[Rezension] Susann Pásztor - "Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts"

Susann Pásztor - Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts
Frauenroman

Verlag: Argon Verlag
ISBN 13: 978-3-839-81288-4
Dauer: ungekürzt, 415 Minuten
Erschienen: 22. August 2013
Sprecher:  Vera Teltz

Zum Inhalt
„Das Schweigewochenende, das Mila auf Anraten ihrer Therapeutin besucht, wird zu einer echten Herausforderung: seltsame Menschen, die man nur stumm betrachten kann, unbequeme Sitzpositionen, exotische Anleitungen. Dazu die Stille, die so viele unerwünschte Einsichten bereithält. Und dann noch dieser Simon, der Mila überredet, ihn nach dem Seminar ein Stück mit dem Auto mitzunehmen. Dass die Stille sie direkt in ein Hotelzimmer führen würde, haben die beiden nicht erwartet. Sie verbringen dort drei leidenschaftliche Tage und Nächte, begegnen sich mit rückhaltloser Offenheit und lassen sich ganz aufeinander ein. Und als sie sich so nah gekommen sind wie niemandem zuvor, beschließen sie, für immer auseinanderzugehen.“ (Quelle: Verlagsseite)

Meine Meinung
Ich hatte Lust auf einen locker leichten Frauenroman und die Hörprobe klang auch sehr unterhaltsam. Das erste Drittel hat dann auch gehalten, was ich mich erhofft hatte, dann aber verändert sich die Stimmung und Atmosphäre in der Geschichte – und das hat mir dann nicht mehr so gut gefallen.

Die Geschichte gliedert sich in drei Teile – im ersten erzählt Mila von ihren Erfahrungen und Gedanken im Schweigeseminar, im zweiten steht die intensive, aber kurze Zeit mit Simon im Mittelpunkt, im dritten dann die Suche nach ihm, nachdem sie sich eigentlich für immer voneinander verabschiedet hatten. 

Den ersten Teil fand ich richtig witzig und hier hat die Autorin mich wirklich zum schmunzeln gebracht. Mila tut sich sehr schwer in dem Schweigeseminar – und genau das beschreibt sie auch, auf eine lustige und humorvolle Art und Weise. In den beiden nachfolgenden Teilen wird die Geschichte vom Thema her dann ernster und der humorige Schreibstil verliert sich auch, aber leider hat mir die Tiefe gefehlt und die Stimmung und Atmosphäre, die erst Simon und Mila, dann Mila alleine umgibt, war nicht gut eingefangen. Ein heiterer Frauenroman war es auf jeden Fall nicht mehr, zu einer ernsthaften Geschichte hat mir dann aber die Tiefe gefehlt. 

Mila mochte ich ganz gerne, auch wenn ich ihre Verhaltensweise und ihre Handlungen nicht immer gut verstanden habe und selber sicher anders handeln würde. Simon ist neben ihr deutlich blasser geblieben, zu ihm habe ich eigentlich keine Meinung – er war mir weder sympathisch noch unsympathisch, den Reiz aber, den er auf Mila ausgeübt hat, habe ich leider nicht spüren können, schade.

Der Schreibstil ist im ersten Teil locker und frech, lustig und ich musste viel schmunzeln. Das verliert sich leider in den beiden weiteren Teilen – zwar ist er immer noch locker und flüssig zu lesen/hören, passt aber nicht mehr zu den eher ernsten Themen.

Die Sprecherin Vera Teltz kannte ich noch nicht, sie hat mir aber gut gefallen und ich mochte ihre Stimmfarbe. Trotzdem kann ich dem Hörbuch insgesamt leider nur 3 von 5 Sternen geben.

Mein Fazit
Ich hatte gedacht, es handelt sich bei dieser Geschichte um einen locker leichten Frauenroman – und im ersten Teil habe ich auch genau das bekommen. Dann aber entwickelt sich die Geschichte in eine ganz andere Richtung, wird ernster, ohne jedoch eine ausreichende Tiefe zu erreichen. Deshalb konnte mich die zweite Hälfte des Buches dann nicht mehr überzeugen, so dass ich 3 von 5 Sternen vergebe.


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