[Leserunde] Mary Morris - "Die Musik der verlorenen Kinder"


Leserunde zu "Die Musik der verlorenen Kinder" von Mary Morris

Ganz spontan ist diese kleine Leserunde zustande gekommen, weil uns einfach beide das Buch interessiert - vielleicht gibt es ja noch jemand Kurzentschlossenen, der mitlesen möchte? Gerne - einfach bei uns melden, wir freuen uns!

Zum Inhalt
"Amerika, um 1920: Fasziniert von der neuen Musik, die ganz Chicago erobert, widersetzt sich Benny Lehrman dem Willen seines Vaters und kämpft darum, Pianist werden zu dürfen. Im Nachtclub der Familie der jungen Pearl findet er Zuflucht, Freundschaft – und erlebt seine erste Liebe. Doch schon bald steht er vor der Wahl zwischen der Musik und denen, die ihm nahestehen." (Quelle: Aufbau-Verlag)

Der Ablauf
Jeder liest, so schnell er mag. Das Fazit zu den einzelnen Abschnitten kann unter dem jeweiligen Leseabschnitt als Kommentar eintragen - bitte achte darauf, dass du den richtigen Abschnitt erwischst, denn es soll ja keiner gespoilert werden. :-)

Einteilung
Leseabschnitt 1: Kapitel 1 - 8
Leseabschnitt 2: Kapitel 9 - 17
Leseabschnitt 3: Kapitel 18 - 26
Leseabschnitt 4: Kapitel 27 - Ende

Teilnehmer
Hibi vom Blog In the prime time of life
Claudia vom Blog diabooks78
und ich :-)

Wer mitlesen möchte, kann natürlich gerne jederzeit mit einsteigen. Einfach kurz melden, ich werde dich dann in die Teilnehmerliste aufnehmen. Auch Stalker sind herzlich willkommen - wir freuen uns über jeden Kommentar! 
                                                                      
                                                                                                  Liebe Grüße

Kommentare:

  1. Mensch...was macht ihr? Das ist ja wieder ein Buch, das ich lesen werde....denn ich bekomme es vom Verlag! Aber es ist bei mir noch nicht angekommen und du weißt habe ich im Moment viele andere Leserunden und Reziexemplare hier, die ich zuerst lesen sollte! Deswegen kann ich mich leider nocht anschließen.
    Das Datumm für die LR 4.12. stimmt???????????
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Nein - sorry, da habe ich mich vertan. Wir wollen morgen starten. Mein Buch ist gestern angekommen - vielleicht ist deins ja heute da. :-)
      Ja - das mit den Leserunden und Reziexemplaren kenne ich. Ich habe jetzt auch noch mal bei Lovelybooks Glück gehabt - da hab ich mich sehr gefreut. Aber es soll natürlich nicht in Stress ausarten.

      Vielleicht überlegst du es dir ja noch mal.

      Liebste Grüße
      Sabine

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    2. Bei uns ist heute Feiertag = keine Post! Und da es ja nach Österreich immer etwas länger dauert, denke ich eher nicht. Aber es ist egal, da ich ja leider nicht mitlesen kann...schief!
      Ja, es sollte nicht in Stress ausarten...den habe ich mir diesmal mal wieder selbst gemacht ;) Bei welcher LR bist du dabei? Etwa bei der Tochter des Fechtmeisters?

      Liebe Grüße
      Martina

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    3. Ich lese mit bei "Rendezvous im Café de Flore" - da freue ich mich auch schon sehr druaf. :-)

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    4. Ah....schön...bin schon neugierig auf deine Rezi. Ich lese die Tochter des Fechtmeister, wenn das Buch eintrudelt. Aber ich habe ja auch noch einige andere hier, die ich vorher lesen sollte.
      Wünsche euch eine schöne Leserunde!
      Alles Liebe
      Martina

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    5. Danke - wünsche ich dir auch!

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  2. Antworten
    1. Diese laufende Lesewoche ist ganz offensichtlich für mich mit dem Motto "Klavier und Musik" ausgefüllt.^^
      Erst die Pianistin und der Klavierbau, dann kam "Ein letztes Lied für dich an", bei dem ich bisher die ersten 126 Seiten gelesen habe und nach wie vor in die Geschichte verliebt bin und nun diese Geschichte hier, die mit einer ziemlich dichten Atmosphäre daherkommt.
      Zwar habe ich erst bis Kapitel 6 gelesen, aber aus Zeitgründen wollte ich schon mal ein kleines Feedback geben. Die für mich größte Auffälligkeit habe ich schon angemerkt, denn sie ist dafür verantwortlich, dass ich in die Geschichte hineingezogen werde.
      Ich finde die kleinen eingestreuten Detail (White Socks, Chicago zu der Zeit, Jazz, ja selbst Elias Disney und L. Frank Baum) total interessant!
      Dann ist da die Geschichte von Benny und die von Pearl - bei beiden bin ich gespannt, wie sie weitergehen/zusammengefügt werden.

