[Rezension] Jonas Jonasson - "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand"

Jonas Jonasson - Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand
Gegenwartsliteratur

Verlag: der Hörverlag
Cover: Covergestaltung nach einer Vorlage von © Semper Smile München unter Verwendung eines Motivs von istock / Oliver Blondeau und historischem Material
ISBN-13: 978-3-86717-956-0
Dauer: 6 CDs, 453 min.
Erschienen: 13. Mai 2013
Sprecher: Otto Sander  

Zum Inhalt 
Der 100jährige Allan Karlsson lebt im Altenheim, hat jedoch keinen Bock auf seine eigene Geburtstagsfeier, klettert aus dem Fenster und macht sie aus dem Staub. Während Bürgermeister und Polizei nach ihm suchen, kommt Allan immer weiter voran durchs Land, erlebt merkwürdige Dinge und lernt skurrile Menschen kennen – so, wie es eigentlich sein ganzes Leben schon gewesen ist. 

Meine Meinung
Lange habe ich das Buch nicht gelesen und der Grund ist der, dass mich der Klappentext einfach nicht angesprochen hat. Auch wenn andere von der Geschichte erzählten und schwärmten – mich konnte das nicht so begeistern. Um aber endlich zu wissen, worum es eigentlich wirklich geht, habe ich zu dieser Lesung gegriffen. Und letztlich hat sich für mich bestätigt, was ich schon ahnte – mich konnte der Roman nicht begeistern (was ihn ja nicht zu einem Schlechten macht!).

Es beginnt witzig und irgendwie mochte ich sogar den schrulligen Alten, der vom Altenheim genug hat und sich aus dem Staub macht. Doch meine anfängliche Sympathie ging zunehmend verloren, je mehr ich Allan kennenlernte. Denn die Geschichte spielt nicht nur jetzt, wo Allan als Greis durchs Land zieht, sondern in Rückblenden wird seine ganze Lebensgeschichte erzählt. Seine größten Interessen sind Sprengstoff und Schnaps, so gleitet er durchs Leben, lernt die Großen der Welt- und Kriegsgeschichte kennen und beeinflusst natürlich wie durch Zufall Kriege und Revolten, obwohl er sich eigentlich so gar nicht für die Politik interessiert. 

Mir war das leider zu flach und wirklich lustig fand ich das auch nicht. So wunderte mich dann auch nicht, dass seine Reise als Greis in Skurrilitäten endet, Menschen sterben, weil sie in der Kühlkammer vergessen werden oder ein Elefant sich auf sie setzt. Je mehr ich Allan kennenlernt, desto unsympathischer wurde er mir – zuletzt blieb für mich nichts als ein gefühlskalter Egomane.

Der Sprecher Otto Sander war wirklich gut gewählt. Zunächst war ich da noch skeptisch, denn er trägt die Geschichte sehr distanziert und trocken vor. Doch gerade das hat den eigenen und wirklich schrulligen Charakter Allans noch verstärkt.

Mein Fazit
Ich mochte einfach den Protagonisten nicht und der Humor war mir zu schwarz. Obwohl gut vorgetragen von Otto Sander war ich dann froh, als das Hörbuch endlich vorbei war. Dabei hätte die Idee viel Potential gehabt. Mich konnte der Hundertjährige leider nicht fesseln, von meiner Seite daher nur 3 Sterne. 


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