[Rezension] Helene Sommerfeld - "Die Ärztin - Die Wege der Liebe"

Helene Sommerfeld - Die Ärztin - Die Wege der Liebe (Ricarda Thomasius #3)
Familiensaga, historischer Roman

Verlag: rororo-Verlag
Umschlaggestaltung: HAUPTMANN & KOMPANIE Werbeagentur Zürich
Umschlagabbildung: DHM /Kaiserpanorama /ullstein bild; Ildiko Neer /Arcangel
ISBN 13: 9783-499-27655-2
Seiten: 575 Seiten
Erschienen: 20. August 2019

Buchrückentext
„Berlin, 1915: Die Millionenstadt ist gezeichnet von den Wirren des Krieges. Während tausende Männer auf dem «Feld der Ehre» ihr Leben verlieren, behandelt die Ärztin Ricarda Thomasius an der Charité junge Arbeiterinnen, die sich unter unmenschlichen Bedingungen in den Munitionsfabriken verletzen. Gleichzeitig droht Ricardas Familienglück zu zerbrechen. Sohn Georg wird an der Front vermisst, das Verhältnis zu Tochter Henny liegt in Scherben, und Nesthäkchen Antonia testet ihre Grenzen aus. Die Ärztin will um ihre Kinder kämpfen, koste es, was es wolle. Doch es gibt Verletzungen, die selbst die Liebe nicht so einfach heilen kann. Als das Schicksal erneut zuschlägt, muss Ricarda sich ihrer Vergangenheit stellen. Dort, wo alles begann…“

Meine Meinung
Auch der Abschlussband der Reihe um die Ärztin Ricarda Thomasius hat mir wieder sehr gut gefallen – die Autorin weiß einfach, Handlungsstränge zu stricken und den Leser damit zu fesseln.

Fast ein Jahr ist es her, dass ich den Vorgänger gelesen hatte, und so hatte ich tatsächlich auch ein wenig Probleme, wieder in die Geschichte einzusteigen. Dabei beginnt es direkt wieder dramatisch, und hätte ich die verschiedenen Personen besser in das Familienkonstrukt einordnen können, wäre ich wohl auch mehr gefesselt gewesen. Das hat sich dann aber zum Glück im Lauf der Geschichte gelegt – und nach einem Drittel war ich drin und konnte den Roman auch richtig genießen.

Zwar geht es auch wieder um Ricarda, viel mehr jedoch noch um ihre Kinder, die es kriegsbedingt um die ganze Welt verschlagen hat. Viele Themen hat die Autorin aufgegriffen – dabei gibt es sowohl medizinische Themen, die ich sehr interessant fand, wie zum Beispiel der Einsatz von Radon in der Krebstherapie oder auch die Versorgung von Frauen, die durch harte Fabrikarbeit zur Zeit des ersten Weltkriegs verstümmelt waren. Auch das Leben in Amerika wird beleuchtet, wie dort die Zeit des großen Krieges erlebt wird, dann gibt es schließlich den Bogen zur Nachkriegszeit in Deutschland und auch den USA.

Und immer sind es die Frauen, die den Mittelpunkt bilden, sich als engagiert und couragiert darstellen und ihren Weg suchen in einer von Männern dominierten Welt.

Wie schon die ersten beiden Bände, liest sich auch dieser wieder leicht und locker, durch die verschiedenen Handlungsstränge, die sich in kurzen Abschnitten abwechseln, entsteht Spannung und man möchte so unbedingt wissen, wie es weitergeht. Das Ende verknüpft dann alle begonnen Handlungsstränge zu einem dicken und lässt den Leser das Buch mit einem guten Gefühl zuschlagen. Ich gebe 4,5 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Man sollte die ersten beiden Bänder der Trilogie gelesen haben, um in diesen richtig abtauchen zu können, dann bekommt man eine vielseitige und oft auch mit überraschenden Wendungen ausstaffierte Geschichte, in denen couragierte Frauen im Mittelpunkt stehen. Leicht und locker lesen sich die Ereignisse, die eine Zeitspanne von etwa 6 Jahren umfassen – ich habe etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzufinden, dann aber hatte ich tolle Lesestunden. 4,5 von 5 Sternen.

Ricarda Thomasius
1. Die Ärztin – Das Licht der Welt
2. Die Ärztin – Stürme des Lebens
3. Die Ärztin - Die Wege der Liebe


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