[Leseeindruck] Iny Lorentz - "Die Ketzerbraut"

Iny Lorentz - Die Ketzerbraut
Historischer Roman

Verlag: Knaur-Verlag
Umschlaggestaltung: ZERO Werbeagentur, München
Umschlagabbildung: Bridgeman Art Library
ISBN 13: 978-3-426-66244-1
Seiten: 719 Seziten
Erschienen: 22. Oktober 2010
Sprecherin: Anuk Ens

Buchrückentext
„München zu Beginn des 16. Jahrhunderts: Die schöne Bürgerstochter Veva soll heiraten – doch der Mann, den ihr Vater für sie bestimmt hat, ist als Pfaffenfeind und Weiberheld berühmt und berüchtigt. Veva ist entsetzt über die Entscheidung ihres Vaters, aber welche Wahl hat ein Mädchen, das als »beschädigte Ware« gilt?“

Meine Meinung
Ich habe schon einiges von dem Autorenduo Iny Lorentz gelesen und wusste daher, was mich erwartet – und tatsächlich bietet „Die Ketzerbraut“ wenig neues, dafür nette Unterhaltung in historischem Gewand, ein Buch, bei dem man nicht viel mitdenken muss, sondern bei dem man sich berieseln lassen kann und was abends zum Abschalten bestens geeignet ist.

Wieder wird das Thema geschändete Frau aufgegriffen, es gibt Räuber und Überfälle, Intrigen und Hass, Liebe und Leidenschaft und schließlich auch ein wenig religiöse Streitereien -  doch wenn ich ehrlich bin, hat der Inhalt bei mir nicht lange nachgehallt und ist schon jetzt fast wieder in Vergessenheit geraten. Das Buch liefert gute Unterhaltung für Zwischendurch – das habe ich erwartet und auch bekommen.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und leicht zu lesen, die Charaktere wirken etwas klischeehaft, sind mir aber dennoch nicht unsympathisch. Auch wenn Veva etwas flach gestaltet ist, mochte ich sie ganz gerne, mehr noch aber ihren Gemahl Ernst Rickinger, der zunächst als Bösewicht dargestellt ist, sich dann aber doch in eine ganz andere Richtung entwickelt. Ansonsten sind die Bösen böse und die Guten gut. 

Das klingt jetzt alles negativer als es tatsächlich war – wer mal in das historische Genre reinschnuppern will und keine Angst vor vielen Seiten hat, ist mit diesem Buch sicherlich gut bedient - weil es gut unterhält ohne viel Anspruch und man schöne Einblicke in das damalige Leben erhält. Denn das schafft Iny Lorentz immer wieder – mich in eine andere Welt und Zeit zu entführen. Diesem Buch gebe ich 3 von 5 Sternen und werde sicherlich wieder zu einem Buch des Autorenduos greifen, wenn ich einfach nur leichte historische Unterhaltung haben will.


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