[Rezension] Patricia Koelle – "Der Horizont in deinen Augen"

Patricia Koelle – Der Horizont in deinen Augen (Ostsee-Trilogie #3)
Roman

Verlag: Fischer-Verlag
Umschlaggestaltung: www.buerosued.de
Umschlagabbildung: www.buerosued.de
ISBN 13: 978-3-596-03298-3
Seiten: 592 Seiten
Erschienen: 23. Juni 2016

Buchrückentext
„Die junge Architektin Ylvi erfährt beim Tod ihrer Mutter ein lange gehütetes Geheimnis. Sie will sich ihrer Herkunft stellen, doch dazu muss sie zurück in das Land ihrer gescheiterten Ehe und ihrer verlorenen Liebe, nach der sie sich immer noch sehnt. Auf den Spuren ihrer Vergangenheit reist sie nach Ahrenshoop an der Ostsee. Ein kleines Bernsteinschiff weist ihr den Weg…“

Meine Meinung
Dies ist der dritte Teil der Ostsee-Trilogie und der hat mir wieder besser gefallen als der Vorgänger, auch wenn er nicht ganz an den ersten Band herankommt – auf jeden Fall habe ich mich im Buch wieder sehr wohl gefühlt, auch weil er die Trilogie zu einem schönen Abschluss bringt. Man kann diesen Band auch unabhängig von den anderen lesen, dann aber bleiben einem viele „Aha-Erlebnisse“ vorenthalten; kennt man dagegen die beiden Vorgänger, dann schließt sich der Kreis und alles ist in sich schlüssig und alle Fragen sind geklärt.

Es gibt in diesem Buch mehrere Zeitebenen, in denen die Geschichte spielt, und diesmal sind es Myra und Ylvi, die im Mittelpunkt stehen. Myra kennt man ja schon aus den ersten Bänden und ich habe mich sehr gefreut, nun endlich mehr über diese eigentümliche, aber auch bemerkenswerte Frau zu erfahren und zu verfolgen, wie sich der Kreis um ihr Leben schließt und sich alles aufklärt. Myras Geschichte wird beginnend in der 1940er-Jahren erzählt und endet schließlich in der Gegenwart.

Ylva ist dagegen ein neuer Charakter und sie mochte ich von Anfang an. Ihre Geschichte beginnt in den 1980er-Jahren in Berlin und endet dann in Ahrenshoop in der Gegenwart – was ihr dazwischen alles passiert und was sie an die Ostsee getrieben hat, erzähle ich natürlich nicht, das muss man beim Lesen selbst herausfinden. Ylva habe ich sehr gemocht und so habe ich sie auf ihrer Reise in die Vergangenheit auch gerne begleitet. Auch ihr Erzählstrang hat mir sehr gut gefallen, noch schöner war es natürlich, als sich die beiden Erzählstränge von Myra und Ylvi an der Ostsee verknüpfen und man dort viele alte Bekannte aus Band eins und zwei wiederfindet.

Der Schreibstil ist wieder einmal toll und hat mich sofort eintauchen lassen in die Geschichte. Es ist einfach ein Wohlfühlbuch, das zum Träumen einlädt und den Leser an schöne Orte entführt. Lediglich am Schluss gab es für mich dann doch einige Passagen, die ein wenig zu kitschig waren und bei denen sich für mich das Mystische zu sehr in den Vordergrund drängt – das aber ist Geschmackssache, und letztlich spreche ich dennoch eine Leseempfehlung aus und gebe diesem Band der wundervollen Ostsee-Trilogie 4 von 5 Sternen.

Mein Fazit
Ein schöner Abschluss der Ostsee-Trilogie, der wieder zum Träumen und Abtauchen einlädt und am Ende alle Erzählstränge – auch die aus Band eins und zwei – verknüpft und zu einem schönen Ende bringt. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm, die Charaktere sympathisch; um in den vollen Genuss der Geschichte zu kommen, sollte man aber die ersten beiden Bände gelesen haben, aber auch als Einzelband funktioniert dieses Buch. Ich gebe ihm 4 von 5 Sternen und empfehle die Ostsee-Trilogie gerne weiter.

Ostsee-Trilogie
1. Das Meer in deinem Namen
2. Das Licht in deiner Stimme
3. Der Horizont in deinen Augen


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