Juni 2026
Ich hoffe, Du bist gut durch die Hitzewelle gekommen - jetzt kühlt es ja zum Glück ein wenig ab. Mir war es sogar zum Lesen zu heiß und eigentlich habe ich an den letzten Tagen gar nicht getan - ich war einfach nur da und habe still vor mich hin gelitten. 😟
Aber zum Glück war es ja nicht den ganzen Monat so heiß, sonst hätte ich heute gar nicht so viele Geschichten zu bieten. 😊
Der Monat Juni war für mich der Monat der Lesungen - sowohl Anne Freytag als auch Kathryn Stockett waren in Köln. Und so unterschiedliche die beiden Lesungen auch waren, haben mir beide sehr gut gefallen.
Anne Freytag war im Gespräch mit dem Krimiautor Mathias Berg - und es war unglaublich spannend. Sie hat erzählt, wie ihr neues Buch "Laute Nächte" entstanden ist, welche Umwege sie gehen musste, wie sie ihre Protagonisten kennenlernt und wie sie überhaupt auf die Ideen zu ihren Büchern kommt. Organisiert war die Lesung von der Buchhandlung "handtverlesen" - und ich habe selten eine so liebevolle Organisation erlebt - das Bühnenbild war - passend zum Roman - eine WG-Küche, in der Pause gab es Getränke und Snacks, am Ende konnte man sich natürlich auch noch sein Buch signieren lassen und Anne Freytag wurde nicht müde, Fragen zu beantworten. Vielen Dank!
Die Lesung von Kathryn Stockett war im Thalia in Köln - erstaunlicherweise waren nur wenige Gäste da - sehr schade, denn es war interessant zu hören, wie ihr neuer Roman "Der Club der Unbeugsamen" entstanden ist. Sie hat dafür ja doch ein bisschen länger gebraucht, nach den vorgetragenen Kapiteln hat sich die Arbeit aber auf jeden Fall gelohnt. Es waren ernste aber auch urkomische Szenen drin, und auf jeden Fall möchte ich das Buch auch noch lesen (oder hören). Die Moderatorin des Abends war Anabelle Assaf. Sie führte durch das Gespräch mit Kathryn Stockett, hat die Fragen und Antworten auch übersetzt, während die Nina Petri (bekannt als Schauspielerin und Hörbuchsprecherin) aus dem Roman gelesen hat.
Und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, war ich Ende des Monats in der ja sehr umjubelten Ausstellung von Yayoi Kusama im Ludwig Museum in Köln. Gerade die späten Werke waren schon beeindruckend, die frühen haben mich nicht ganz so gepackt - beeindruckend ist aber vor allem die Vielfalt, mit der die Künstlerin ihre Botschaften setzt - gemalt, Collagen, Skulpturen, Texte, Fotografien - ihre Kreativität ist scheinbar grenzenlos.
Und ja - gelesen und gehört habe ich auch die eine oder andere Geschichte. Und insgesamt bin ich zufrieden, denn es waren ein paar wirklich gute Bücher dabei - und ja, auch ein paar durchschnittliche, aber das ist ja manchmal einfach so.
Das habe ich im Juni gelesen und gehört:
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Sabrina Qunaj "Die Tochter der Drachenkrone" Ein unterhaltsamer Ausflug ins mittelalterliche Wales - familiäre Verstrickungen, politische Intrigen und der harte Kampf um Selbstbestimmung - solide historische Unterhaltung. knappe 4/5 Sternen | meine Rezension |
Alexander Schwarz "Die Königin der Blumenmaler" Das Leben der barocken Malerin Rachel Ruysch - sehr interessant, auch wenn der Schreibstil sehr modern ist und die Geschichte arm an überraschenden Wendungen. 3/5 Sternen | meine Rezension |
Virginie Grimaldi "Unser Sommer endet nie" Ein emotional aufwühlender und psychologisch feinfühliger Roman über Geschwisterliebe, Traumata und Vergebung. Ein Buch mit vielen Wendungen und Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. 5/5 Sternen | meine Rezension |
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Michael Köhlmeier "Das Philosophenschiff" Der Autor entführt auf das sogenannte Philosophenschiff, doch so interessant der Plot ist, so sehr hat mich die Erzählstimme der Protagonistin genervt - zu ausschweifend und schwafelnd. Das war leider nichts für mich. |
Ronja von Rönne "Alles Liebe" Das Buch legt den Finger hinein in schmerzhafte und destruktive Spielarten von Lebenslügen und zwischenmenschlichen Beziehungen. Vier Kurzgeschichten, die nur locker miteinander verbunden sind und dann aber in der fünften doch noch miteinander verstrickt werden. Interessant. |
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Miriam Carbe "Unerwünschte Töchter" Ein Jahrhundert deutscher Geschichte anhand von vier Frauenleben: Urgroßmutter, Großmutter, Mutter und Tochter. Das Ganze erzählt vom Dresdner Bildungsbürgertum über die Weltkriege bis hin zur Übersiedlung in den Westen. knappe 4/5 Sternen | meine Rezension |
Veronika Peters "Mehr Leben als geplant" Mit fast sechzig steht Alma Grün plötzlich vor dem Nichts: Partner weg, Job weg. Doch ungeahnt bekommt sie Hilfe - und startet einen Neuanfang. 3,5/5 Sternen | meine Rezension |
Till Raether "Meeresdunkel Mehr ein Familiendrama als ein packender Thriller - Verstrickungen zweier Familien, die auf Mallorca zusammentreffen und durch ein Unwetter an ein Haus "gefesselt" werden. 3,5/5 Sternen | meine Rezension |
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Rhiannon Lucy Cosslett "Fünf Tage im Licht" Die Autorin entführt in die flirrende Sommerhitze nach Griechenland zu vier Freundinnen, die einen Junggesellinnenabschied feiern. Für eine von ihnen wird die Reise aber zu einer Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen und der eigenen Zukunft. |
Sina Scherzant "Am Tage des Weltuntergangs verschlang der Wolf die Sonne" In der ersten Hälfte ein klassischer Coming-of-age-Roman, in der zweiten Hälfte dann aber durch eine besondere Freundschaft sehr berührend und ergreifend. 3/5 Sternen |
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(Die Bild- bzw. Coverrechte liegen beim jeweiligen Verlag.)
Wie war denn dein Lesemonat? Lass mir gerne einen Link da, dann kann ich mich ein wenig bei dir umschauen.



















Liebe Sabine
AntwortenLöschenich bin immer irritiert, wenn jemand im Blog andere mit "Du" anspricht, gerade nun auch bei dir.
Zum Lesen war es am Wochenende auch hier viel zu heiss. Eigentlich war es für alles viel zu heiss :-) Morgen soll es endlich abkühlen, mal schaun, immerhin die Nächte und das ist schon mal viel.
Bei dir war ja ganz schön viel Kultur los im Juni. Ich hatte nur eine halbe Stunde Kultur im Juni ;-) Aber es war auch einfach beruflich zu viel los. Doch ab Mitte Juli wird das alles besser, dann hab ich wieder Zeit, auch zum Lesen.
"Mehr Leben als geplant" will ich irgendwann auch mal noch lesen und auch "Unser Sommer endet nie", das interessiert mich noch mehr.
Liebe Grüsse
Anya