[Rezension] Charlotte Link - "Im Tal des Fuchses"

Charlotte Link - Im Tal des Fuchses
Spannungsroman

Verlag: Blanvalet-Verlag
Umschlaggestaltung: © bürosüd, München
Umschlagabbildung: © Corbis/Julian Calverley
ISBN-13: 978-3-442-38259-0
Seiten: 575 Seiten
Erschienen: 11. November 2013

Zum Inhalt 
Vanessa und Matthew nutzen den sonnigen Augusttag für einen Ausflug. Auf einem einsamen Parkplatz machen sie kurz Halt, um mit dem Hund ein paar Schritte spazieren zu gehen. Matthew geht alleine, doch als er zurückkommt ist Vanessa verschwunden. Drei Jahre tappt die Polizei im Dunkeln, eine Leiche wurde nie gefunden, ein Lösegeld nie gefordert. Immer noch in der Hoffnung, dass Vanessa wieder auftaucht, ist für Matthew ein normales Leben kaum möglich. Was er nicht weiß, dass seine Frau zwar entführt wurde, der Entführer jedoch - bevor er eine Lösegeldforderung stellen konnte - wegen eines anderen Deliktes verhaftet wurde. Und Vanessa ist eingesperrt in einer Holzkiste mitten im Wald ihrem Schicksal ausgeliefert. 
Drei Jahre später scheint sich das Verbrechen zu wiederholen – am gleichen Parkplatz verschwindet eine andere Frau, Alexia, und wieder gibt es keine Spur auf einen möglichen Täter… 

Leseeindruck
Erneut ein Buch von Charlotte Link, das mich gefesselt und gut unterhalten hat. Dabei ist die Spannung eher subtilerer Art, nicht wie bei einem klassischen Krimi oder Thriller – es ist eher so, dass man wissen will, wie es weitergeht. Der einfache und sehr eingängige Schreibstil und die angenehme Kapitellänge haben mich dann das Buch auch rasch beenden lassen – obwohl es mit 575 Seiten schon ein dicker Schmöker ist. 

Verwirrt hat mich zu Beginn jedoch der Erzählstil: Wie so oft bei Charlotte Link tauchen in dem Buch viele verschiedene Charaktere auf, die man zunächst nicht eindeutig in Zusammenhang bringen kann. Geschrieben sind die Kapitel aus Sicht dieser verschiedenen Personen in der Erzählperspektive, eine Figur jedoch hat die Autorin als Ich-Erzählerin berichten lassen – warum das so ist, weiß ich nicht und hat für mich auch keinen Sinn ergeben.

Unabhängig davon sind die Charaktere alle gut ausgearbeitet und waren für mich authentisch. Zwar ist mir keiner von ihnen richtig ans Herz gewachsen, das liegt aber vor allem an den doch sehr speziellen Eigenschaften und Schicksalen der Figuren und natürlich auch am Plot. Einzelne Charaktere finde ich wirklich sehr tragisch – ich denke da nicht nur an Matthew, dessen Frau einfach verschwunden ist und deren Leiche nie gefunden wurde - auch Ryan habe ich als tragische Person empfunden, auch wenn sein Handeln natürlich nicht zu akzeptieren ist. 

Es gibt in dem Buch verschiedene Handlungsstränge, die zunächst einzeln und für sich stehen, dann aber im Laufe der Geschichte zusammenlaufen und ein Ganzes ergeben. Am Anfang fand ich die vielen verschiedenen Personen noch etwas verwirrend, das hat sich aber schnell gegeben und ich war in der Geschichte gefangen. Nach und nach löst sich der Knoten und im spannenden letzten Drittel werden dann alle Fragen geklärt.

Mein Fazit
Ein unterhaltsamer Spannungsroman, der mich gefesselt und mir spannende Lesestunden geschenkt hat. Flüssig zu lesen, gut ausgearbeitete Charaktere und ein interessanter Plot – mir hat das Buch gefallen. Von meiner Seite daher 4 Sterne.


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