[Leseeindruck] Charlotte Link - "Der fremde Gast"

Charlotte Link - Der fremde Gast
Spannungsroman

Verlag: Blanvalet-Verlag
Umschlaggestaltung: © bürosüd°, München
Umschlagmotiv: plainpicture /Arcangel /Roy Bishop
ISBN 13: 978-3-442-37927-9
Seiten: 480 Seiten
Erschienen: 17. April 2012

Buchrückentext
„Rebecca Brandt hat beschlossen, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Nichts kann sie über den Tod ihres Mannes hinwegtrösten. Doch ein unerwarteter Besucher hält sie von ihrem Vorhaben ab, ein alter Freund, der in ihrem einsam gelegenen Haus in Südfrankreich auftaucht und noch dazu zwei Freunde mitbringt: die Studenten Inga und Marius, die ans Meer trampen wollten. Rebecca freundet sich mit den beiden an und überlässt ihnen sogar ihr Boot. Während des Segeltörns kommt es jedoch zu einem furchtbaren Streit, in dessen Verlauf Marius über Bord geht. Er scheint spurlos verschwunden. Kurz darauf erscheint sein Bild in der Zeitung; Er wird im Zusammenhang mit einem grausamen Verbrechen in Deutschland von der Polizei gesucht.“

Meine Meinung
Obwohl der Aufbau des Buches anderen Büchern der Autorin gleicht, hat mich die Geschichte packen können und gefesselt – stetig ist die Spannung angestiegen, um dann in ein überraschendes Finale zu münden.

Es gibt zwei große Erzählstränge – einer spielt in Frankreich, einer in Deutschland. In Frankreich bekommt Rebecca unerwartet Besuch von einem Freund ihres verstorbenen Mannes. Dabei ist noch ein junges Pärchen, das er unterwegs mitgenommen hat, weil sie auf der Suche nach einer Unterkunft waren. Inga und Marius leihen sich Rebeccas Boot für einen Segelausflug, dabei kommt es zu einem furchtbaren Streit und Marius geht über Bord. Zur gleichen Zeit wird in München ein brutal ermordetes Ehepaar in ihrem Haus aufgefunden – doch Spuren gibt es kaum und die Polizei tappt lange im Dunkeln. 

Anfangs verwirren die verschiedenen Handlungsstränge noch, denn man ahnt nicht, wie sie zusammenhängen könnten, doch nach und nach laufen die Fäden zusammen und ergeben dann am Schluss ein großes Ganzes. Dabei gibt es viele Überraschungen und Wendungen, die ich so nicht vermutet hatte, und auch wenn ich dann am Schluss mit meiner Vermutung doch richtig lag, war ich von Ausgang der Geschichte nicht enttäuscht.

Die Charaktere sind an manchen Stellen vielleicht etwas gleichmütig geraten, gerade bei den Frauen hat man den Eindruck, sie sind alle depressiv und die Ehen zerrüttet, trotzdem aber habe ich mit den Figuren gefiebert und vor allem gerätselt, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Da hat sich die Autorin wirklich einiges einfallen lassen und viele – durchaus auch glaubhafte – Überraschungen eingebaut, die mich auf falsche Fährten gelenkt haben. 

Der Schreibstil ist leicht und locker, lässt sich angenehm und schnell lesen. Es gibt viele Dialoge, die das Ganze lebendig machen, so dass die Seiten rasch dahingeflogen sind. Sicher wird mir das Buch nicht lange in Erinnerung bleiben, aber es hat mir kurzweilige Lesestunden geschenkt, so dass ich gerne 4 von 5 Sternen vergebe.

Mein Fazit
Ein spannender und unterhaltsamer Roman, der mit verschiedenen Handlungssträngen aufwartet, die erst völlig unabhängig voneinander erscheinen, dann aber im Laufe der Geschichte zusammenlaufen und schließlich ein großes Ganzes ergeben. Dabei gibt es viele Überraschungen und Wendungen, die die Spannung noch mal erhöht haben. Ein kurzweiliger Roman, der mich gut unterhalten hat – ich gebe 4 von 5 Sternen.


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