[Rezension] Charlotte Link – "Ohne Schuld"

Charlotte Link – Ohne Schuld (Kate Linville #3)
Kriminalroman 

Umschlaggestaltung: www.buerosued.de
Umschlagabbildung: © TrevillionImages /Graham Hunt und Plainpicture /chinch gryniewicz
ISBN-13: 978-3-764-50738-1
Seiten: 543 Seiten
Erschienen: 2.11.2020

Buchrückentext
„Ein wolkenloser Sommertag, die Hitze drückt aufs Land. Im Zug von London nach York zielt ein Fremder mit einer Pistole auf eine Frau. Sie entkommt in letzter Sekunde. Zwei Tage später: Eine junge Frau stürzt mit ihrem Fahrrad, weil jemand einen dünnen Draht über den Weg gespannt hat. Sie ist sofort bewusstlos. Den folgenden Schuss hört sie schon nicht mehr. Die Frauen stehen in keiner Verbindung zueinander, aber die Tatwaffe ist dieselbe.“

Meine Meinung
Auch wenn mich nicht alle Bücher der Autorin begeistern, zähle ich sie doch zu meinen Lieblingsautorinnen – und mit diesem dritten Band um die Ermittlerin Kate Linville hat sie mich nochmal richtig begeistert.

Gleich zu Beginn wird man Zeuge eines versuchten Mordes – ein Mann verfolgt im Zug eine Frau und will sie erschießen – die Ermittlerin Kate ist zufällig auch im Zug und kann die Frau retten. Fast gleichzeitig wird an ganz anderer Stelle eine junge Frau Opfer eines schweren Unfalls – und wäre da nicht der Schuss aus gleicher Waffe wie bei dem Anschlag im Zug gewesen, hätte man auch weiter an einen tragischen Unfall geglaubt. 

Der Plot hat mir sehr gut gefallen, und ganz im Stil Charlottes Links gibt es noch weitere Handlungsstränge, die parallel erzählt werden und bei denen man zunächst nicht weiß, wie all diese Fäden zusammenlaufen sollen. Aber genau das schafft die Autorin: Die Auflösung ist schlüssig und sehr gut durchdacht. Sorge, dass man bei den verschiedenen Erzählsträngen durcheinander kommt, muss man nicht haben, denn die verschiedenen Figuren werden alle sehr gut eingeführt.

Die beiden Ermittler Kate Linville und Caleb Hale waren mir in den ersten beiden Bänden nicht unbedingt sympathisch, diesmal aber habe ich sie ganz gerne begleitet. Sicher erfüllen beide das eine oder andere Klischee und genau das hätte ich nicht gebraucht, da ihre Privatleben diesmal aber sehr in den Hintergrund getreten sind, konnte ich das verschmerzen.

Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen – es gibt viele Dialoge, die das ganze lebendig machen, und die Autorin kommt auf den Punkt, erzählt ohne Schnörkel oder Ausschweifungen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, und da meist eine andere Hauptfigur in ihnen auftritt, entsteht noch mal mehr Spannung. Insgesamt ist das Buch von Anfang an fesselnd, die Spannung steigt aber mehr und mehr, um sich dann im letzten wirklich aufregenden Viertel zu entladen.

Nur der Schluss – der hat mir nicht gefallen – nicht nur, dass es einen Aspekt gibt, der offen bleibt (eigentlich ist klar, was mit einem Opfer passiert, dennoch hätte ich es – wenn auch ungerne – ausgesprochen gewusst), kommt es am Ende auch noch zu einem quasi offenen, emotionalen Ende; das wäre nicht nötig gewesen und hat für mich auch überhaupt nicht gepasst.

Trotzdem empfehle ich das Buch gerne weiter – es ist kurzweilig und spannend, und ich habe die Lektüre sehr genossen. Von meiner Seite gibt es 4,5 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Ein gelungener Kriminalroman, der von der ersten Seite an fesselt – zunächst kann man gar nicht glauben, wie die verschiedenen Erzählstränge zusammenkommen sollen, dann aber gibt es doch eine in sich schlüssige Lösung. Ich wurde sehr gut unterhalten und nur wegen des Schlusses ziehe ich einen halben Stern ab – 4,5 von 5 Sternen.

Ermittlerin Kate Liville
3. Ohne Schuld

WERBUNG: Vielen Dank an den Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

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