[Rezension] Corina Bomann - "Ein zauberhafter Sommer"

Corina Bomann - Ein zauberhafter Sommer
Frauenroman, Liebesroman

Verlag: Ullstein-Verlag
Umschlaggestaltung: ZERO Werbeagentur, München
Titelabbildung: plainpicture /© Ableimages (Schale und Hitergrund); © Gettyimages /© Kadir Barcin (Brombeeren); © FinePic®, München (Illustrationen)
ISBN 13: 978-3-548-28813-0
Seiten: 379 Seiten
Erschienen: 13. Mai 2016

Buchrückentext
„Die 23-jährige Wiebke muss nach einem quälend langen Winter, einer verhauenen Prüfung und einem zähen Beziehungskampf einfach mal raus. Kurzentschlossen besucht sie ihre Tante Larissa an der Müritz. Larissa ist genau so, wie Wiebke gern wäre: unabhängig, stark, eine Lebenskünstlerin. Doch Wiebke merkt, dass auch Larissa ihre Zweifel, Schwächen und Sehnsüchte hat. Ihre Gespräche helfen ihnen, die eigenen Wünsche ans Leben klarer zu sehen. Als die Liebe bei beiden einschlägt, wird ihre sommerliche Schicksalsgemeinschaft zu einer emotionalen Achterbahnfahrt.“

Meine Meinung
Ich habe fast alle Bücher von Corina Bomann gelesen und die meisten haben mich auch begeistert – „Ein zauberhafter Sommer“ ist aber anders als ihre anderen Bücher, und leider konnte mich diese leichte Sommergeschichte nicht gänzlich überzeugen.

Dabei macht der Prolog wirklich neugierig, denn es wird das Verschwinden eines Menschen angedeutet, so dass ich sofort weiterlesen musste. Leider hat sich das Rätsel schon bald aufgelöst und dadurch ist dann leider auch die Spannung verloren gegangen. Letztlich entpuppt sich das Buch dann als lockere Liebesgeschichte, in der vieles vorhersehbar und leider auch sehr unglaubwürdig ist. 

Die beiden Hauptcharaktere Wiebke und Larissa waren mir aber sehr sympathisch. Wiebke hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und sucht eine Auszeit – dafür fährt sie zu ihrer Tante, die sich nach einigen Schicksalsschlägen von den Menschen zurückgezogen hat. Larissa wirkt zunächst sehr selbstbewusst, aber auch ein wenig distanziert, doch man merkt schnell, dass ihre harte Schale nur ein Schutz ist, hinter dem sich ein weiches Herz verbirgt. Was ihr genau passiert ist, erfährt man rasch und kann dann auch besser verstehen, warum Larissa sich zurückgezogen hat. Wiebke ist ganz anders als ihre Tante – ein bisschen tapsig und nicht auf den Mund gefallen, aber auch sie war mir gleich sympathisch. Insgesamt bleiben die Charaktere aber eher flach in ihrer Ausarbeitung und leider erfüllen sie dabei auch manches Klischee – an ihrer Liebeswürdigkeit ändert das aber nichts.

Die Geschichte selber konnte mich dann leider nicht mehr überzeugen, zu leicht und einfach kommt sie daher und hätte für mich durchaus ein bisschen mehr Tiefgang haben können. Und Potential hätte sie dazu gehabt, wenn nicht alle Probleme direkt und sofort gelöst worden wären und das Leben wie ein warmer Sommerwind erschienen wäre. Zwar ist die Geschichte unterhaltsam, aber leider überhaupt nicht glaubhaft. Dabei liest sie sich aber angenehm durch einen einfachen Schreibstil, der auch Atmosphäre und ein Sommergefühl in mir geschaffen hat. 

Vergleichen sollte man diesen Roman nicht mit den anderen der Autorin – es ist ein leichter Sommerroman, der nett ist zu lesen und als Urlaubslektüre auch bestens geeignet ist – länger in Erinnerung bleibt er jedoch nicht. Ich gebe 3 von 5 Sternen. 

Mein Fazit
Ein leichter Sommerroman mit sympathischen Charakteren, der gut unterhält – leider aber hat mir ein wenig Tiefgang gefehlt. So ist die Geschichte sehr vorhersehbar, alle Probleme lösen sich schnell in Luft auf und die Geschichte büßt dadurch an Glaubhaftigkeit ein. Dabei aber ist sie durch einen angenehmen Schreibstil gut lesbar und hat bei mir auch ein Sommerfeeling geschaffen – in Erinnerung wird mir die Geschichte aber nicht bleiben, so dass ich 3 von 5 Sternen vergebe.


Kommentare:

  1. Hallo Sabine, so richtig begeistern konnten mich bisher von der Autorin nur die historischen Romane, allen voran "Das Krähenweib". Alle anderen Bücher von ihr konnten da einfach nicht mithalten. Aber so für zwischendurch, einfach als leichte Sommerlektüre zur guten Unterhaltung, klingt das doch nicht schlecht. Das Buch steht auf meinem Merkzettel, aber ziemlich weit hinten, weil ich eben weiß, dass mich die zeitgenössischen Romane bzw. auch "Die Schmetterlingsinsel" oder "Der Mondscheingarten" einfach nicht so vom Hocker gerissen haben.
    Liebe Grüße
    Susanne

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    1. Huhu Susanne,
      das ist interessant - ich lese ja auch viel und gerne historische Romane, die von Corina Bomann wiederum waren okay, haben mich aber nciht begeistert. Ich mag lieber ihre Familiengeheimnisromane, die auf zwei Zeitebenen spielen, allen voran "Die Jasminschwestern" - kannest du das?

      LG Sabine

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