[Höreindruck] Stefanie Stahl - "Das Kind in dir muss Heimat finden"

Stefanie Stahl - Das Kind in dir muss Heimat finden
Sachbuch

Verlag: Arkana-Verlag / Kailash-Verlag
ISBN 13: 978-3-442-34700-1 / 978-3-424-63107-4
Seiten: 409 Minuten, 288 Seiten
Erschienen: November 2015 / April 2016
Sprecher: Nina West

Zum Inhalt
„Jeder Mensch sehnt sich danach, angenommen und geliebt zu werden. Im Idealfall entwickeln wir während unserer Kindheit das nötige Selbst- und Urvertrauen, das uns als Erwachsene durchs Leben trägt. Doch auch die erfahrenen Kränkungen prägen sich ein und bestimmen unbewusst unser gesamtes Beziehungsleben.“ (Quelle: Verlagsseite)

Meine Meinung
Es kommt selten vor, dass ich sowohl das Hörbuch höre als auch das Buch dazu lese – bei diesem Sachbuch habe ich das gemacht, weil jedes Medium hier für mich seine Vorteile hatte, die ich gerne nutzen wollte.

In diesem Buch geht es vor allem um das innere Kind, die Beschäftigung mit der eigenen Vergangenheit, die eben doch nicht einfach vorbei ist, bloß weil man älter geworden ist. Mit gut verständlichen Sätzen erklärt die Autorin, was sich eigentlich hinter dem Schatten- und Sonnenkind verbirgt – und auch wenn nicht alles ganz neu für mich war, fand ich diese Erklärungen doch sehr hilfreich. Gerade diese erklärenden Abschnitte habe ich aber lieber gehört als sie zu lesen, vielleicht auch weil mir die Stimme der Sprecherin Nina West gefallen hat und ich mich durch sie tatsächlich auch angesprochen gefühlt habe. Immer wieder aber gibt es im Buch auch Übungen, die dem Leser/Hörer das eigene innere Kind näher bringen sollen. Bei den Übungen war mir das Buch dann lieber als das Hörbuch, einfach weil ich mich mehr drauf einlassen konnte und ich mich beim Lesen tatsächlich auch mit mir beschäftigt habe und die Übungen dann auch durchgeführt habe – ich konnte zurückblättern, wenn mal etwas unklar war oder die Aufgabe noch mal lesen wollte – beim Hörbuch ist das nicht so leicht möglich, deshalb hab ich die Übungen dann mit dem Buch gemacht.

Stefanie Stahl kann wunderbar erklären und wenn man ihren Erklärungen lauscht oder sie liest, scheint alles ganz einfach und logisch – auch ihre Übungen scheinen zunächst einfach und laden tatsächlich ein, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Leider könnte so aber auch der Eindruck entstehen, dass alle Probleme schnell mal gelöst werden können (so wie es der Klappentext fast schon suggeriert) – und so kann ein Leser vielleicht auch enttäuscht werden, wenn sich eben nicht alles mal schnell lösen lässt. Manche Übungen schienen auch mir zu simpel: Die negativen Glaubenssätze einfach in positive umzuwandeln und damit hat man dann sein Sonnenkind? Oder überhaupt das sich Hineinversetzen in sein Sonnenkind – beides war mir zu einfach gedacht und hat dann in der Umsetzung leider auch nicht „einfach so“ funktioniert. Da braucht es dann doch schon mehr Arbeit – mit sich, an sich und vielleicht auch mit Unterstützung anderer. 

Trotzdem hat mir das Sachbuch wertvolle Hinweise und Impulse gegeben, und immer noch blättere ich in manchen Kapiteln oder erinnere mich an manche Übung. Insofern hat das Buch bei mir schon etwas bewirkt – dass es alle Probleme löst, habe ich sowieso nicht gedacht, aber es gibt wertvolle Anregungen und lädt ein, sich mit seinem inneren Kind zu beschäftigen und im besten Fall auch auszusöhnen; dafür aber braucht es Zeit, und die sollte man sich auch geben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kommentare: