxisch, vor allem aber brutal ehrlich.  

5/5 Sternen | meine Rezension
Caroline Bernard
"Frida Kahlo und die Farben des Lebens"
Einblicke in das Leben der Malerin Frida Kahlo - insgesamt sehr seicht geschrieben, für eine erste Orientierung aber ganz schön.  Der Schwerpunkt liegt aber vor allem auf ihrer toxischen Ehe und leider nicht so sehr auf ihren Bildern. Schade. 

3,5/5 Sternen
Eva Pramschüfer
"Weißer Sommer"
Ein junges Paar voller tiefer Emotionen füreinander und doch vor den Trümmern ihrer Ehe stehend. Ein berührendes Buch, mit leisen und traurigen Tönen. 

4/5 Sternen

Cora Wucherer
"All die Farben, all das Licht"
Zwei Schwestern, die nicht wirklich wirklich verbindet, die dann aber doch zueinander finden durch eine einschneidende Erkrankung der Älteren. Wunderschön, traurig, und vor allem echt und authentisch!

5/5 Sternen | meine Rezension
Jochen Mariss
"Tage am Fluss"
Ein junger Mann auf der Flucht und eine zurückgezogene lebende Frau - beide mit einigen Problemen im Gepäck. Ich fand's leider vorhersehbar und auch ein bisschen langatmig. Trotz aktueller Themen hat es mir an Tiefe gefehlt - für zwischendurch war es aber ganz nett.

3/5 Sternen | meine Rezension
Pauline Hatscher 
"Über vier Leben"
Vier Frauen, vier Generationen - verbunden durch das, was nie erzählt wurde: Warum ist die Urgroßmutter verschwunden? Wieso wollte die Großmutter nicht mehr leben? Warum schweigt die Mutter und warum kann die Tochter Nähe nicht ertragen. Eine Familiengeschichte, die in Bruchstücken erzählt wird und in der sich nach und nach ein großes Ganzes ergibt. 

4/5 Sternen


(Die Bild- bzw. Coverrechte liegen beim jeweiligen Verlag.)



Wie war denn dein Lesemonat? Lass mir gerne einen Link da, dann kann ich mich ein wenig bei dir umschauen.


                                                                                                        Liebe Grüße

1 Kommentar:

  1. Guten morgen Sabine,
    Ohja zu dem Jahrhundertsommer da stimme ich dir voll und ganz zu und auch mir machen die Hitzewellen extrem zu schaffen.
    Aber ja es gab dennoch einige tolle und schöne Tage um draußen sein zu können.
    Das freut mich das du einige Hör(bücher) geschafft hast und deine Bewertungen klingen auch stehts positiv.
    Tage am Fluss las ich auch im Juli.

    Auf eine lesereiche Sommerzeit.

    Liebe Grüße
    Sheena
    https://sheenascreativworld.blogspot.com/2026/07/hessisch-gebabbel-ruckblick-auf-den.html

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