[Rezension] Markus Zusak - "Die Bücherdiebin"

Markus Zusak - Die Bücherdiebin
Historischer Roman

Verlag: Random House Audio
Umschlaggestaltung: in Anlehnung an die Taschenbuchausgabe; Hilden Design, München, nach einer Vorlage von Claire Ward / TW
Umschlagillustration: © Finn Campbell Notman / www.dutchuncle.co.uk
ISBN-13: 978-3866048256
Dauer: 6 CDs, 459 min.
Erschienen: 27. Februar 2008
Sprecher: Boris Aljinovic

Zum Inhalt 
„Liesel lebt während des Zweiten Weltkrieges bei Pflegeeltern in der Himmelstraße in Molching, wo sie die Juden nach Dachau ziehen sieht und die Bombennächte über München erleidet. Das Mädchen überlebt, weil der Tod – in dieser Zeit beschäftigter denn je und Erzähler dieses außergewöhnlichen Romans – Liesel in sein Herz geschlossen hat. Sie und die Menschen aus der Himmelstraße.“ (Quelle: randomhouse.de/Hoerbuch/)

Meine Meinung
Dies ist wieder eines der Hörbücher, wo ich nicht weiß, ob es wirklich die Geschichte selber ist, die mich nicht fesseln konnte oder aber ob es an den Kürzungen liegt, die gemacht worden sind, um den dicken Schmöker auf sechs CDs zu packen.

Dabei klingt die Geschichte so toll und natürlich hatte auch ich schon viele gute Rezensionen über das Buch gelesen. Aber leider habe ich kaum in die Geschichte rein gefunden – ich fand sie verwirrend und zu sehr in Episoden gehalten. 

Gerade die erste Hälfte hat mir gar nicht gefallen, weder ist mir da die zu Beginn 9jährige Liesel ans Herz gewachsen, noch ihre Pflegeeltern Rosa und Hans Hubermann, die sich ja – wenn auch in einer eher deftigen Art – rührend um sie kümmern. Es tauchen viele verschiedene Personen auf, bei denen ich nicht verstanden habe, welche Rolle sie eigentlich spielen, denn es sind immer nur wenige, sehr kurze Kapitel, in denen ihre Namen auftauchen. 

Erst als dann der Jude Max Vandenburg von den Hubermanns im Keller vor den Nazis versteckt wird – und das passiert erst in der zweiten Hälfte des Hörbuchs – konnte mich die Geschichte packen und berühren. Die Freundschaft, die sich zwischen Liesel und Max entwickelt, als er ihr das Lesen beibringt und nicht nur das, sondern auch noch einiges über das Leben lehrt, Max ruhige und liebenswerte Art, seine wirklich spürbare Angst und sein Lebenshunger, daneben Liesel in ihrer manchmal naiven, manchmal aber auch erwachsene Art – das waren Szenen, die mich wirklich berührten und die mir auch gefallen haben. Nähergekommen sind mir dann auch Hans und Rosa, die ich aber wirklich erst kennenlernen musste, um sie zu mögen, die ich dann aber nicht mehr missen wollte. 

Die zweite Hälfte des Hörbuchs hat mich dann auch fesseln können. Ich wollte wissen, wie es weitergeht und natürlich hat mich das Ende dann – auch wenn ich es geahnt habe – berührt und traurig gemacht. 

Ich glaube, dies ist eine Geschichte, die ich besser hätte lesen sollen. Ich hatte gerade in der ersten Hälfte das Gefühl, es fehlen ganze Passagen und konnte daher irgendwie die verschiedenen Kapitel nicht zusammenbringen. Im Hörbuch waren die zudem noch sehr kurz, so kurz, dass ich mich kaum auf die Personen einlassen konnte, denn nach wenigen Minuten war die Szene auch schon wieder vorbei. Im Nachhinein vermute ich, dass das an den Kürzungen des Hörbuchs liegt und nicht am Schreibstil des Autors.

Der Sprecher Boris Aljinovic hat eine sehr angenehme und vor allem zur Geschichte passende Stimme, ohne die ich in der ersten Hälfte das Hörbuch sicherlich abgebrochen hätte.

Vielleicht sollte ich das Buch beizeiten lesen, um wirklich beurteilen zu können, ob mir die Geschichte in Gänze gefällt – so muss ich leider sagen, dass mich das Hörbuch nicht überzeugen konnte und ich leider nur 3 Sterne vergeben kann.


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