[Rezension] Beatriz Williams - "Im Herzen des Sturms"

Beatriz Williams - Im Herzen des Sturms (East-Coast-Reihe #1)
Historischer Roman, Liebesgeschichte

Verlag:  Blanvalet-Verlag
Umschlaggestaltung: www.buerosued.de
Umschlagmotiv: Arcangel images/Evelina Kremsdorf; Trevillion Images/Jill Battaglia
ISBN-13: 978-3-442-38315-3
Seiten: 446 Seiten
Erschienen: 17. Juni 2014

Buchrückentext 
„New York, 1931. Lily Dane begleitet ihre selbstbewusste beste Freundin Budgie Byrne zu einem Football-Spiel, bei dem sich die junge High Society trifft. Dabei lernt Lily den gutaussehenden Quaterback Nick Greenwald kennen, in den sie sich sofort verliebt. Er erwidert ihre Gefühle, und gegen den Widerstand ihrer Familien, denn Nick ist jüdischen Glaubens, versprechen sie sich ihre Liebe.
Rhode Island, 1938. Wie jedes Jahr verbringt Lily den Sommer im Strandhaus ihrer Familie im Örtchen Seaview. Doch ein Sturm kündigt sich an: Auch Budgie kehrt nach Jahren dorthin zurück – gemeinsam mit ihrem Ehemann Nick Greenwald …“

Meine Meinung
Ich habe dieses Buch gerne gelesen, denn es hat mich entführt in eine andere Welt und mich das Hier und Jetzt vergessen lassen. Zwar ist die Idee der Geschichte nicht ganz neu, aber sie wurde gut umgesetzt und in eine interessante Umgebung gelegt. Gerade das Örtchen Seaview auf Rhode Island mit seinen Strandhäusern konnte ich mir gut vorstellen, die Hitze spüren und das Meer rauschen hören. Was mir nur ein bisschen gefehlt hat, ist ein „historisches Gefühl“, das ist bei mir nicht aufgekommen – und hätte vor den Kapiteln nicht die Jahreszahl gestanden, hätte ich mich weder im Jahre 1931 noch im Jahre 1938 gefühlt. Denn das sind die zwei Zweitebenen, in denen das Buch spielt: im Jahre 1931 lernen die beiden Freundinnen Lily Dane und Budgie Byrne die beiden Football-Spieler Nick und Graham in New York kennen, im Jahre 1938 treffen sich die vier in Seaview unerwartet wieder. Obwohl die beiden Zeitebenen sehr eng beieinander liegen, konnte ich mich jeweils gut in die verschiedenen Handlungsstränge einfinden, sicherlich auch, weil die Zeitebenen kapitelweise wechselten und jeweils das Jahr, in dem es spielt, vorgestellt ist. Die Kapitellänge war sehr angenehm, auch der Schreibstil leicht und flüssig zu lesen. 

Die Charaktere sind zwar gut ausgearbeitet, aber leider auch sehr klischeehaft. Schnell weiß man, wer „der Gute“ und wer „der Böse“ ist, das macht sie aber nicht unsympathisch, sondern schafft einen interessanten Plot. Gerade Lily scheint immer sehr lieb und gerecht, dennoch mochte ich sie gerne – wie sie mit ihrer Schwester Kiki umgeht, sich um sie sorgt und bemüht, zeigt ihren liebenswerten Charakter. Warum sie gerade mit der selbstbewussten und eher egoistischen Budgie so eng befreundet ist, habe ich nicht verstanden, denn Budgie scheint das genaue Gegenteil von Lily zu sein. Doch im Laufe der Geschichte versteht man dann auch diese Verbindung.

Der Einstieg in die Geschichte ist gut gelungen, man lernt die wichtigsten Charaktere kennen und fiebert mit Ihnen mit, in der Mitte des Buches gab es für mich leider einigen Längen, die aber im letzten Drittel komplett wett gemacht werden. Hier wird die Geschichte sehr spannend und dramatisch – und das Buch zu einem wahren Pageturner.

Mein Fazit
Ein schöner Sommerroman, der einen nach Rhode Island und New York entführt mit sympathischen, wenn auch eher einfach gestrickten Charakteren. Das Buch lässt sich leicht und angenehm lesen und die Längen im Mittelteil sind bei der Spannung im letzten Drittel des Buches auch rasch wieder vergessen. Ich habe mich in der Geschichte wohlgefühlt – kein Buch, das lange nachhallt, aber eines, das mich gut unterhalten konnte – daher von meiner Seite 4 Sterne. 

East-Coast-Reihe
1. Im Herzen des Sturms
2. Das geheime Leben der Violet Grant
3. Träume wie Sand und Meer

Vielen Dank an den Blanvalet-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars,

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