Anika Landsteiner - Träume aus Salz
Gegenwartsliteratur
Verlag: Argon Hörbuch
ISBN-13: 978-3-732-48754-7
Dauer: 474 Minuten
Erschienen: 11.3.2026
Sprecherin: Rebecca Veil
Zum Inhalt
„Eigentlich ist Flo glücklich. Zusammen mit ihrem Freund Matty verbringt sie eine Woche auf einer kleinen griechischen Insel. Das Wasser lockt azurblau, die Nächte schimmern im Mondlicht. Und trotzdem findet Flo keine Ruhe. Denn da ist etwas, das sie Matty nicht sagt. Nicht sagen kann. Als sie der mysteriösen Sofia begegnet und sich von ihr die Karten legen lässt, gerät Flo in einen Strudel aus Erinnerungen, die sie drängen, einen Weg zur Wahrheit zu finden.“ (Quelle: Verlagsseite)
Meine Meinung
Mit anderen Geschichten hatte mich die Autorin überzeugt, bei ihrem neuen Roman hat mir leider etwas gefehlt.
Er spielt in Griechenland, wo die Protagonistin Flo zusammen mit ihrem Freund Matty Urlaub macht. Doch richtig zur Ruhe kommt sie nicht, sie trägt ein Geheimnis in sich, das sie mit Matty nicht teilen kann.
Die Geschichte verwebt die gegenwärtige Kulisse in Griechenland mit Rückblenden in Flos Vergangenheit, so dass sich Stück für Stück entschlüsselt, wie sie zu der Frau wurde, die sie heute ist und man sich so besser in die Protagonistin einfühlen kann.
Das Setting hat mir gefallen. Die Beschreibungen der Landschaft sind sehr atmosphärisch, manchmal sogar ein bisschen magisch. Gerade zu Beginn überwiegt eine gewisse Leichtigkeit, sicher auch durch den ruhigen und klaren Schreibstil. Leider verändert sich dann etwas im Erzählton – die Leichtigkeit geht verloren zugunsten der oft melancholischen Innenansichten. Und leider fehlte mir über weite Strecken auch ein Spannungsbogen, so dass ich nicht wusste, worauf die Erzählung eigentlich hinauslaufen soll. Irgendwie plätschert lange Zeit alles einfach vor sich hin. Das vermeintliche Geheimnis hat meine Neugier kaum geweckt, und auch die spätere Auflösung fand ich relativ „banal“. Es blieb für mich insgesamt ein wenig langatmig, da der emotionale „Knall“ ausblieb.
Die Charakterzeichnung ist zwar detailliert, dennoch blieb mir die ganze Zeit insbesondere Flo sehr fremd – sie handelt einfach so ganz anders, als ich es tun würde. Obwohl die vielen Innenansichten ja eigentlich Nähe erzeugen sollen, hatte ich zu Flo in ihrem extremen Ausmaß an Verletztheit einfach keine Verbindung.
Oft blieb die Handlung an der Oberfläche, wo ich mir mehr emotionale Wucht und Tiefe gewünscht hätte. Das haben auch die Szenen, in denen es um das Tarotkartenlegen und Wahrsagerei ging, nicht verbessert – ganz im Gegenteil: auf mich wirkten sie eher deplatziert und hätten keinen Raum einnehmen müssen.
Die Sprecherin Rebecca Veil wiederum hat mir gut gefallen, sie liest das Hörbuch angenehm und gibt der Geschichte auch Emotionen, was die leider zähen Passagen etwas abmildern konnten. Insgesamt war es aber leider eine Geschichte, die mich nicht berührt hat und mir auch zu langatmig erzählt war.
Mein Fazit
Ein stiller Roman, der durch sein Setting und die ruhige Sprache überzeugt, aber leider zu wenig Tiefe zeigt und mir zu langatmig erzählt ist. Die Botschaft, dass jeder ein Päckchen zu tragen hat, gefällt mir, ein wenig mehr Spannung hätte der Geschichte aber gut getan.

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