[Rezension] Guillaume Musso - "Lass mich niemals gehen"

Guillaume Musso - Lass mich niemals gehen
Gegenwartsliteratur

Verlag:  Aufbau-Verlag
Umschlaggestaltung und Illustration: capa, Anke Fesel
ISBN-13: 9783746625829
Seiten:  332 Seiten
Erschienen: 26. April 2010

Buchrückentext
„Fünfzehn Jahre ist es her, dass Ethan alles hinter sich ließ, um seien Traum von einem glamourösen Leben zu verwirklichen. Der goldenen Karriere als Psychologe und umschwärmter Medienstar hat er sogar seine große Liebe Céline geopfert. Als Céline ihn Jahre später überraschend zu ihrer Hochzeit einlädt, hofft Ethan auf einen Weg zurück zu ihr. Doch dann geschieht etwas Unfassbares, das Ethan sein Leben kosten könnte – oder gibt man ihm doch noch eine Chance?“

Meine Meinung
Ethan Withaker ist unglücklich gefangen in seinem vorhersehbaren Leben, so dass er kurzerhand ausbricht und einen ganz neuen Weg einschlägt. Von heute auf morgen dreht er Freunden und seiner Verlobten den Rücken, um sein persönliches Glück zu finden. 15 Jahre später scheint er am Ziel angekommen: ein berühmter Psychologie, der es zum umjubelten Medienstar gebracht hat. Und trotzdem scheint Ethan nicht glücklich, Einsamkeit, Alkohol und Drogen bestimmen sein Leben. Am Morgen des 31. Oktober 2007 ahnt Ethan schon, dass dies der schrecklichste Tag seines Lebens wird.

Ich liebe die Bücher von Guillaume Musso und auch mit diesem Buch konnte mich der Autor wirklich überzeugen. Die Geschichte ist spannend, fesselnd und voller Wendungen. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich eine Ahnung, wie die Geschichte endet. 

Dabei fesselt der Autor mich vor allem durch den Aufbau des Buches. Mal schreibt er wie in einem chronologischen Tagebuch, dann wieder tauchen Passagen auf, die eher einen romanhaften Charakter haben. Die eingestreuten Rückblenden lassen mich einiges besser verstehen und tragen viel zum Verständnis auch der Person Ethans bei. Der Schreibstil ist für mich einfach nur grandios: ich weiß gar nicht genau, was es ist, dass er mich so fesselt und fasziniert, auf jeden Fall ist er leicht und flüssig zu lesen, dabei manchmal tiefsinnig und eindringlich, manchmal auch ehrlich und schonungslos. 

Ethan ist mir zu Anfang wirklich sehr unsympathisch, seine oberflächliche Art, das Leben zu betrachten, ist mir einfach sehr fern. Ethans Leben ist beherrscht von Geld, Prestige, Alkohol und Drogen, stets denkt er nur an seinen Vorteil und nahestehende Menschen oder Emotionen kennt er nicht. Doch der 31. Oktober 2007 lässt ihn innehalten und über sein Leben nachdenken. Dabei stolpert er über seine eigene Skrupellosigkeit und versucht, die Dinge wieder einzurenken. Das macht ihn mir deutlich sympathischer und ich habe mit ihm gefiebert, ob er seine sich gesteckten Ziele doch noch erreichen kann. 

Wie auch in anderen Romanen Mussos spielt auch in diesem ein wenig Mystik und Magie mit. Denn Ethan erlebt den 31. Oktober mehrfach. Doch dachte ich zunächst, dies könnte langweilig sein, wurde ich eines besseren belehrt. Gerade der wiederkehrende Tag macht das Buch noch spannender und bietet neue Ansichten und für Ethan auch Einsichten.

Lediglich das Ende konnte mich nicht überzeugen und dafür ziehe ich auch einen halben Stern ab. Um nicht zu spoilern, will ich darauf nicht näher eingehen, aber das war mir einfach zu viel des Guten. Da mich aber der Rest des Buches aber wirklich überzeugt hat, konnte ich diesen Schluss dann doch verschmerzen und ich kann den Roman wirklich uneingeschränkt empfehlen!


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