[Rezension] Silvia Stolzenburg – "Das Ende des Teufelsfürsten"

Silvia Stolzenburg – Das Ende des Teufelsfürsten (Teufelsfürst #3)
Historischer Roman

Verlag: Bookspot-Verlag
Umschlaggestaltung und Illustration: Nele Schütz Design, München
ISBN 13: 978-3-956-69065-5
Seiten: 314 Seiten
Erschienen: 30. November 2016

Buchrückentext
„Vlad Draculea lebt! Floarea, deren Familie durch den Woiwoden der Malachau brutal gefoltert und ermordet wurde, ist entsetzt. Unter Hausarrest gestellt, weilt er am Hof des ungarischen Königs Matthias Corvinus. Floarea fasst einen kühnen Plan: Sie wird Vlad Draculea töten – koste es, was es wolle. Was Floarea nicht weiß: auch Carol, ihr Spielkamerad aus Kindertagen und Vlads Sohn, ist seinem Vater auf der Spur, um den gewaltsamen Tod seiner Mutter zu rächen. Verfolgt von den Soldaten des Sultans, von dessen Hof er geflohen ist, macht Carol auf zu einer Suche, an deren Ende die schwierigste Entscheidung seines Lebens auf ihn wartet.“

Meine Meinung
Dies ist der dritte Band der Reihe um Vlad Draculea und es ist sicher hilfreich, die beiden Vorgängerbände auch gelesen zu haben – ich habe es nicht getan und bin trotzdem wunderbar in die Geschichte reingekommen - und habe sie auch sehr genossen.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Floarea, ein junges Mädchen, dessen Familie durch Vlad Draculea grausam ermordet worden ist und das seitdem bei ihrer Tante lebt. Durch glückliche Umstände wird Floarea Vorleserin am Hof der Königin und ihr Leben scheint sich zu beruhigen – bis sie erfährt, dass Vlad Draculea am Leben ist und sie ihre Rachegedanken nicht mehr loslassen.

Obwohl ich die Vorgängerbände nicht kannte, bin ich wirklich sehr gut in die Geschichte reingekommen und habe auch zwischendrin nie das Gefühl gehabt, irgendetwas nicht einordnen zu können, was vielleicht in den Vorbänden passiert ist. Dafür hat die Autorin einfach zu gut Vergangenes wieder aufgegriffen und erläutert, ohne dass es dabei aber zu langatmigen Schilderungen gekommen wäre. Überhaupt ist mir der angenehm zu lesende und sehr lebendige Schreibstil positiv aufgefallen – es gibt viele Dialoge, so dass man sich als Leser richtig in die Geschichte aufgenommen fühlt, dazu natürlich auch Beschreibungen der damaligen Umstände, die aber nie langweilig wurden – und insgesamt ist der Schreibstil einfach wunderbar flüssig und angenehm zu lesen.

Die meisten Charaktere sind auch schon in den Vorbänden aufgetreten, so dass sie hier nur noch grob vorgestellt wurden, trotzdem aber waren sie fein gezeichnet und mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet. Gerade Floarea konnte ich gar nicht anders, als sie sofort ins Herz schließen mit ihrer liebenswerten und besorgten Art. Ihr ist böse mitgespielt worden - wobei in diesem Band nur wenig darauf eingegangen wird, was genau passierte – so dass sie mir sehr leid getan hat, aber ihren Mut wiederum habe ich bewundert, so dass ich sie bei ihren Racheplänen gerne begleitet habe. Aber auch Vlad Draculea hat mich als Figur sehr begeistert, weil er so ambivalent dargestellt wird und er viele verschiedene Facetten bietet, das hat ihn als Charakter sehr interessant gemacht – jetzt bin ich richtig neugierig auf die beiden Vorbände, die ich unbedingt noch lesen möchte.  

Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und wurde von Seite zu Seite spannender. Das lag auch an den verschiedenen Handlungssträngen, die erst parallel laufen und erst gegen Ende dann zu einem Strang werden. Die Spannungskurve steigt stetig, und gerade im letzten Drittel ist es mir schwer gefallen, das Buch zur Seite zu legen. Nur das Ende hat mich ein wenig enttäuscht, da lag aber einfach an den falschen Erwartungen von mir, wie sich nach Lesen des aufschlussreichen Nachwortes herausstellte. Insgesamt hat mich das Buch aber gut unterhaltern und ich gebe ihm 4 von 5 Sternen. 

Mein Fazit
Auch wenn man die ersten beiden Bände der Trilogie um Vlad Draculea nicht kennt, kann man dieses Buch gut verstehen und die Geschichte genießen. Bestimmt aber macht die Lektüre nochmal mehr Spaß, wenn man die Vorgänger-Bände schon gelesen hat. Die Charaktere sind gut gezeichnet, der Schreibstil sehr lebendig und flüssig zu lesen, vor allem aber der stetig steigende Spannungsbogen macht das Buch zu einem richtigen Pageturner. Mir hat es sehr gut gefallen und ich gebe ihm 4 von 5 Sternen.

Teufelsfürst-Trilogie
1. Der Teufelsfürst
2. Das Reich des Teufelsfürsten
3. Das Ende des Teufelsfürsten


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kommentare: