[Rezension] Mary Simses - "Der Sommer der Blaubeeren"

Mary Simses - Der Sommer der Blaubeeren
Frauenroman

Verlag: Blanvalet-Verlag
Umschlaggestaltung: Johannes Wiebel | punchdesign
Umschlagmotiv: © Johannes Wiebel | punchdesign unter Verwendung von Motiven von Virginia Portioli/gettyimages und Shutterstock.com
ISBN-13: 978-3-4423-8217-0
Seiten: 416 Seiten
Erschienen: 21. April 2014

Zum Inhalt 
Die New Yorker Anwältin Ellen Branford verschlägt es in das idyllische Küstenörtchen Beacon, denn sie will dem letzten Wunsch ihrer verstorbenen Großmutter nachkommen und einen wichtigen Brief überbringen. Doch in Beacon überschlagen sich die Ereignisse und nichts läuft wie geplant. Ihre Großmutter scheint ein Geheimnis gehütet zu haben und Ellens Gefühle für den gutaussehenden Roy spielen verrückt – dabei wollte sie doch eigentlich in drei Monaten den aufstrebenden Politiker Hayden Croft heiraten … 

Meine Meinung
Das Buch beginnt spektakulär: die Protagonistin Ellen stürzt ins Meer und droht zu ertrinken, doch der gutaussehende Roy rettet sie aus den Fluten. Und zur Belohnung gibt sie ihm erst mal einen leidenschaftlichen Kuss.

Dass Ellen verlobt ist und schon bald heiraten wird, erfährt man erst auf den folgenden Seiten – auch, was die erfolgreiche Großstadtanwältin eigentlich in das kleine Dorf an der Küste verschlagen hat. Sie hat ihrer gerade erst verstorbenen Großmutter versprochen, einen Brief abzugeben – doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Dabei lernt sie nämlich den attraktiven Roy kennen, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht und kommt zudem einem Geheimnis auf die Spur.

Ellen als Protagonistin ist mir zunächst nicht sympathisch. Auf mich wirkt sie arrogant und großkotzig, selbst ihre holprige und ungeschickte Art hat mich nicht zum Schmunzeln, sondern eher zum Augenrollen gebracht. Im Laufe der Geschichte wird sie zwar offener und herzlicher den Küstenbewohnern gegenüber und gewinnt damit auch wenige Sympathiepunkte, doch glaubhaft war dieser Sinneswandel für mich nicht. 

Die ganze Geschichte ist quirlig und turbulent, macht gute Laune und hinterlässt bei mir ein sommerliches, schönes Gefühl. Das Küstenstädtchen Beacon erscheint sehr idyllisch und wird so liebevoll beschrieben, dass ich am liebsten direkt dorthin fahren würde und mir den Wind um die Nase wehen lassen möchte. Die Bewohner aus Beacon sind zwar sehr klischeehaft dargestellt, dennoch sind sie mit all ihren Macken liebenswert und peppen die Geschehnisse zusätzlich auf. 

Die Geschichte selbst ist aus meiner Sicht sehr vorhersehbar – schon auf den ersten Seiten ahnt man, was mit Ellen und Roy passieren wird und spannend ist nur, wie sie das ihrer Mutter und ihrem Verlobten, die beide auch in Beacon auftauchen, zu erklären versucht. Das Geheimnis, das sich um die verstorbene Großmutter rankt, löst sich natürlich auch, dabei kommen Ellen einige Zufälle und glückliche Begegnungen zu Hilfe.

Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und bietet nette Unterhaltung – für mich genau das richtige für den Strandurlaub oder einen gemütlichen Sonntag auf dem Balkon. Tiefgründige Gedanken sollte man nicht erwarten, dafür aber erhält man eine lockere und leichte Liebesgeschichte mit einem Hauch von Geheimniskrämerei. 

Mein Fazit
Eine turbulente Liebesgeschichte und ein zu lüftendes Familiengeheimnis, das Ganze in einem wundervoll gestalteten Buch - genau das richtige für den Urlaub oder einen sonnigen Tag auf dem Balkon. Vielleicht ist die Geschichte ein wenig vorhersehbar, dennoch hat sie mir gute Laune gemacht und ein paar schöne Lesestunden geschenkt.


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