[Höreindruck] Jenny Colgan - "Die kleine Bäckerei am Strandweg"

Jenny Colgan - Die kleine Bäckerei am Strandweg
Roman

Verlag: Osterwold
ISBN 13: 978-3-869-52355-2
Dauer: ungekürzt, 604 Minuten
Erschienen: 1.3.2017
Originaltitel: „The Little Beach Street Bakery“
Übersetzer: Sonja Hagemann
Sprecherin:  Vanida Karun

Zum Inhalt
„Es klingt fast zu gut um wahr zu sein – Polly wird ihr Hobby zum Beruf machen, und das in Cornwall, auf einer romantischen Insel mit Männerüberschuss. Genau die richtige Kur für ein leeres Konto und ein gebrochenes Herz. Aber die alte Bäckerei ist eine windschiefe Bruchbude, am Meer kann es sehr kühl sein, und der Empfang, den manche Insulaner ihr bereiten, ist noch viel kälter. Gut, dass Polly Neil hat, einen kleinen Papageientaucher mit gebrochenem Flügel. Doch bald kauft der halbe Ort heimlich ihr wunderbares selbstgebackenes Brot, und als sie Neil fliegen lassen soll, ist sie schon fast heimisch geworden. Nur das mit der Liebe gestaltet sich komplizierter als gedacht ...“ (Quelle: Verlagsseite)

Meine Meinung
Die vielen positiven Rezensionen und meine Lust auf einen leichten Sommerroman haben mich zu diesem Hörbuch greifen lassen, leider aber konnte er mich nicht überzeugen.

Polly ist nach gescheiterter Beziehung und beruflichen Aus auf der Suche nach neuen Zielen. Aus der Not heraus landet sie auf einer kleinen Insel, und schon bald entdeckt sie dort an sich ganz neue Saiten. 

Der Einstieg in die Geschichte hat mir wirklich gut gefallen: man lernt Polly kennen und erfährt von ihren Problemen – was dann ja letztlich dazu führt, dass sie auf der kleinen Insel in Cornwall landet. Polly wirkt anfangs sehr sympathisch und ich habe wirklich mit ihr gelitten bei ihrem beruflichen als auch privaten Untergang. Dann aber fand ich den weiteren Verlauf mit Ankunft auf der Insel irgendwie unglaubwürdig, schon allein die Motivation, die sie dahin treibt, konnte ich nicht richtig glauben. Alles Weitere ist dann sehr vorhersehbar und konnte mich dann auch gar nicht begeistern – mir hat einfach der Charme und Witz gefehlt, Überraschungen und Wendungen oder einfach auf ein spannender Charakter – ich fand die Geschichte leider sehr flach und vor allem lieblos erzählt.

Dabei ist der Schreibstil angenehm und flüssig zu hören. Er ist lebendig, an manchen Stellen aber wirken die Dialoge gestelzt und nicht glaubhaft. Die Sprecherin Vanida Karun konnte das leider auch nicht verbessern, zumal mir ihre Stimmfarbe ein wenig zu hochfrequent war und sie dadurch sehr mädchenhaft wirkte.

Schade – nach einem wirklichen guten Einstieg hat die Geschichte für mich völlig an Reiz verloren, Atmosphäre oder Inselfeeling ist bei mir leider nicht aufgekommen. Die zweite Hälfte fand ich eher langatmig und konnte mich gar nicht fesseln – so kann ich leider nur 2,5 von 5 Sternen vergeben. 


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