[Höreineindruck] Sue Monk Kidd - Die Bienenhüterin

Sue Monk Kidd - Die Bienenhüterin
Roman
 

Originaltitel: „The Secret Life of Bees“
Übersetzerin: Astrid Mania 
ISBN-13: 978-3886985937
Dauer: 594 Minuten
Erschienen: 1. Juli 2009
Sprecherin: Andrea Hörnke-Triess 

   
Zum Inhalt 
„Lilys Mutter ist vor zehn Jahren umgekommen. Ihr Vater herrscht wie ein grausamer Rachegott über die inzwischen 14-jährige. Eines Tages flieht Lily aus der bedrückenden Atmosphäre ihres Elternhauses, wandert über die staubigen Straßen der Südstaaten, um ein neues Zuhause zu finden. Sie begegnet wunderbaren Menschen, rettet mit Mut und Klugheit ein Leben und findet bei drei Frauen Unterschlupf, die, wie im Märchen, in großer Eintracht zusammenwohnen. Die drei Schwestern geben dem Mädchen alles, was es braucht: Liebe, Halt, und Geborgenheit. Sie nehmen Lily in ihre Familie auf und weihen sie in die Geheimnisse weiblichen Wissens ein. Lily lernt alles über die Bienenzucht. Sie erfährt, wer ihre Mutter, die sie so schmerzlich vermisst, wirklich war, und sie verliebt sich. Doch eines Tages steht ihr Vater am Gartentor …“ (Quelle: btb-Verlag)

Meine Meinung
Schon lange steht das Buch auf meiner Wunschliste, weil ich sowohl „Die Erfindung der Flügel“ als auch „Das Buch Ana“ sehr gerne mochte – jetzt war ich in der richtigen Stimmung, und wieder hat die Autorin mich mit ihrer Geschichte überzeugt.

Lily flieht aus ihrem bedrückenden Elternhaus, in dem ihr Vater seit dem Tod der Mutter ein hartes Regiment führt. Sie landet bei drei Schwestern, die ein großes Herz haben und sie aufnehmen – dort lernt sie ganz andere, schöne Seiten des Lebens kennen und wird ganz nebenbei in die Bienenzucht eingewiesen. Doch natürlich holt sie die Vergangenheit dann doch noch ein.

Die Geschichte ist berührend – es ist grausam, was Lily mit ihrem Vater erleben muss und wie mit farbigen Menschen in den 1960er Jahren in den Staaten umgegangen wird, berührend ist aber auch, dass es großherzige Menschen gibt, die unabhängig von Hautfarbe oder Herkunft liebevoll miteinander umgehen. Auch wenn das Buch „Die Bienenhüterin“ heißt und es immer wieder auch vor jedem Kapitel einen Satz zum Leben eines Bienenvolkes gibt, stehen diese fleißigen Tiere nicht im Mittelpunkt. Es sind vielmehr die Beziehungen der Menschen untereinander, und die hat die Autorin wunderbar dargestellt. Lily muss früh erwachsen werden und setzt sich mit einer kindlichen Naivität für ihre Freunde ein – und so naiv sie manchmal wirkt, so schön ist es, dass ihr großes Herz siegt. Auch die drei Schwestern sind sehr gut gezeichnet, fernab von Stereotypen – ganz im Gegenteil, alle mit Ecken und Kanten, bei denen man auch erfährt, woher sie kommen; denn auch die drei haben ein bewegtes Leben hinter sich, aber auch eine tolle Zeit mit Lily vor sich. 

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, mit vielen Dialogen, so dass alles sehr lebendig ist und die Geschichte auch immer in Bewegung bleibt. Lediglich im letzten Viertel ist mir ein wenig die Luft ausgegangen – ein paar Mal habe ich gedacht, jetzt könnte die Geschichte enden, aber es ging dann doch noch weiter – und manches habe ich dann „wie angehangen“ empfunden. Rückblickend muss ich aber sagen, dass es insgesamt dann doch schlüssig und eine in sich runde Geschichte geworden ist. Trotz ernster Themen war es für mich eine warme Wohlfühlgeschichte, weil die liebenswerten Charaktere so viel wett gemacht haben – und Astrid Hörnke-Triess als Sprecherin hat mit ihrer Stimme genau meinen Nerv getroffen und diese wundervolle Geschichte sehr schön und überzeugend vorgetragen. Ich gebe daher 4 von 5 Sternen.  


4 Kommentare:

  1. Liebe Sabine,
    ich habe das Buch shcon vor meiner Bloggerzeit gelesen und das ist echt lange her. Es ist mir als gutes Buch in Erinnerung geblieben, aber von der Story eher wenig.

    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Ich mochte es - von den drei Bücher der Autorin, die ich kenne, war es aber das schwächste.

      LG Sabine

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  2. Schönen guten Morgen!

    Wie bei Martina ist das Buch bei mir auch schon sehr lange her, aber ich hab gute Erinnerungen daran. Ich mochte es damals, aber ich weiß nicht, ob es heute noch genauso wäre. Solche Art Geschichte lese ich ja seit Jahren eigentlich nicht mehr so...
    Allerdings hab ich immer noch "Das Buch Ana" im Hinterkopf, das würde ich schon gerne mal versuchen.

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Ab und an liest du aber doch solche Bücher - nur halt sehr selten, weil du dich mehr im Fantasy- und Krimibereich aufhältst. Ich fand, dass dies das schwächste war, das ich bisher gelesen habe, aber das Buch Ana war bei mir ein 5-Sterne-Buch.

      LG Sabine

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