[Höreindruck] Stefanie vor Schulte – "Junge mit schwarzem Hahn"

Stefanie vor Schulte – Junge mit schwarzem Hahn
Parabel, Fabel, Märchen
 

ISBN-13: 978-3-257-80437-9
Dauer: 258 Minuten
Erschienen: 25.8.2021
Sprecher: Robert Stadlober

   
Zum Inhalt
„Der elfjährige Martin besitzt nichts bis auf das Hemd auf dem Leib und seinen schwarzen Hahn, Behüter und Freund zugleich. Die Dorfbewohner meiden den Jungen, der zu ungewöhnlich ist. Viel zu klug und liebenswürdig. Sie behandeln ihn lieber schlecht, als seine Begabungen anzuerkennen. Als Martin die Chance ergreift und mit dem Maler zieht, führt dieser ihn in eine schauerliche Welt, in der er dank seines Mitgefühls und Verstandes widerstehen kann und zum Retter wird für jene, die noch unschuldiger sind als er.“ (Quelle: Verlagsseite)

Meine Meinung
Viele positive Stimmen haben mich zu diesem Buch greifen lassen, mich aber hat die Geschichte nicht ganz so eingenommen. Dabei bietet sie tolle Botschaften, der Stil aber hat es mir nicht einfach gemacht. 

Ich kann gar nicht sagen, welchem Genre ist das Buch zuordnen würde; am ehesten denke ich an eine Fabel, eine Parabel, obwohl der Schreibstil oft an ein Märchen erinnert. Man kann die Geschichte kaum einem Ort oder einer Zeit zuordnen, es wirkt alles ein wenig fantastisch und mystisch. Martin ist ein besonderer Charakter – zu Beginn ist er elf Jahre alt und keiner nimmt wahr, was in ihm steckt. Er ist liebenswürdig und ehrlich, voller Mitgefühl und Zuversicht, und das trotz all der schrecklichen Dinge, die ihm widerfahren. Sein ständiger Begleiter ist ein Hahn, der mit ihm spricht und ihm ein wahrer Freund ist. Auf der Suche nach sich selbst, begleitet man Martin auf seiner Reise durch Raum und Zeit.

Die Geschichte ist an vielen Stellen wunderlich und unglaubwürdig, was den Eindruck eines Märchens weckt; dann aber ist sie auch wieder spannend und fesselnd, und man fiebert mit dem Protagonisten, auch emotionale und romantische Momente fehlen nicht. Dennoch ist es kein Buch, das durch Handlung glänzt, vielmehr wirft die Geschichte viele Fragen auf, denen man sich als Leser bzw. Hörer stellen kann. 

Es gab immer wieder Passagen, die ich wirklich mochte, aber leider auch immer Abschnitte, die mich ein wenig ratlos gemacht haben, weil ich sie zeitlich nicht richtig einordnen konnte. Gemocht habe ich die Atmosphäre, dieses mystische und zeitlose und die irgendwie immer herrschende Melancholie. Auf jeden Fall aber macht das Buch nachdenklich und  liefert Denkanstöße. Ich gebe ihm 3,5 von 5 Sternen. 


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