[Rezension] Monica McInerney - "Die Geheimnisse der Familie Templeton"

Monica McInerney - Die Geheimnisse der Familie Templeton
Familienroman

Verlag: Goldmann-Verlag
Umschlaggestaltung: UNO Werbeagentur, München
Umschlagabbildung: Getty Images /Deborah Whitlaw-Llewellyn LLC
ISBN-13: 978-3-442-47550-6
Seiten: 608 Seiten
Erschienen: 18. Juli 2011
Originaltitel: „At Home With The Templetons“
Übersetzerin: Astrid Mania

Buchrückentext
„Die Templetons sind keine gewöhnliche Familie: Sie residieren in einem alten Herrenhaus, geben dort Führungen in Kostümen und scheinen auch sonst in einer anderen Zeit zu leben – was im ländlichen Victoria in ihrer australischen Wahlheimat für allerhand Klatsch sorgt. Auch ihre Nachbarin Nina Donovan steht den Engländern zunächst skeptisch gegenüber. Doch nach und nach werden die Leben der beiden Familien auf schicksalhafte Weise miteinander verknüpft. Es entstehen Freundschaften, Affären und Liebesbeziehungen – bis das Schicksal alle eines Tages auf eine harte Probe stellt …“

Meine Meinung
Andere Bücher der Autorin konnten mich schon überzeugen und gut unterhalten, dieses hier hat meine Erwartungen aber leider nicht erfüllt – Charaktere, die zwar nicht stereotyp, aber auch nicht sonderlich sympathisch waren, eine eher langatmige, nicht packende Geschichte und ein letztes Drittel, das leider sehr vorhersehbar und überhaupt nicht glaubwürdig war.

Dabei klang der Klappentext so interessant, nach einer turbulenten Familiengeschichte. Doch leider konnte mich Familie Templeton mit ihren kostümierten Führungen durch ihr altes Herrenhaus überhaupt nicht fesseln. Das lag zum einen daran, dass einfach nicht viel passierte, zum anderen aber auch daran, dass mir die Charaktere, so unorthodox sie auch waren, mir einfach nicht ans Herz wachsen wollten und ich dadurch auch nicht mit ihnen gefiebert habe. 

Die erste Hälfte des Buches plätschert die Geschichte seicht vor sich hin ohne große Höhepunkte, in der Mitte gibt es dann einen Bruch in der Erzählform – wurde bisher alles von einem allwissenden Erzähler aus Sicht unterschiedlicher Figuren erzählt, sind es in der Mitte plötzlich nur noch Briefe, durch die man das Geschehen über einige Jahre hinweg erfährt. Nach ca. 30 Seiten wechselt wieder die Erzählform, und endlich kommt etwas Schwung in die Geschichte. Zwar wird es dadurch etwas packender, mir aber waren die Geschehnisse leider alle zu unglaubwürdig und vor allem auch vorhersehbar. Das Ende löst dann zwar einige Wirrungen auf, hat mich aber leider auch nicht überzeugen können.

Die im Titel angedeuteten Geheimnisse fand ich leider nicht sonderlich spannend oder originell – wer einen Roman erwartet, in dem ein Familiengeheimnis gelüftet werden soll, der wird in diesem Buch vergeblich danach suchen.

Einzig gefallen hat mir der Schreibstil, der locker und leicht ist und auch zum Roman passt – wäre er nicht so flüssig zu lesen gewesen, hätte ich sicher vorzeitig das Handtuch geschmissen und das Buch abgebrochen – so aber kann ich ihm leider nur 2,5 von 5 Sternen geben.

Mein Fazit
Mich hat die Geschichte um die unorthodoxe Familie Templeton leider überhaupt nicht packen können – die erste Hälfte ist eher zäh und langatmig, die zweite dann vorhersehbar und unglaubwürdig. Die Charaktere sind zwar alles andere als stereotyp, mir aber waren sie einfach nicht sympathisch, so dass ich mit ihnen auch nicht gefiebert habe. Andere Bücher der Autorin haben mir wirklich gut gefallen, dieses leider nicht, so dass ich nur 2,5 von 5 Sternen geben kann.


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