[Abgebrochen] Tanja Kinkel - "Die Schatten von La Rochelle"

Tanja Kinkel - Die Schatten von La Rochelle
Historischer Roman

Verlag: Goldmann-Verlag
Umschlaggestaltung: Design Team München
Umschlagabbildung: Artothek /Christie’s, Claude Joseph Vernet
ISBN: 3-442-44084-X
Seiten: 413 Seiten
Erschienen: 1. September 1998

Buchrückentext
„Man schreibt das Jahr 1640. Während in ganz Europa Glaubenskriege und Herrscherkämpfe toben, stößt in Frankreich ein Mann in das Zentrum der Macht vor: Richelieu, Kardinal und Erster Minister von Ludwig XIII. Er wird beneidet, bewundert und zutiefst gehasst – und doch scheint er unangreifbar. Aber die glanzvolle Fassade zeigt erste Risse. Seine Beziehung zum König ist aufs äußerste gespannt, und ein geheimnisvoller Fremder zieht auf die einzig verwundbare Stelle in seinem Leben: seine Nicht Marie.“ 

Meine Meinung
Ich habe schon einige Bücher von Tanja Kinkel gelesen und bisher hat mich die Verknüpfung von historischen Persönlichkeiten und fiktiven Personen immer gefesselt und fasziniert. In diesem Roman ist das leider nicht gelungen – ich habe einfach einen roten Faden vermisst und dann nach 158 Seiten aufgegeben.

Ich bin einfach nicht in die Geschichte reingekommen und kann nicht mal genau sagen, woran es gelegen hat. Vielleicht an den vielen verschiedenen Figuren, die zudem auch noch mehrere Namen tragen und die innerhalb kürzester Zeit in die Geschichte eingeführt worden sind, vielleicht aber auch an den verschiedenen Zeitebenen, die ich sehr verwirrend fand und auch nicht immer sofort als solche zu erkennen waren. Die ganze Geschichte wirkte auf mich unübersichtlich und sehr verworren, auch wenn es zwischendurch immer mal wieder interessante Stellen und fesselnde Passagen gab, aber die dauerten leider immer nur wenige Seiten an. Ich zumindest habe einfach nicht in die Geschichte rein gefunden und habe einen kontinuierlichen Erzählstrang, einen roten Faden vermisst.

Dabei ist der Schreibstil toll – zwar nicht immer einfach zu lesen, weil es doch viele lange Sätze gibt, die oft auch verschachtelt sind, aber er schafft Atmosphäre und kann die Stimmung der damaligen Zeit wunderbar einfangen. Zwar muss man schon konzentriert lesen, das aber hat mich nicht gestört, weil ich beim Lesen ein „historisches Gefühl“ hatte. Nur Spaß habe ich beim Lesen leider vermisst. Zu den Charakteren kann ich gar nicht viel sagen, weil es einfach so viele waren und mir leider fast alle auch sehr fremd geblieben sind.

Kurzum – mir hat dieses Buch leider nicht gefallen, so dass ich nach 158 Seiten aufgegeben und das Buch abgebrochen habe.

Kommentare:

  1. Dieses Buch habe ich vor etlichen Jahren gelesen und fand es enorm gut. Schade, dass es dir nicht gefallen hat!

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    1. Andere Bücher von Tanja Kinkel fand ich auch toll ("Die Puppenspieler", "Wahnsinn, der das Herz zerfrißt"), auch ihr neues Buch "Schlaf der Vernunft" - vielleicht war es einfach nicht der richtige Zeitpunkt ...

      LG Sabine

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  2. Kann sein, manchmal muss man auch erst in Stimmung sein für ein Buch. Jedesmal wenn ich von der Familie Fugger höre, denke ich an "Die Puppenspieler" - das war wohl wirklich eindrücklich :-)

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    1. Lach - aber ist doch toll, wenn einem ein Buch so in Erinnerung bleibt. :-)

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