[Rezension] Elisabeth Büchle – "Hoffnung eines neuen Tages"

Elisabeth Büchle – Hoffnung eines neuen Tages (Meindorff-Saga #3)
Historischer Roman

Verlag: Gerth Medien
Umschlaggestaltung: Hanni Plato
Umschlagabbildung: shutterstock
ISBN 13: 978-3-865-91927-4
Seiten: 479 Seiten
Erschienen: 10. März 2014

Buchrückentext
„Während der Erste Weltkrieg seinen unheilvollen Lauf nimmt, versucht die junge Demy in Berlin weiter unermüdlich, sich und ihre Schützlinge durch die schwere Zeit zu bringen. Als sie unter der Last zusammenzubrechen droht, steht ihr Philippe Meindorff unverhofft zur Seite. Doch dann erhält die Familie eine niederschmetternde Nachricht, die alles erneut ins Wanken bringt ... 
Anki und Robert geraten in Petrograd in die Unruhen der Februarrevolution und müssen mit den vier Fürstenkindern fliehen. Bei dem fast aussichtslosen Versuch, nach Berlin zu entkommen, wird die Schicksalsgemeinschaft auseinandergerissen. Wird das nahe Kriegsende alle wieder zusammenführen?“

Meine Meinung
Dies ist der Abschlussband der Meindorff-Saga und aus meiner Sicht macht es nur Sinn, diesen zu lesen, wenn man auch die beiden Vorgänger kennt. Denn das Buch geht genau da weiter, wo das letzte geendet ist – und natürlich trifft man in diesem Band alle schon bekannten Charaktere wieder.

Die Geschichte spielt über einen Zeitraum von gut zwei Jahren, gegen Ende des ersten Weltkriegs. Vom Ende des Krieges ist nicht viel zu spüren, denn es wird noch hart gekämpft – die Meindorff-Söhne an der Front, Demy in Berlin und ihre Schwester in Russland. 

Obwohl in diesem Teil wirklich viel passiert und die Schauplätze häufig wechseln, konnte mich die Geschichte nicht richtig fesseln. Ich habe mich die ganze Zeit wie ein Außenstehender gefühlt und nicht als Teil der Geschichte, so dass ich auch nicht richtig mit gefiebert habe. Dabei hatte die Geschichte wirklich Potential und viel zu bieten: das Kriegsgeschehen an der Front, die Flucht aus Russland, aber auch Verlust und Trauer, sowie Liebe und Freundschaft, und selbst ein persönlicher Rachefeldzug fehlt nicht. Trotzdem war ich nicht richtig eingesogen in die Geschichte – vielleicht weil mich die Liebesgeschichte hier doch sehr gestört hat, zumal ich den plötzlichen Sinneswandel der Betroffenen nicht verstanden habe. 

Die Entwicklung der einzelnen Erzählstränge hat mich an einigen Stellen überraschen können und nicht alles ist wirklich vorhersehbar gewesen – dadurch wirkte die Geschichte authentisch und glaubhaft, auch wenn es dabei natürlich einige sehr traurige Szenen gab. Manche Charaktere haben mich in ihren Entscheidungen wirklich überrascht und niemals hätte ich an eine solche Entwicklung gedacht – ohne zu viel zu verraten, ich denke da an Edith und Demy. 

Nach und nach laufen die Handlungsstränge wieder zusammen und ergeben am Ende ein großes Ganzes – leider aber sind doch einige Fragen offen geblieben und das fand ich sehr schade. Denn eigentlich sollte der Abschluss einer Trilogie da doch Antworten auf alle Fragen geben und nicht so vieles offen halten – oder sollte es vielleicht doch noch eine Fortführung der Saga geben?

So richtig begeistern konnte mich dieser Abschlussband leider nicht, auch wenn er wieder flüssig geschrieben war. Schade, denn nachdem mir der zweite Teil ja so gut gefallen hatte, war ich sehr neugierig auf diesen. Leider aber hat die Autorin es nicht geschafft, mich richtig zu fesseln, so dass ich 3,5 von 5 Sternen vergebe. 

Mein Fazit
Obwohl in diesem Band wirklich viel passiert, konnten mich die verschiedenen Handlungsstränge leider nicht richtig packen. Am Ende laufen sie dann zusammen, trotzdem aber bleiben viele Fragen offen – dafür hat die Autorin an Überraschungen nicht gespart und vieles war so nicht vorherzusehen. Obwohl auch dieser Band wieder flüssig geschrieben war, hat er mich nicht richtig fesseln können, so dass ich 3,5 von 5 Sternen vergebe.

Meindorff-Saga
1. Himmel über fremdem Land
2. Sturmwolken am Horizont
3. Hoffnung eines neuen Tages


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