[Rezension] Donna W. Cross - "Die Päpstin"

Donna W. Cross - Die Päpstin
Historischer Roman

Verlag: Der Audio-Verlag
Titelfoto: Preuße und Hülpüsch; Grafik-Design nach einem Gemälde von Bernardino Betti
ISBN-13: 978-3-898-13299-2
Dauer: 4 CDs, 308 min.
Erschienen: 27. September 2004
Sprecher: Barbara Rudnik  

Zum Inhalt 
Johanna von Ingelheim ist ein wissbegieriges Kind und nichts wünscht sie sich mehr, als lesen und schreiben zu lernen. Ihr Eifer macht sich bezahlt und auf Umwegen erhält sie die Möglichkeit, die Domschule zu besuchen. Als man sie jedoch verheiraten will, verkleidet Johanna sich als Mönch und pilgert nach Rom. Und hier wird sie bald zum engen Vertrauten des Papstes – bis dieser stirbt und sie selbst als Johannes Angelicus den päpstlichen Thron besteigt.

Höreindruck
Vor vielen Jahren habe ich das Buch „Die Päpstin“ gelesen und war einfach nur begeistert. Jetzt wollte ich die Geschichte noch mal auffrischen und habe dafür zu diesem Hörbuch gegriffen – und es hat sich gelohnt.

Man merkt zwar, dass die Geschichte gehörig gekürzt werden musste, um das über 500 Seiten starke Buch auf 4 CDs zu bringen, dennoch bekommt man einen guten Einblick in das Leben von Johanna von Ingelheim. Vor allem der Einstieg ist sehr gut gelungen, wie sie als Kind das Lesen und Schreiben lernt und wie sie es schafft, an der Domschule als Schülerin angenommen zu werden. Hier ist die Geschichte auch noch sehr ausführlich wiedergegeben. Danach merkt man die Kürzungen leider sehr – rasch wird die weitere Entwicklung von Johanna gezeichnet, wie sie nach Rom pilgert, es schafft, enge Beziehungen zum derzeitigen Papst zu knüpfen und dann nach seinem Tod selbst zur Päpstin wird. Das ging mir ein bisschen zu rasch, dennoch war der Kern der Geschichte gut erfasst und wiedergegeben. Gerade auch Johannas Gefühlswelt, ihre ständige Sorge, erkannt zu werden und letztlich natürlich auch das Problem, mit eigenen Gefühlen umzugehen – das hat das Hörbuch gut erfassen können.

Barbara Rudnik als Sprecherin hat mir leider nicht so gut gefallen, mir hat ihre Stimmfarbe nicht zugesagt. Zwar merkt man, dass sie im Thema und auch emotional bei der Sache ist, dennoch fand ich ihre Stimme wenig begeisternd und oft ohne Elan.

Insgesamt konnte mich das Hörbuch aber gut unterhalten – man merkt zwar die Kürzungen und um in den wahren Genuss der großartigen Geschichte zu kommen, empfehle ich wirklich die Lektüre des Buches – dennoch finde ich die Umsetzung zu diesem Hörbuch gelungen. Wer also das dicke Buch scheut, für den ist dies sicherlich eine gute Alternative.


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