[Rezension] Valérie Gans - "Lorraine und die Entdeckung des Glücks"

Valérie Gans - Lorraine und die Entdeckung des Glücks
Roman

Verlag: Diana-Verlag
Umschlaggestaltung: t.mutzenbach design, München
Umschlagmotive: © Matthias Ritzmann/Corbis; Shutterstock
ISBN-13: 978-3-453-29159-1
Seiten: 430 Seiten
Erschienen: 11. August 2014

Buchrückentext 
„Dass die Liebe nicht immer gut endet, weiß Lorraine aus eigener Erfahrung. Mit Anfang vierzig ist sie geschieden und zieht ihre beiden Kinder allein groß. Doch eines Tages kommt endlich der Moment, an dem das große Glück zum Greifen nah ist. In dem kleinen Blumenladen in Paris, in dem Lorraine arbeitet, steht plötzlich ihre Jugendliebe Cyrille vor ihr. Lorraine macht sich an die Entdeckung des Glücks, das nicht immer auf direktem Wege kommt …“

Meine Meinung
Ich habe mich auf dieses Buch sehr gefreut und einen typischen französischen Liebesroman erwartet. Doch leider war dies alles andere und ich wurde enttäuscht.

Das erste Drittel des Buches klang dabei noch ganz vielversprechend. Die Protagonistin Lorraine ist geschieden und glaubt mit Anfang vierzig nicht mehr an die Liebe – bis ihr ein alter Jugendschwarm über den Weg läuft und sich zwischen den beiden eine Liaison anbahnt. Lorraine ist mir durchaus sympathisch, auch wenn ich sie in ihrem Handeln nicht immer verstehen konnte und sie sich manchmal eher wie ein Teenager als wie eine erwachsene Frau verhalten hat. Doch je weiter das Buch fortschreitet, umso abstruser wird die Geschichte. Die Charaktere werden zunehmend stereotyp, die Situationen bedienen sich zu vieler Klischees – so wird die ganze Geschichte unglaubwürdig und ich konnte zum Schluss wirklich nur noch den Kopf schütteln. 

Dieses Buch versucht einfach, viel zu viele Themen in die Geschichte einzubauen, dadurch wird für sie für mich fragwürdig und irgendwie auch plump: der stets lügende Liebhaber, der fremdgehende Ehemann, ein Narzisst, der seine Partnerin quält, eine schwangere Jugendliche, ein sich spät zur Homosexualität bekennender Ex-Ehemann und dann auch noch ein Familiengeheimnis, das gelöst werden will – und das sind nur einige Beispiele.

Dabei liest sich der Roman leicht und locker, der Schreibstil ist einfach und angenehm zu lesen, erinnert eher an einen Chicklit-Roman, denn an eine ernste Geschichte. Das Buch ist in mehrere Kapitel aufgeteilt, die eine angenehme Länge haben, so hatte ich diesen Roman rasch durchgelesen. Durch die vielen Probleme, die sich in der Geschichte ergeben, und in die die verschiedenen Figuren reinrutschen, wollte ich natürlich wissen, wie das Buch nun ausgeht, aber richtig gefesselt war ich leider nicht. Und gerade in der zweiten Hälfte nahmen die Klischees – sowohl, was die Figuren als auch die erlebten Situationen angeht – einfach überhand. 

Mein Fazit
„Lorraine und die Entdeckung des Glücks“ ist leider kein Buch, dass ich weiterempfehlen würde – zwar beginnt die Geschichte noch ganz unterhaltsam und nett, doch nach und nach werden die Charaktere zu Stereotypen und die Situationen, in die sie geraten, immer klischeehafter – außerdem werden einfach zu viele Themen in die Geschichte eingeflochten. Zwar habe ich das Buch zu Ende gelesen, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht, doch gerade in der zweiten Hälfte habe ich oft den Kopf schütteln müssen. Mir hat die Geschichte leider nicht gefallen, wegen des angenehmen Schreibstils und des schönen, mich ansprechenden Covers vergebe ich aber dennoch 2,5 Sterne.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Kommentare: