[Leseeindruck] Jeanne Winter - "Gefangen"

Jeanne Winter - Gefangen
Kurzgeschichte

Verlag: Book Rix
ISBN-13: 978-3-730-94249-9
Erschienen: 1.1.2015

Zum Inhalt 
„»Was ist das?! Gehen Sie mit dem Scheiß weg! Ich will das nicht!« Mit aller Macht versuchte ich mich zu bewegen – vergeblich.
Statt mir die Bettdecke wegzureißen und mir die Nadel in irgendeine Körperregion zu rammen, fummelte er in der Nähe meines Halses rum. Oh Gott, was machte er da? Hatte ich da irgendeinen Schlauch hängen?! Was für ein Teufelszeug spritze er da rein?!“ (Quelle: BookRix.de)

Meine Meinung
Ganz zufällig bin ich beim Stöbern auf diese Kurzgeschichte gestoßen und habe dann ganz unvoreingenommen angefangen, sie zu lesen. Und ich bin positiv überrascht, so schlüssig und überzeugend fand ich die Geschichte!

Wie auch von anderen Rezensenten schon angemerkt, hätte auch ich hätte mir gewünscht, dass die Geschichte um einiges länger wäre, aber das kann ich der Autorin nicht zum Vorwurf machen, da sie die Geschichte für einen Wettbewerb geschrieben hat, der eine Höchst-Seitenzahl vorgegeben hat. Und diese Seiten hat die Autorin wunderbar genutzt. 

Natürlich gibt es hier keine seitenlangen Beschreibungen und auch keine tiefgehenden Charakterisierungen – und doch hat die Autorin die Stimmung und vor allem die Gefühle des Protagonisten wunderbar eingefangen. Man ahnt als Leser zwar, um was es in der Geschichte geht, kann das Gelesene aber zunächst nicht richtig einordnen – erst nach einem Perspektivwechsel wird einem die Situation klar. Mir hat das sehr gut gefallen – der Aufbau der Geschichte, wie sie sich auflöst und vor allem auch die Thematik, die mich auch nach Beenden der Geschichte noch hat nachdenken lassen.

Zum Inhalt will ich nicht mehr sagen, denn ich finde, die Geschichte wirkt besser, wenn man sich ohne Vorwissen auf sie einlässt. Und wer sich gerne mal auch von einem ernsten Thema überraschen lassen will, der sollte sich diese lohnende Kurzgeschichte unbedingt mal anschauen.

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