[Höreindruck] Jussi Adler-Olsen - "Das Alphabethaus"

Jussi Adler-Olsen - Das Alphabethaus
Krimi

Verlag: Der Audio-Verlag
ISBN 13: 978-3-862-31103-3
Dauer: gekürzte Lesung, 506 Minuten
Erschienen: 1.3.2012
Originaltitel: „Alfabethuset“
Übersetzer: Marieke Heimburger
Sprecher: Wolfram Koch

Zum Inhalt
„Als gegen Ende des zweiten Weltkrieges die beiden britischen Piloten Bryan und James über Nazi-Deutschland abgeschossen werden, scheint es für sie keine Überlebenschance zu geben. Doch der Zufall rettet sie, und sie schaffen es gerade eben, ihren Verfolgern zu entkommen und auf einen vorbeifahrenden Zug zu springen. In ihm befinden sich psychisch kranke SS-Veteranen auf dem Weg in ein Sanatorium im Breisgau. James und Bryan gelingt es, die Identität zweier Offiziere anzunehmen und sich als pflegebedürftig auszugeben. Was zunächst ihre Rettung zu sein scheint, entpuppt sich bald als ein Albtraum, aus dem sich nach monatelanger Pein nur Bryan befreien kann. James bleibt zurück. 30 Jahre später führt Bryan sein Weg wieder nach Deutschland. Er hat nie verwunden, ohne seinen Freund geflohen zu sein. Nun hofft er, eine neue Spur zu dessen jetzigem Verbleib zu finden. Doch die Gespenster aus der Vergangenheit holen Bryan schnell wieder ein und er muss erneut um sein Leben fürchten.“ (Quelle: Verlagsseite)

Meine Meinung
Ich mag Geschichten, die im 2. Weltkrieg spielen und auch das Cover hat mich neugierig gemacht. Leider aber hat das Buch meinen Erwartungen nicht standhalten können – zu konfus und unglaubwürdig war die Geschichte.

Den Einstieg fand ich dabei noch sehr interessant und spannend, auch wenn hier schon einiges passiert, was ich völlig unglaubwürdig fand und mich oft hat den Kopf schütteln lassen. Trotzdem war es spannend und ich habe mit den beiden Freunden Bryan und James auf der Flucht gefiebert. Dann aber gibt es einen Zeitsprung und die Geschichte geht erst knapp 30 Jahre später weiter. Ab hier hat mich das Hörbuch leider nur noch gelangweilt. Nicht nur, weil mir einfach die Spannung gefehlt hat, sondern auch, weil es zunehmend konstruiert und damit überhaupt nicht mehr realistisch wirkte. Obwohl das Hörbuch schon gekürzt ist, fand ich den zweiten Teil sehr langatmig und immer wieder bin ich mit meinen Gedanken beim Hören abgeschweift – das spricht leider nicht für eine fesselnde Geschichte. 

Dabei ist der Schreibstil wirklich angenehm und konnte in der ersten Hälfte auch Atmosphäre entstehen lassen – so konstruiert hier auch manches erschien. Dafür sind die Charaktere etwas blass geblieben und auch wenn ich anfangs mit Bryan und James gefiebert habe, waren mir beide doch sehr fremd und sind mir auch im Laufe der Geschichte nicht ans Herz gewachsen. 

Insgesamt hat mich die Geschichte leider überhaupt nicht packen und auch nicht überzeugen können – dafür war sie einfach zu konstruiert und unglaubwürdig. Da hat auch der Sprecher Wolfram Koch nicht viel retten können, obwohl er eine angenehme Stimme hat und die Geschichte auch gut vorgetragen hat. Trotzdem habe ich mich streckenweise sehr gelangweilt und kann daher nur 2,5 von 5 Sternen geben. 


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