[Leseeindruck] Simone van der Vlugt - Sandrine - "Eine Liebe in den Zeiten der Revolution"

Simone van der Vlugt - Sandrine - Eine Liebe in den Zeiten der Revolution
Historischer Jugendroman

Verlag: cbt-Verlag
Umschlaggestaltung: init.büro für gestaltung, Bielefeld
Umschlagabbildung: AKG, Berlin
ISBN 13: 978-3-570-30062-6
Seiten: 224 Seiten
Erschienen: Dezember 2002
Originaltitel: „De guillotine“
Übersetzer: Siegfried Mrotzek

Zum Inhalt
Paris, 1789: Eine junge Adlige auf der Flucht vor den Jakobinern - nur knapp entkommt Sandrine dem Tod durch die Guillotine. Sie findet Unterschlupf bei einer Schusterfamilie, doch sicher kann sie auch hier nicht sein, denn überall lauert die Gefahr, entdeckt zu werden. Als Sandrine sich in einen jungen Mann verliebt, fühlt sie sich zunächst sicher, doch dann ändert sich plötzlich alles.

Meine Meinung
Ich habe bereits einen historischen Jugendroman von Simone van der Vlugt gelesen, der mir auch gut gefallen hatte, daher war ich neugierig auf diese Geschichte. Diesmal aber wurde ich leider etwas enttäuscht – sicherlich auch, weil der Klappentext schon die ganze Geschichte verrät; ich kann nur raten, diesen nicht zu lesen denn dann ist die Enttäuschung vorprogrammiert.

Leider habe ich die ganze Geschichte als sehr langatmig empfunden – es gibt zwar immer wieder kleine Höhepunkte, wo dann auch mal Spannung auftritt, aber diese hält immer nur wenige Seiten, dann rauscht sie wieder ab, und die Geschichte dümpelt leise vor sich hin. 

Es war zwar schön, viel über das Alltagsleben zur Zeit der Französischen Revolution zu lesen und das auch in verschiedenen gesellschaftlichen Schichten, ich aber hätte mir ein wenig mehr Spannung gewünscht – und das Potential dazu hätte ich die Geschichte reichlich gehabt. 

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sie leicht lesen – so werden auch Jugendliche kein Problem mit dem Stil haben ; er passt sich sehr gut an die damalige Zeit an, ist nicht zu modern geraten und bleibt dennoch gut lesbar. Beschreibungen gibt es sehr viele, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte, gerade aber die Beschreibungen des Alltagsgeschehen waren mir zu ausschweifend – so interessant sie waren, hätte ich sie mir doch ein wenig kompakter gewünscht.

Die Charaktere sind leider etwas zu blass geblieben, gerader auch die Protagonisten waren mir zwar nicht unsympathisch, aber leider doch bis zum Schluss noch fremd. Ich habe mit ihnen einfach nicht gefiebert und konnte mich auch nur schwer in die hineinversetzen, weil sie mir einfach nicht nahe standen.

Insgesamt hat mich diese Geschichte der Autorin leider nicht überzeugt, weil sie langatmig war und es nur wenige Höhepunkte bot, dabei hatte die Geschichte sehr viel Potential. Ich kann leider nur knappe 3 von 5 Sternen geben und es daher leider auch nur bedingt empfehlen.


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