[Rezension] Arno Strobel - "Der Trakt"

Arno Strobel - Der Trakt
Psychothriller

Verlag: Argon Hörbuch
ISBN-13: 978-3-839-89075-2
Dauer: 6 CDs, 423 min.
Erschienen: 5. September 2011
Sprecherin: Tanja Geke

Hörbuchrückentext
„Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall – all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine albtraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen?“

Meine Meinung
Schlecht war das Hörbuch nicht, und dennoch bin ich nicht ganz von der Geschichte überzeugt. Es klingt zunächst wie Altbekanntes: Eine Frau, die nach einem Unfall 2 Monate ihres Lebens vergessen hat und nun auf der Suche nach sich selbst und ihrer Vergangenheit ist. Dabei gerät Sibylle Aurich von einer Gefahr in die nächste, bis sich dann in dem sich lange anbahnenden und dann auch in die Länge ziehenden Finale alles klärt und auflöst. 

Die Protagonistin Sibille war mir einfach nicht sympathisch – zwar ist sie in einer schwierigen Situation, meist aber verhält sie sich naiv und oft auch dumm, ist in vielen Dingen einfach zu gutgläubig und lässt keinen Fettnapf aus. Sie ist aber gut gezeichnet und ihre Gefühlsregungen und ihre Verzweiflung kann man beim Hören wirklich nachvollziehen. An ihrer Seite finden sich dann immer wieder verschiedene Personen, die mal zu den Guten, mal zu den Bösen gehören. Mir war dieses Hin und Her zu viel, mich hat es zwar nicht verwirrt, aber leider auch nicht die Spannung erhöht. Man ahnt als Leser beziehungsweise Hörer, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt und oft habe ich mich über die Naivität von Sibylle nur gewundert. Zum Schluss klärt sich dann die ganze Geschichte, wobei die Auflösung wirklich erschreckend ist und mich auch etwas nachdenklich zurückgelassen hat. 

Die Sprecherin Tanja Geke hat mir gut gefallen. Sie hat nicht nur eine angenehme Stimme, sondern hat auch engagiert und lebendig gelesen und damit das Hörbuch nochmal interessanter gemacht.

Mein Fazit
Ein interessanter Plot, der mich aber leider nicht gefesselt hat. Dazu trägt sicherlich auch die mir unsympathische Protagonistin bei, deren Handeln ich meist nicht verstehen oder nachvollziehen konnte. Das Ende und die Auflösung der Geschichte hat man vielleicht schon erahnen können, dennoch ist es erschreckend und lässt mich auch nachdenklich zurück. Zwar war ich beim Hören ganz gut unterhalten, nochmal jedoch würde ich nicht zu diesem Hörbuch greifen. 


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