[Rezension] Richard Paul Young - "Die Hütte"

William Paul Young - Die Hütte
Gegenwartsliteratur

Verlag: Allegria-Verlag
Umschlaggestaltung: Frank|Design, München unter Verwendung des Originalcovers von Bobby Downes, Marisa Ghiglieri, Dave Aldrich.
ISBN-13: 978-3-89903-523-0
Dauer: 6 CDs, 458 min.
Erschienen: 9. März 2012
Sprecher: Johannes Steck

Buchrückentext
„Vor Jahren ist Mackenzies jüngste Tochter verschwunden. Ihre letzten Spuren hat man in einer Schutzhütte im Wald gefunden – nicht weit vom Camping-Ort der Familie. Vier Jahre später, mitten in seiner tiefsten Trauer, erhält Mack eine rätselhafte Einladung in diese Hütte. Ihr Absender ist Gott. Trotz seiner Zweifel lässt Mack sich darauf ein – eine Reise beginnt, die Macks Welt und Leben für immer verändert.“

Meine Meinung
Mackenzies Tochter Missy wird nach einem Familienausflug vermisst. Die weiteren Ermittlungen führen in eine einsame Hütte, in der man Spuren findet, die auf den Mord der kleinen Missy hindeuten. Doch ein Mörder wurde nie gefasst. Noch Jahre später befindet sich Mack in einer tiefen Depression, nicht nur kann er den Tod seiner Tochter nicht verschmerzen, nein, er hadert auch mit seinem Glauben an Gott. Eines Tages findet er im Briefkasten eine Einladung in genau jene Hütte, unterschrieben ist der kurze Brief mit „Gott“. Erst zweifelt Mack und hält das Ganze für einen üblen Scherz, doch dann lässt er sich doch auf das Treffen ein. Tatsächlich findet er Gott und neben ihm auch Jesus und den heiligen Geist. Gemeinsam verbringen die drei ein Wochenende. Mack kann endlich seine Fragen stellen und mit Hilfe der Antworten sich und seinen Glauben neu entdecken. 

Mich hat das Hörbuch sehr beeindruckt. Nicht nur die Thematik hat mich angesprochen und neugierig gemacht, auch die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Johannes Steck als Sprecher ist bestens für diese Rolle geeignet mit seiner sehr reifen und eingängigen Stimme, die allen Charakteren eine eigene Färbung gibt. 

Beginnt die Geschichte zunächst wie ein Krimi, in dem man den Ermittlungen bei einem Mordfall folgt, befindet man sich jedoch bald mit Mack in der Hütte, in der er Gott, Jesus und den heiligen Geist trifft. Nicht nur, dass die drei ganz anders auftreten, als das der „normale“ Christ erwartet, befindet man sich bald in tiefsinnigen Gesprächen über die Liebe, den Tod und das Leben, über Glaube und Vergebung. 

Mack ist mir mit seiner Trauer, seinen Zweifeln und seinen Fragen sehr sympathisch, ich kann mich gut in ihn hineinversetzen und sein Fühlen verstehen. Mir haben die Gespräche mit Gott das Gefühl vermittelt, nicht alleine zu sein, und oft habe ich innegehalten und über das Gehörte nachgedacht. Nicht immer ist alles leicht zu verstehen, und der Schmerz wird durch das Gehörte und Geschrieben nicht einfach ausgelöscht, doch wie Mack habe auch ich Hoffnung und Zuversicht verspürt. 

Der Schreibstil ist angenehm, man kann gut zuhören und der Geschichte folgen. Oft musste ich auch schmunzeln, denn immer wieder tauchen auch humorvolle Passagen auf, wie zum Beispiel die Beschreibung von Gott, Jesus und dem heiligen Geist. Durch diesen eingestreuten Witz und Esprit verliert das Buch den Charakter eines Sachbuches, das mit erhobenem Finger die Dinge erklären will, es ist vielmehr ein unterhaltsamer und dennoch tiefgängiger Roman. 

Gerade Zweiflern und Skeptikern kann dieses Buch Anregungen geben, die Dinge von einer anderen Sicht zu betrachten und damit vielleicht auch Hoffnung zu sehen und den Trost zu spüren, den dieses Buch geben kann. Ich denke, ich werde demnächst auch noch das Buch lesen, so gut hat mir das Hörbuch gefallen.


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