[Rezension] Caroline Vermalle - "Und wenn es die Chance deines Lebens ist?"

Caroline Vermalle - Und wenn es die Chance deines Lebens ist?
Gegenwartsliteratur

Verlag:  Lübbe-Verlag
Umschlaggestaltung: Kirstin Osenau
Umschlagmotiv: © Bildagentur Huber/Da Ros Luca; Shutterstock/AKaiser
ISBN-13: 978-3-4310-3884-2
Seiten: 288 Seiten
Erschienen: 11. Oktober 2013

Zum Inhalt 
Frédéric ist beruflich erfolgreich und eigentlich hat er alles, was man braucht – nur keine Familie. Seine Freundin hat sich von ihm getrennt, seine Mutter ist verstorben und der Vater hat die Familie schon früh ohne ein erklärendes Wort verlassen. In Frédérics Leben ändert sich alles schlagartig, als er von einem Unbekannten eine Schatzkarte erbt, die ihm ein impressionistisches Meisterwerk verspricht. Er folgt den Hinweisen, doch statt eines Bildes stößt er auf Spuren seiner eigenen Vergangenheit.  

Leseeindruck
Von Caroline Vermalle habe ich bereits 2 Bücher gelesen und auch von diesem war ich nicht enttäuscht. Wieder eine Geschichte, die in Frankreich spielt und die ich auch als sehr französisch empfunden habe. Humorvoll und leichtfüßig kommt sie daher, obwohl sie doch auch eine wichtige Botschaft mit sich trägt. 

Die Geschichte handelt von dem Anwalt Frédéric, dessen Leben durch eine ungewöhnliche Erbschaft zunächst aus den Fugen gerät, aber dann auch ganz neue Seiten bereithält. Der Roman liest sich sehr angenehm durch den einfach gehaltenen Schreibstil, direkt war ich in der Geschichte drin und habe mit Frédéric über die merkwürdige Schatzkarte und die Tickets gerätselt. 

Frédéric ist mir zunächst nicht sonderlich sympathisch, doch im Laufe der Geschichte ändert er sich und seine Einstellung und wird von erfolgsorientierten Anwalt zum liebevollen Familienmenschen. Von Anfang an gemocht habe ich dafür Pétronille – die rechte Hand von Frédéric – eine junge Frau, die sich vom Leben gebeutelt fühlt, dennoch nicht aufgibt und letztlich lernt, ihre Chancen zu nutzen. Es tauchen noch andere, völlig unterschiedliche Charaktere auf, nicht jeder ist einfach nur gut oder böse, sondern vereint positive und schlechte Seiten – halt wie im richtigen Leben.

Ich fand die Geschichte sehr liebenswert und charmant und sie hat mir schöne Lesestunden bereitet. Ein Buch zum Wohlfühlen, auch wenn die Botschaft vielleicht ein bisschen plakativ daherkommt. Erwähnen möchte ich noch das schöne Cover, das ähnlich gestaltet wurde wie die ersten beiden Bücher und sich wunderbar im Bücherregal macht.

Mein Fazit
Ein warmherziger Roman für Zwischendurch mit liebenswerten Charakteren und einem einfachen, angenehm zu lesenden Schreibstil, eine schöne Geschichte, die mich hat abschalten und den Alltag vergessen lassen. Ich gebe dem Buch gerne 4 Sterne.


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