[Rezension] Peter Heller – "Der Fluss"

Peter Heller – Der Fluss 
Abenteuerroman 

ASIN: B085HYGB9B
Dauer: ungekürzt, 402 Minuten
Erschienen: 5. März 2020
Originaltitel: „The River“
Übersetzer: Matthias Strobel
Sprecher: Uve Teschner

Zum Inhalt 
„Berge, Bücher und das Angeln - drei der Dinge, die Wynn und Jack miteinander verbinden. Seit Studienbeginn sind sie beste Freunde und träumen davon, mehrere Wochen in der kanadischen Wildnis zu verbringen. Mit Kanu und kleinem Gepäck brechen sie eines Tages auf, den Maskwa River zu befahren.
Lange Tage geruhsamen Paddelns, dazu nächtliches Sterneschauen und Westernlesen, das schwebt ihnen vor. Das Abenteuer jedoch, das so vielversprechend beginnt, wird zu einer existenziellen Herausforderung. Wildwasser, Gewalt und Feuer stellen Wynns und Jacks Freundschaft auf eine harte Probe.“ (Quelle: Nagel & Kimche)

Meine Meinung
Ich bin zufällig über dieses Hörbuch gestolpert, daher hatte ich keine großen Erwartungen – positiv überrascht wurde ich daher von diesem gelungenen Abenteuerroman. 

Wynn und Jack träumen schon lange davon, mit dem Kanu durch die kanadische Wildnis zu paddeln – doch es bleibt nicht idyllisch, als sich ihnen eine Waldbrand nähert und sie dann auch noch eine schwer verletzte Frau finden. 

Während die Geschichte am Anfang eher gemächlich beginnt, dabei aber durch die tollen Beschreibungen sowohl der Landschaft als auch Charaktere und dem, was sie tun, beeindruckt, wird es im Laufe zunehmend spannend. Denn die verletzte Frau wird auch von ihrem Ehemann gesucht, der aber nichts Gutes im Sinn hat – und so finden sich Wynn und Jack auf der Flucht, vor diesem Ehemann und vor dem Waldbrand. 

Wynn und Jack sind sehr gut gezeichnete Charaktere – und so sehr sie die Liebe zur Natur auch verbindet, so unterschiedlich sind ihre Persönlichkeiten – das wird im Laufe der Geschichte immer klarer. Der eine zurückhaltender, der andere mutiger, der eine trifft Entscheidungen schnell und aus dem Bauch heraus, der andere wägt Für und Wider lange ab, beide aber wissen, in der Natur zu überleben, denn sie geraten immer wieder in Situationen, die brenzlig sind, weil sie zum Beispiel medizinisch agieren müssen oder die Nahrung knapp wird. Man merkt, dass der Autor sich gut auskennt, denn er hat vieles sehr detailliert beschrieben, an manchen Stellen vielleicht auch ein wenig zu detailliert.

Obwohl in der Geschichte nicht viele Personen agieren, ist sie lebendig und fesselnd, gerade das letzte Drittel bietet da einiges an Spannung. Das Ende hat mich überrascht, hat mir aber auch gefallen, weil es anders gekommen ist, als ich erwartet hatte. 

Uve Teschner als Sprecher kenne ich schon aus vielen anderen Hörbüchern – und auch hier hat mich seine Art, das Buch einzusprechen wieder überzeugt.

Ich bin gut unterhalten worden und gebe dem Hörbuch 4 von 5 Sternen.


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