[Rezension] Dani Atkins - "Die Achse meiner Welt"

Dani Atkins - Die Achse meiner Welt
Gegenwartsliteratur

Verlag: Knaur-Verlag 
Umschlaggestaltung: Franzi Bucher, München
Umschlagabbildung: Fotolia; 123RF
ISBN-13: 978-3-426-51539-6
Seiten: 320 Seiten
Erschienen: 1. August 2014

Zum Inhalt 
Rachel ist jung, verliebt und wird in wenigen Wochen ihr langersehntes Studium beginnen. Doch ein schrecklicher Unfall nimmt Rachel alles, was ihr lieb und teuer ist. Und sie hat den Unfall nur überlebt, weil ihr bester Freund Jimmy sie gerettet hat – doch er musste dabei sein Leben lassen. Voller Schuldgefühle zieht Rachel sich in ein Schneckenhaus zurück. Erst fünf Jahre nach dem tragischen Unfall kehrt sie an den Ort des Geschehens zurück. Doch sie kann den Erinnerungen nicht standhalten und bricht zusammen. Als sie dann im Krankenhaus wach wird, ist plötzlich alles anders als zuvor: Rachel ist verlobt, hat einen tollen Job und neben ihrem Bett steht Jimmy …

Meine Meinung
Als ich das Buch in den Händen hielt, war es vor allem das Cover, das mich angesprochen hat. Das tiefe Blau, der Mond und die Frau, tänzelnd auf einem Strich, ihr Schatten dagegen mit Schirm – ich fand das Cover beruhigend und zugleich geheimnisvoll und auch der Klappentext war ein bisschen mystisch.

Ich habe dann etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Dabei liest sich das Buch eigentlich flüssig, der Schreibstil ist einfach und umgangssprachlich, passend zur Geschichte. Irgendwie konnten mich aber die Geschehnisse am Anfang nicht packen. Erst nachdem Rachel im Krankenhaus wach wird und die Erinnerungen ihr ein Schnippchen schlagen, wurde die Geschichte interessant und hat mich fesseln können. 

Das Buch ist geschickt aufgebaut, da man auch als Leser nicht weiß, welche der Erinnerungen Rachels nun eigentlich wahr und welche falsch sind. Und das macht die Geschichte auch so spannend. Man begleitet Rachel auf der Suche nach ihrer eigenen Identität, sie besucht die Orte aus ihrer Erinnerung und die aus ihrem jetzigen Leben – und doch ergibt alles keinen Sinn und lässt sich auch nicht so einfach erklären.

Die Charaktere sind alle sehr gut gezeichnet. Auch wenn ich die Protagonistin Rachel nicht immer in ihrem Verhalten verstanden habe, war sie mir sympathisch. Auf der einen Seite zeigte sie viel Energie, um das Rätsel ihrer verlorenen Erinnerung zu lösen, manches Mal aber hätte ich sie gerne geschüttelt, dass sie sich nicht an allem die Schuld gibt, vor allem nicht an dem Tod ihres Freundes Jimmy. Er ist ein liebenswürdiger Mensch, der sich für Rachel einsetzt, ihr bei der Spurensuche hilft und einfach da ist, wenn sie ihn braucht. Ihn muss man – glaube ich – einfach gerne haben. Im Gegensatz zu Matt, der mir zu oberflächlich und arrogant war und leider auch ein bisschen flach gezeichnet war.

Das Ende hat mich überrascht und auch ein bisschen schockiert – ich hatte einfach mit was ganz anderem gerechnet. Doch es ist schlüssig und hat mich auch noch nachhaltig zum Nachdenken angeregt. Leider sind für mich auch ein paar Fragen offen geblieben – doch mehr kann ich leider zum Ende nicht sagen, denn sonst würde ich einfach zu viel verraten.

Mein Fazit
Das wunderbare Cover des Buches hat mich sofort angesprochen, der Klappentext hat dann meine Neugier zusätzlich geweckt. Nur leider fand ich den Einstieg in die Geschichte etwas hölzern – das hat sich aber schnell gelegt, und ich war im Geschehen angekommen, habe mit Rachel gefiebert und wollte wie sie eine Erklärung für die unterschiedlichen Erinnerungen. Das Ende war ganz anders, als ich gedacht habe und hat mich auch ein bisschen schockiert – doch es ist passiert und gibt dem Roman einen guten Abschluss.


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