[Rezension] Dora Heldt - "Ausgeliebt"

Dora Heldt - Ausgeliebt
Frauenroman

Verlag: Random House Audio
Umschlagfoto: © Mathias Bothor
ISBN-13: 978-3-8371-0885-9
Dauer: 3 CDs, 215 min.
Erschienen: 19. September 2011
Sprecherin: Katja Riemann  

Hörbuchrückentext 
„Aus, Schluss, abserviert: Nach fast zehn Jahren Ehe wird Christine von ihrem Mann verlassen. Unversehens rutscht die umtriebige Verlagsvertreterin mit knapp 40 Jahren in eine ausgewachsene Lebenskrise. Und fragt sich selbst: Was habe ich bloß falsch gemacht? Wie soll es weitergehen? Aber Christines Schwester Ines und ihre Freundinnen stellen eine ganz andere Frage: Steckt nicht in jeder Krise auch eine Chance? Das versuchen die Frauen gemeinsam zu ergründen, mit viel Humor und Spaß am Leben.“

Höreindruck
Ich glaube, ich bin an dieses Hörbuch einfach mit den falschen Erwartungen rangegangen und daher auch enttäuscht worden. Da ich so viel Gutes um die Reihe um Christine gehört hatte, wollte ich daher mit dem ersten Buch anfangen. Ich dachte, ich bekomme eine lustige und spritzige Geschichte rund um die 40jährige Christine, doch leider fand ich das eher traurige Thema auch traurig und langatmig mit fragwürdiger Message umgesetzt.

Die Idee, was eine Frau um die 40 macht, wenn sie plötzlich von ihrem langjährigen Ehemann verlassen wird, ist zwar nicht neu, dennoch aber reizvoll. Die Umsetzung dagegen hat mir gar nicht gefallen – da fehlte mir der versprochene Witz und Esprit. Zwar stehen ganz viele Freundinnen – die ich nachher kaum noch auseinander halten konnte, weil es zum einen zu viele, zum andere sehr platt gezeichnete Frauen waren – zur Seite, doch die Bewältigung scheint vor allem im Geldausgeben und Partymachen zu bestehen. Christine selber fand ich zunächst noch sehr sympathisch und glaubwürdig, ich habe ihren Kummer verstanden und auch ein bisschen mit ihr gelitten. Doch wie sie sich dann weiterentwickelt, war mir einfach fremd und mein Interesse an der Person Christine sank zunehmend. 

Die ganze Geschichte entwickelt sind dann ziemlich klischeehaft weiter und fesseln oder gar unterhalten konnte mich das Hörbuch nicht mehr. Zwar habe ich bis zum Ende durchgehalten, aber nochmal hören oder gar empfehlen würde ich dieses Buch nicht. Einzig positiv fand ich die Sprecherin Katja Riemann, deren Stimme angenehm ist und der ich gerne zugehört habe – dafür gibt es einen halben Stern obendrauf.

Vielleicht versuche ich nochmal eines der letzten Bücher aus der Christine-Reihe, um den Witz zu finden, von dem so viel bei dieser Protagonistin gesprochen wird. Diesem Buch jedoch kann ich nur 2,5 Sterne geben.

Mein Fazit
Nett – nicht mehr und nicht weniger. Eine Geschichte, wie sie das Leben schreibt, jedoch banal und sehr klischeehaft umgesetzt. Ich dachte an ein witziges Hörbuch, bekommen habe ich jedoch eine langatmige und banale Geschichte mit sehr flach gestrickten Charakteren – selbst die Protagonistin Christine war zum Schluss eigentlich ganz egal. Keine gute Voraussetzung für den Beginn einer Reihe, denn die Geschichte um Christine geht ja noch weiter. Von mir bekommt dieses Buch leider nur 2,5 Sterne.


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