[Rezension] Daniel Wolf - "Das Salz der Erde"

Daniel Wolf - Das Salz der Erde (Fleury #1)
Historischer Roman

Verlag: Goldmann Verlag
Umschlaggestaltung: UNO Werbeagentur, München
Seiten: 1149 Seiten
Erschienen: 10. Juni 2013
ISBN 13: 978-3-442-47947-4

Klappentext 
„Herzogtum Oberlothringen, 1187. Nach dem Tod seines Vaters übernimmt der junge Salzhändler Michel de Fleury das Geschäft der Familie. Doch seine Heimatstadt Varennes leidet unter einem korrupten Bischof und einem grausamen Ritter, der die Handelswege kontrolliert – es regieren Armut und Willkür. Als Michel beschließt, Varennes nach dem Vorbild Mailands in die Freiheit zu führen, steht ihm ein schwerer Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, ihn zu vernichten. Nicht einmal vor Mord schrecken sie zurück. Und schließlich gerät sogar seine Liebe zur schönen Isabelle in Gefahr ...“

Meine Meinung
Wow – was für ein toller historischer Roman! Spannend und unterhaltsam – von der ersten bis zur letzten Seite, selten habe ich einen solchen Schmöker so rasch durchgelesen! Klar haben auch mir die knapp 1200 Seiten Respekt eingeflößt – doch völlig grundlos, denn die Seiten sind einfach nur so dahin geflattert. 

„Das Salz der Erde“ spielt im Hoch-Mittelalter im Herzogtum Oberlothringen. Michel de Fleury ist Salzhändler und kehrt nach dem Tod seines Vaters in seine Heimatstadt Varennes zurück, um die Geschäfte der Familie zu übernehmen. Hier jedoch herrschen Armut, Not und Unterwerfung, denn die Stadt wird regiert von dem käuflichen Bischof Ulman und dem grausamen Ritter Aristide de Guillory.

Michel ist entsetzt über die Umstände und will die Stadt aus diesen Zwängen befreien, um den Bürgern Freiheit und ein besseres Leben zu ermöglichen. Doch seine Bemühungen stoßen auf Widerstand, und ihm steht ein langer beständiger Kampf bevor. Seine Feinde lassen nichts unversucht, sie wollen die Familie de Fleury vernichten, dabei geraten er selber, seine Freunde und auch seine Geliebte in große Gefahr.  

Das Buch ist sehr flüssig und verständlich geschrieben und lässt sich überaus leicht lesen. Spannend und unterhaltsam lernt man dabei viel über den Stand einer hochmittelalterlichen Stadt, den Einfluss von Adel und Kirche, die Bedeutung von Handwerksgilden, aber auch über die Bestechlichkeit und den Hinterhalt der Regierenden. 

Der Protagonist Michel ist mir von Anfang an sehr sympathisch. Er beweist Mut und einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit, beeindruckt haben mich vor allem seine Ausdauer und sein Wille, der Stadt Varennes zu besseren Umständen zu verhelfen. Aber auch die anderen Personen, seine Familie, die Freunde und zuletzt nicht zu vergessen die Geliebte Isabelle sind so liebevoll gezeichnet, dass ich sie alle rasch in mein Herz geschlossen habe. 

Durch die schönen Landschaftsdarstellungen und die bildhafte Sprache habe ich mir alle Orte gut vorstellen können, mich mittendrin gefühlt im Geschehen - lebendig und lebensnah sind die Beschreibungen, ohne dabei langatmig oder sogar langweilig zu sein.

Selten hat mich ein Roman so gepackt wie dieser – er ist spannend und unterhaltsam, lehrreich und berührend – hat also alles, was ein guter Schmöker braucht!
Ich kann dieses Buch uneingeschränkt jedem Liebhaber historischer Romane empfehlen!

Reihenfolge der Fleury Reihe
1. Das Salz der Erde
2. Das Licht der Welt
Prequel Band 3: Der Vasall des Königs
3. Das Gold des Meeres


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kommentare: