[Leserunde] Ellen Marie Wiseman - "Das verlorene Medaillon"


"Das verlorene Medaillon" von Ellen Marie Wiseman 

Schon das Debut von Ellen Marie Wisemann ("Die dunklen Mauern von Willard State") habe ich zusammen mit anderen Bloggerinnen gelesen und fand die Geschichte sehr interessant. Noch neugieriger bin ich nun auf das neue Buch - denn der Klappentext verspricht eine interessante Geschichte:

Zum Inhalt
"Angesichts des Elends, das in der Bergarbeiterstadt Coal River herrscht, ist Emma Malloy fassungslos. Selbst Waise, geht ihr besonders das Schicksal der Kinder zu Herzen, die halb verhungert und unter Lebensgefahr in den Kohlenminen schuften müssen. Gegen den Willen ihrer wohlhabenden Verwandten, bei denen Emma seit dem Tod ihrer Eltern lebt, verteilt sie heimlich Nahrungsmittel an die Ärmsten und bringt den Kindern Lesen und Schreiben bei. Eines Tages trifft sie dabei auf den Arbeiter Clayton Nash, der sie vor der Kohlekompanie warnt, denn die duldet keine Einmischung ... " (Quelle: Piper-Verlag)

Der Ablauf
Jeder liest, so schnell er mag. Das Fazit zu den einzelnen Abschnitten kann unter dem jeweiligen Leseabschnitt als Kommentar eintragen - bitte achte darauf, dass du den richtigen Abschnitt erwischst, denn es soll ja keiner gespoilert werden. :-)

Einteilung
Da es mittlerweile ja viele unterschiedliche Ausgaben gibt, habe ich nur die Kapitel-Namen angegeben und den ersten Satz des neuen Kapitels. Ich hoffe, so kommt jeder zurecht. Die Abschnitte sind immer etwa 90 Seiten lang.
Leseabschnitt 1: Kapitel 1 - 5
Leseabschnitt 2: Kapitel 6 - 12
Leseabschnitt 3: Kapitel 13 - 21
Leseabschnitt 4: Kapitel 22 - Ende

Teilnehmer
Andrea vom Blog Leseblick
Steffi vom Blog Steffis Bücherbloggeria
Janine vom Blog Leseliebe
Hibi vom Blog In the prime time of life
und ich :-)

Wer mitlesen möchte, kann natürlich gerne jederzeit mit einsteigen. Einfach kurz melden, ich werde dich dann in die Teilnehmerliste aufnehmen. Auch Stalker sind herzlich willkommen - wir freuen uns über jeden Kommentar! 
                                                                      
                                                                                                  Liebe Grüße

Kommentare:

  1. Antworten
    1. Hallo ihr Lieben, ich konnte mich nun doch nicht mehr zurückhalten und habe heute den ersten Abschnitt schon gelesen.
      Es ist schon länger her, dass ich den KT gelesen habe, daher weiß ich eigentlich gar nicht mehr, worum genau es geht *lach*
      Der Beginn ist sehr düster, vom Tod belastet und von dunklen Gedanken umgeben. Wir landen mit Emma in Coal River, einer Kohlestadt, die ebenso düster zu sein scheint, wie Emmas Stimmung. Kein Wunder bei den Menschen, die ihr dort begegnen. Genau das hat es mir die ersten Seiten auch schwierig gemacht, in die Geschichte zu finden. Aber nach ein bisschen Eingewöhnung läuft es jetzt :)

      Bisher gefällt mir unsere Protagonistin sehr gut. Ich hab gehofft, dass sie sich gegen Tante Ida behauptet und nicht als graues Mäuschen endet. Und das tut sie, und nicht nur ihrer Tante gegenüber. Sehr toughes Mädel. Vllt wird man so furchtlos, wenn man nichts zu verlieren hat?!

      Tante Ida ist grauenhaft, ich kann sie nicht leiden. Und Onkel Otis auch nicht. Die anderen Charaktere scheinen momentan noch wie Marionetten. Sie tun alles, um ihrem "Herrscher" Mr. Flint nicht negativ aufzufallen. Mal sehen, ob sich der ein oder andere noch gegen ihn stellen wird.

      Ob Emma wirklich einen Fluch über Coal River bringen wird? Kommt wahrscheinlich darauf an, was man darunter versteht. Eine junge Frau mit eigener Meinung und Durchsetzungsvermögen kann für manche dort sicher zum Fluch werden. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es mit Emma weitergeht und ob sie einen Weg findet, wieder Glück und Zufriedenheit in ihrem Leben zu finden. Und natürlich, was es mit dem verloren gegangenen Medaillon auf sich hat :)

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    2. Ich glaube es nicht, ich kommentiere als zweites. Dass ich das nochmal erleben darf.

      Ich bin eigentlich ganz gut in die Geschichte gekommen, obwohl mir bislang irgendwie noch zu wenig passiert ist und ich befürchte, dass das Buch sehr vorhersehbar ist.

      Tante ida mag nach außen hin furchtbar sein, aber ich glaube sie steht einfach nur genauso unter den Pantoffeln von Otis, wie alle anderen. Und sie hat ihre Art gefunden, damit klarzukommen, indem sie wegschaut.
      Aber auch Otis scheint sein Leben nicht genießen zu können und er scheint das Erlebte auf der Arbeit in Alkohol zu ertränken, weil auch m steht ja unter den Pantoffeln des Grubenbesitzers.
      Ich will nicht wissen, was er jeden Tag mitansehen muss.

      Das Ganze erinnert mich ein wenig an das Warschauer Ghetto. Die Grubenarbeiter werden so unter Druck gesetzt und klein gehalten.

      Unsere Prota gefällt mir und ich glaube gemeinsam mit Levi und Percy wird sie für Unruhe sorgen, weil sie eben nicht wegsieht, wie schlecht es den Grubenkindern geht.

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    3. Der Schreibstil der Autorin ist wieder sehr flüssig, so dass ich rasch durhc den ersten Abschnitt gehuscht bin. Die Geschichte selber lässt mich noch etwas unschlüssig zurück. ICh finde, sie ist bisher sehr langsam erzählt und noch bin ich nicht richtig gefesselt.

      Das mit Alberts Tod fand ich schon ganz schön schlimm, vor allem auch, weil die Jungs so wenig betroffen wirkten.

      ICh bin schon gespannt, was es mit den Kohlenkindern noch so auf sich hat und wie sich die Protagonsitin da einmischt - denn irgendwie wird sie das Ganze ja aufmischen, zumindest hoffe ich, dass noch etwas Bewegung in die Geschichte kommt.
      Tante Ida und Otis sind natürlich furchtbar, wobei ich auch glaube, dass Ida für sich einen Weg gesucht hat, mit Otis Launen und Einstellungen umzugehen und sich so für den geringsten Widerstand entschieden hat.

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    4. Verzeiht mir mein hinterherhinken. Aber die Erkältung hat mich immer noch im Griff und die letzten Tage habe ich gefühlt nur geschlafen.

      Emma ist bisher ganz nach meinem Geschmack. Erhebt sich sowohl gegenüber Frauen, als auch Männer. Ich freue mich auf ihren weiteren Weg und bin gespannt, mit wem sie Sympahtien schließen wird. Ein wenig tippe ich ja auf Percy. Er ist denk ich kein schlechter Typ, aktuell eher ein Opfer seiner Mutter. Was da früher mit Albert war, steht denke ich unter einem anderen Stern.

      Ida und Otis... zu beiden fehlen mir noch die Worte.

      Am gespanntesten bin ich auf das Thema Kohlebergbau und die Kohlekinder. Der kleine Jake am Ende hat ja schon einen Einblick von dem Leid gegeben. Werde heute noch versuchen ein paar Seiten zu lesen :)

      Euch allen einen schönen Abend.

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    5. Wenn jemand hinterherhinkt, dann bin ja wohl ich das.
      Fünf Abende, fünf Kapitel. Ich komme nicht so recht voran würde ich sagen. Von durchhuschen kann bei mir nicht die rede sein. Die unzähligen Details halten mich auf. Von einem gefesselten Lesen kann bei mir nicht die Rede sein.
      Zwar mag ich Emma, aber alles andere...der Ort, Onkel Otis, Tante Ida, Percy und jetzt noch der alte Flint...bereit mir Schwierigkeiten.
      Einzig interessant: die Missstände beim Bergbau und die Sache mit den Kohlekindern.

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    6. Ihr müsst euch doch nicht entschudligen, Andrea und Hibi - lest einfach so, wie ihr mögt und es schafft.

      Hibi, ich kann dich gut verstehen - mich hat der este Abschnitt auch nicht richtig gefesselt, obwohl das Thema Kohlenkinder doch sehr interessant ist. Vielleicht waren es die vielen Rückblicke - ich bin schon gespannt, wie ihr die nächsten Abschnitte finden werdet,

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  2. Antworten
    1. Na gut, dann will ich auch hier mal den Anfang machen :)

      In diesem Abschnitt passiert an sich gar nicht so viel. Emma beginnt zu arbeiten und heimlich den armen Bergarbeiterfamilien zu helfen. Ich bin gespannt, wie lange sie das durchziehen kann, ohne erwischt zu werden.

      Ich kann sie einerseits verstehen, wenn sie versuchen will, zu helfen wo sie kann. Andererseits hat ihr diese Stadt nur Kummer gebracht und mit so einer Familie (Onkel und Tante) könnte ich keine einzige Woche in einem Haus verbringen. Mal abgesehen von ihren wenigen Möglichkeiten, hätte ich schon längst die Flucht ergriffen. Aber anscheinend fühlt sie sich ihrem toten Bruder so verpflichtet, dass sie das durchzieht.

      Von dem Medaillon haben wir bisher ja noch nicht wirklich auch "Die schwarzen Hügel von Coal River" gibt und im Original heißt es wohl nur "Coal River". Fände ich nach knapp der Hälfte des Buches irgendwie passender.

      Hab auch noch nicht so die Idee, wohin uns das Buch noch führen wird. Hoffentlich enttäuscht uns das Ende nicht mit einer lahmen Auflösung, was es mit dem stummen/nicht stummen Michael auf sich hat und warum er Alberts Namen wusste.

      Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass wir uns im Jahr 1912 befinden :)

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    2. Ehrlich gesagt erstaunt mich das der Gang des Buches aktuell noch nicht wirklich, aber ich finde den Schreibstil sehr flüssig, weswegen man das Buch gut "weglesen" kann.

      Ich bin auch gespannt, was da bei Michael nun herauskommen wird. Dazu fällt mir bislang nichts schlüssiges ein, aber so Hokuspokus mag ich ja ehrlich gesagt nicht.

      Mal sehen, wie lange der Streik nun noch auf sich warten lässt.

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    3. Mit Hokuspokus kann ich ja auch nicht wirklich viel anfangen. Ich hoffe, es fällt nicht zu sehr ins Spirituelle ab.

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    4. Zwar liest sich das Buch sehr flüssig, aber diesen Abschnitt fand ich ein bisschen mau. Zwar finde ich es schön, dass Emma sich so einsetzt, ich kann aber kaum glauben, dass sie damit nicht auffällt. Sowohl Weilburg wenig Geld in der Kasse ist als auch weil die Spriseksmmer immer leer ist.
      Ich hoffe sehr, dass es nun nicht mystischer wird, das bräuchte ich wirklich nicht. Abwarten.

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    5. Die Seiten verstreichen, ohne Frage...aber es passiert nicht wirklich etwas. Vielleicht ist es ja noch so ein Herantasten an die Missstände ?! Jedenfalls hoffe ich dies, weil dieser Part nach wie vor interessant ist.
      Bittere Armut/Verstümmelung/Tod - und dies an jeder Ecke. Was noch mehr als diese drei Punkte schockiert, ist die Resignation (fast) aller Beteiligten. Bei den einen geht es nur um Gewinn/Geld, da interessiert das Leben nicht. Die anderen müssen ihr Leben riskieren, damit sie und die Familie nicht verhungern...und dies über Generationen. Das ist kein Leben sondern Funktionieren.


      Wie Janine könnte ich so gar nicht mit Otis und Ida + Percy unter einem Dach leben, dabei wird das Leben dort gar nicht mehr so `ausgeleuchtet´.
      Es scheint aber das Haus und den Laden zu brauchen, damit Emma etwas zum Verteilen hat und so wenigstens etwas helfen zu können. Doch auch ich kann mir nicht vorstellen, dass das auf lange Sicht unentdeckt bleibt. Dazu kommt, dass ich der Meinung bin, dass es nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. So viele Familien und nur Emma. Da bedarf es schon mehr.

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    6. Vor gar nicht so langer Zeit habe ich etwas über Kohlefelder gesehen und das Leben da:

      "Sie tödlichen Kohlefelder von Jharia"

      und dann gab es mal einen Bericht über:

      "Die Kohlekinder von Ulingan"

      falls ihr euch dafür interessiert.
      Vielleicht bin ich ich deshalb so auf diesen Part fixiert.

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    7. So mein freier Nachmittag hat mir ein paar gelesene Seiten beschert :)

      Ich muss sagen, ich fand den Abschnitt gar nicht schlecht. Wie Hibi bin auch ich ganz und gar auf die Kinder, den Kohleabbau und das Leid fixiert. Ich finde es schrecklich und an dieser Stelle danke für die Inputs, werde ich mir zeitnah mal zu Gemüte ziehen :)

      Emma finde ich bisher stark. Auch wegen ihrem Vorhaben in Hinsicht auf Helfen, aber noch mehr, dass sie sich tatsächlich und nicht nur 1x gegen ihren Onkel auflehnt und das auch nicht hinter verschlossener Türe.

      Schade finde ich in diesem Abschnitt, dass man nur kurz mit Clayton und Levi zu tun hatte. Bin gespannt, wie der Part um Levi weitergeht. Er scheint ja das komplette Gegenteil von seinem Vater zu sein.

      Übrigens liebe ich Jahrmärkte in Büchern <3 :P

      Da ich das Cover zum Buch unheimlich hübsch finde, habe ich mir gleich zu Beginn überlegt, welches Haus hier dargestellt ist. Geht ihr mit, dass es das von Flint ist?

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    8. @Andrea: Was Levi betrifft, habe ich im nächsten Abschnitt etwas dazu geschrieben und daran hat sich nichts geändert. Aber da können wir wohl erst weiterschreiben, wenn du durch bist.
      Ähnlich ergeht es mir mit Clayton, obwohl ich ich mag.

      Was das Haus betrifft, hatte ich heute Morgen auch daran gedacht.

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    9. @Andrea: Zu dem Cover habe ich mir ehrlich gesagt gar keine Gedanken gemacht - aber das ist natürlich gut möglich und passt auch am ehesten zu Flint.

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  3. Antworten
    1. Ich fliege förmlich durch das Buch und es macht wieder richtig Spaß zu lesen.

      Da hatte ich wohl mit meiner Vermutung daneben gelegen, dass Percy mit gegen das Unrecht kämpfen wird. Stattdessen verpfeift er Emma auch noch bei den Männer mit den Kartoffelsäcken. Was für ein Würstchen!

      Auf Franks weitere Entwicklung bin ich gespannt. Er ist ein Arsch, aber es ist ja sehr offensichtlich, dass er sich in Emma verguckt hat. Ich bin gespannt, ob er es an den Kohlejungen auslassen wird, wenn er erfährt, dass Emma sich zu Clayton hingezogen fühlt. Oder nutzt er seine Position als Chief aus und steckt Clayton ins Gefängnis?

      Mr Flint ist echt ein Fiesling, wie er im Buche steht. Ich denke, dass er diese ganze Zettelchen Nummer selbst ins Rollen gebracht hat, um so aufzuzeigen, wie gewalttätig alles von statten geht und die Leute misstrauisch werden.

      Ich finde es sind immer wieder die Kleinigkeiten, die die Autorin einfließen lässt, um uns an die eigene Geschichte zu erinnern. Die Männer mit den Kartoffelsäcken, das verwahrloste Getto.

      Bislang gefällt mir die Story echt gut und freu mich nun auf das Ende!

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    2. Was mir hier übrigens auch sehr gut gefallen hat, ist dass das ganze Thema um Michael und ihren Bruder ein wenig nachgelassen hat. Ich denke darüber werden wir im letzten Abschnitt wohl nun wieder mehr erfahren.

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    3. Das Buch lässt sich wirklich flott lesen. Ich versuche, es heute noch zu beenden.

      So mega gut finde ich die Story eig nicht. Die Handlung dümpelt so vor sich hin, dann geschehen wieder viele Dinge auf einmal. Emmas Wunsch zu helfen ist wirklich lobenswert, aber sich richtig hinein gekniet hat sie sich bisher ja nicht. Vllt hat sie mit der Zeitungs-Foto-Aktion Erfolg. Ich wünsche es ihr, dass sie ihren Frieden finden kann.

      Diese Aktion mit den Männern in Otis' Haus erschließt sich mir nicht so ganz. Auf welcher Seite steht eig Frank? Überrascht er uns am Ende und hält zu den Bergarbeitern?

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    4. Ich glaub ich bin einfach auch nur mal wieder froh zu lesen und da passt diese Geschichte einfach perfekt.

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    5. Also dieser Abschnitt hat mir bisher am besten gefallen, zum erstenmal war ich ein bisschen gefesselt. Schlimm finde ich aber diese Machtlosigkeit - da wird an allen Ecken gegen Gesetze verstoßen, die Menschen verunglücken, verhungern und werden bedroht und erpresst und keiner macht was. SChrecklich.

      Ich bin jetzt gespannt, was im letzten Abschnitt passiert.

      Den Titel finde ich übrigens auch unglücklich gewählt - das Medaillon spielt ja nur eine sehr untergeordnete Rolle. Da hätte ich "Coal River" als Titel auch besser gefunden.

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    6. Diese Abschnitt war ja schnell zu lesen, was wohl daran liegt, dass so einiges passiert ist. Ergreifend fand ich den Tod von gleich sechs Jungen. Dafür wurde meine Antipathie, die sich bei mir gegenüber Otis, Ida und Percy entwickelt hat, noch gesteigert. Die drei sind so selbstsüchtig, dass es mich schon gewundert hatte, dass Ida wegen der zertrümmerten Vitrine nicht einen Herzkasper erlitten hat. Dass Emma nicht in den Zug gestiegen ist, damit war zu rechnen. Nach dem letzten Kapitel bin ich gespannt, wie es für sie weitergeht.

      @Sabine: was die Machtlosigkeit betrifft, bin ich ganz bei dir.
      Aber ich war ja schon an den Punkten entsetzt, als aufkam, für was Flint alles Geld abknöpft (Anreise der Einwanderer, Klamotten, selbst die Kohle für den Eigengebrauch, etc.). Wie kann man nur so gierig und herzlos sein ? Im (fast schon) krassen Gegensatz steht da Levi. Seinen Platz in der Geschichte habe ich noch nicht so ganz verstanden. Aber vielleicht kommt da noch etwas.

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    7. @Janine: Frank arbeitet für Otis und ganz offensichtlich muss er alles durchziehen, um seine Position zu behalten...ob es ihm gefällt oder nicht. Zum Glück meldet sich ab und an sein Gewissen zu Wort.

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    8. Ihr Lieben, ihr seit zwar alle schon durch, aber ich wollte trotzdem noch eure Meinungen lesen und meine kundtun. Ich hatte letztens eher Lust auf die anderen LR-Bücher, also verzeiht mir, dass ich hier pausiert habe.

      Ich fand den Abschnitt recht gut. Allerdings merke ich immer mehr, dass ich das Drumherum hier mag, dh die Schicksale, die Machtlosigkeit, die Beschreibungen der Zu- und Umstände. Weniger ist es wirklich die Geschichte um Emma. Irgendwie ist sie mir noch nicht ganz nah. Etwas störend finde ich fast ihre Gefühlsduselei, das braucht diese Story wirklich nicht.

      Bei dem Titel stimme ich euch sowas von zu. Es kann ja gut sein, dass Michael ihr wahrscheinlich noch das Medaillon "wiederbringt", welches Albert damals mit in den Tod genommen hat. Aber ich finde es trotzdem nicht gut gewählt. Der Originaltitel wäre um einiges passender.

      Frank! Bisher für mich total umstritten. Er arbeitet für Otis/ Flint. Nimmt an Erschießungen teil, schützt Emma. Überfällt Otis und bedroht Emma. Geht auf das Ertappen vom Emma überhaupt nicht ein und lenkt vom Thema ab, auch als sie ihn rettet, würgt er dieses Thema ab, gibt es nicht zu. Wie Steffi oben schreibt, bin ich auf seine Entwicklung auf den letzten Seiten gespannt.

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    9. Ich kann es gut verstehen, dass du anderen Büchern erst den Vorzug gegeben hast, Andrea. Soo spannend ist diese Geschichte hier ja leider nicht. Aber doch - den letzten Abschnitt fand ich dann schon packend - da kannst du dich drauf freuen. :-)

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  4. Antworten
    1. Gerade bin ich etwas zwiegespalten, was das Ende anbelangt. Es war für mich alles etwas zu schnell am Ende hin.

      Mir hat es gefallen, wie Emma sich in die Grube eingeschlichen hat, um Fotos zu machen. Auch das Unglück fand ich noch glaubwürdig. Aber der Schusswechsel der war meiner Meinung nach absolut übertrieben und hat die Geschichte nicht gebraucht.

      Das just-in-Time Erscheinen des Kinderrechtlers war mir auch zu vorhersehbar und die plötzliche Reue von Mr Fint war mir dann doch too mich.
      Auf der einen Seite macht es das ganze natürlich rund, aber es wieso muss Clayton nun der entführte Sohn sein? Es wäre doch vollkommen ausreichend gewesen, wenn die Missstände in der Grube publik gemacht worden wären und Mr fint hätte abdanken müssen.

      Das ganze geschah auf knapp 40 Seiten. Da hätte man meiner Meinung nach mehr rausholen können.
      Schade, aber dennoch werden es. Winnie wohl 4 Sterne werden!

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    2. Soeben habe ich das Buch weggepackt und dabei ist mir wieder der Titel aufgefallen. Natürlich ist es das Medaillon, was für den Tod Ihres Bruder verantwortlich gewesen ist und Frank war derjenige, der das Medaillon auf den See geworfen hat. Aber das Buch nun danach zu benennen finde ich eigentlich nicht ausreichend. Mir ist bewusst, dass Frank die Fotos bei der New York Times nur aufgrund seiner Schuld eingereicht hat und dadurch wurden die Missstände publik, aber das Buch danach zu nennen?!? Was meint ihr?

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    3. Ich habe das Buch gestern ausgelesen und hm, naja, so richtig mitgerissen hat es mich leider nicht.

      Auch mir ging es am Ende alles einfach viel zu schnell. Durch die Zeit im Gefängnis wurde die Geschichte noch etwas künstlich verlängert, ebenso wie die Zeit, als Emma heimlich in der Bergarbeitersiedlung gelebt hat. Ich hab die ganze Zeit darauf gewartet, dass noch irgendwas mit diesem Medaillon kommt, da mir der Titel bis dahin völlig unpassend erschien. Und so war es am Ende dann auch. Hab oben ja schon mal angemerkt, dass das Original "Coal River" heißt und irgendwo im auch der Titel "Die schwarzen Hügel von Coal River" herumgeistert. Beides auf jeden Fall treffendere Titel als "Das verlorene Medaillon". Den Titel einzig mit Franks Hilfe am Ende zu begründen, erscheint mir ein bisschen fadenscheinig. Auch hätte es die Geschichte um den toten Bruder meiner Meinung nach nicht unbedingt geben müssen. Auf die Idee, den Kohlekindern zu helfen, wäre sie sicher auch ohne Albert gekommen, einfach wegen ihres Gerechtigkeitssinnes.

      Positiv war wirklich der schnell zu lesende Schreibstil und die dunkle Stimmung. Auch wenn am Ende wieder alles FriedeFreudeEierkuchen war, so fand ich die getrübte Stimmung das Buch über echt gut. Trotzdem bleiben nicht mehr als 3 Sterne hängen.

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    4. MIst - jetzt hatr Blogger meinen Kommentar gefressen. Also noch einmal.

      Das ende hat mich enttäsucht - und zwar auf allen Ebeben: es war zu konsturiert und mir zu rund und zu sehr "Friede, Feude Eierkuchen". Dass Fint zum reumütigen Schaf wird, konnte ich schon kaum glauben, aber auch nciht die Geschichte vom "verlorenenen Sohn" oder vom Fotografen, der gerade zum richigen Zeitpunkt in die Verhandlung platzt. Nee - zu konstrueirt und überhaupt nciht glaubhaft.
      Das Buch hat sich schnell lesen lassen, ja, hatte aber auch seine Längen. Es gab zwischendurch mal Passagen, die mich auch gefesselt haben, aber viele Abschnitte fand ich auch langatmig. Und zum misslungenen Titel muss ich ohl nichts mehr sagen - da wurden einfach falsche Erwartuzngen bei mir geweckt.
      Bei mir werden es auch 3 Sterne werden. Schade, denn ich hatte mcih serh auf dieses Buch gefreut und bin doch sehr enttäuscht worden.

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    5. Ausgelesen UND @Sabine+Janine: in meinen Notizen steht bei Kapitel 31 als einziges: Friede, Freude, Eierkuchen !^^ Ich habe eure Kommentare gerade erst gelesen.

      Das Medaillon/Amulett hätte es weder im Titel noch in der Geschichte (jedenfalls zum späteren Zeitpunkt gebraucht. Ich bin jetzt einmal so naiv und bin der Meinung, dass Frank auch ohne dieses und den Kommentar: SIE SIND MIR ETWAS SCHULDIG! die Bilder verschickt hätte.

      Dass ich nicht von Anfang an voll und ganz bei der Geschichte war, habe ich euch ja schon wissen lassen. Solche `Aussetzer´, die mich das Buch zur Seite legen oder bestimmte Stellen quer lesen lassen haben, gab es zwischendrin immer wieder. Dabei fand ich das Thema gut, ich mochte die Atmosphäre und Emma.
      Bei mir werden es wohl auch nur 3 Sterne.

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    6. Ihr Lieben, ich bilde nun den abschließenden Kommentar :)
      Bei mir werden es auch 3 Sterne.

      Punkten konnte das Buch bei mir nur den Schreibstil und das Bild von Coal River, welcher die Autorin in meinem Kopf erschaffen konnte. Ich mochte die Stimmung und vor allem die Thematik sehr gern. Von den Charakteren konnte mich leider niemand umhauen, am ehesten noch die ganzen Kinder.

      Der letzte Abschnitt an sich, kam auch bei mir zu flott rüber. Man hat damit gerechnet, dass jeden Moment die Tür im Gerichtssaal aufgehen wird und so war es. Das plötzliche Geständnis kam fast unwirklich her. An so eine Meinungsänderung glaube ich nicht.

      Die Autorin werde ich allerdings nicht aus den Augen verlieren. Die Themen, die sie anspricht sind wirklich nach meinem Geschmack.

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  5. Ich wünsche euch eine schöne LR und bin schon gespannt auf eure Meinungen zum Buch!
    Liebe Sonntagsgrüße
    Martina

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