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    2. Ich habe mich leider etwas schwer getan, in die Geschichte hineinzukommen. Ich finde die Sprache toll und es herrscht auch eine wunderbare Atmosphäre, die mich in die 20er Jahre entführt, aber mir fehlt der rote Faden, die Handlung. Ich weiß nciht, ob das am Buch liegt, oder an meiner immer noch komsichen Lesestimmung... Geht es euch auch so oder stehe ich da mit meinem Gefühl alleine?

      Die Autorin gibt den Figuren viel Zeit, sie einzuführen, und doch sind sie mir irgendwie noch nicht richtig nahe - weder Benny noch Pearl, ich hoffe, dass kommt noch. Irgendwie fühle ich mich noch zu sehr als außenstehender Betrachter - dabei sollte msan sich doch gerade bei einer solch sinnlichen Geschichte rund um die Musik dazugehörig fühlen.

      Vielleicht wird das ja noch besser.

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    3. @Sabine: bisher ist es für mich wie eine umfassende Vorstellungsrunde. Durch den Klappentext war ich anfänglich so auf Benny und Pearl fokussiert, dass ich gar nicht damit gerechnet habe, dass die anderen Figuren so intensiv ausgeleuchtet werden.
      Aber noch bin ich in der Hoffnung, dass dies irgendwohin führen soll und dann auch eine Handlung präsentiert, die man gerne verfolgt.

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    4. @Sabine: da die Kids gerade Hausaufgaben machen und mein Mann für seine Prüfung lernt, lasse ich den Sonntag einfach mal Sonntag sein und lese gerade ein wenig weiter. Deine Gedanken/Gefühle gehen mir dabei nicht aus dem Kopf.
      Vielleicht liegt es ja am Erzählstil ? Wir betrachten das Geschehen, die Figuren und die Kulisse einzig durch den Erzähler und dadurch bleiben wir irgendwie auf Abstand. Es wird uns erzählt, es wird beschrieben, aber wir sind nicht mittendrin...es ist eher wie bei einem Film, den wir verfolgen.

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    5. Ja - vielleicht liegt es daran. Ich mag den SChreibstil sehr und habe auch sehr viele Blder im Kopf, aber mir fehlt einfach die Handlung, die mich ans Buch fesselt, die mich treibt, weiter lesen zu wollen. Auch Benny und Pearl sind mir noch sehr fremd, obwohl sie ja sehr viel Raum bekommen haben. Ich hoffe, das gibt sich jetzt in Abschnitt 2 - den werde ich mir jetzt mal vornehmen. :-)

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  3. Antworten
    1. @Sabine: bei Kapitel 9 habe ich mir ein Zitat vermerkt. Du hast ja das Buch und ich nur das eBook. Hast du vielleicht eine Seitenzahl für mich ? Bitte, danke.

      "Es gab Menschen, die eine große Begabung hatten, und andere, die dazu geboren waren, eine große Begabung zu erkennen."

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    2. Auch in diesem Abschnitt passiert nicht viel, außer dass weitere Figuren eingefügt und die bisherigen weiter ausgearbeitet werden.
      Dazwischen findet sich eine Fülle an Details wieder, die für diese Zeit stehen (Rassenunruhen, Alkoholverbot), die uns bekannt vorkommen (Al Capone), deren Erscheinen wir so bisher vielleicht nicht kannten (Louis Armstrong zum Beispiel).
      Dass selbst Blind John Davis vorkommt, fand ich so cool, aber ich stehe ja auch auf diese Musik. Vielleicht mag ich das Buch deshalb bisher so, auch wenn Benny und Pearl sich zwischen all dem nicht hervorheben. Vielleicht ist ihre Geschichte nur eine von vielen zwischen diesen bekannten Geschichten.
      Mal schauen, wie es weitergeht...wo sie uns hinführen. ;-)

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    3. Das Zitat ist auf Seite 108, liebe Hibi. :-)

      Ich tue mich leider weiter schwert mit dem Buch, aber wirklich nur, weil so wenig passiert. Die Beschreibungen sind toll - deshlab kann ich mir das Buch auch sehr gut verfilmt vorstellen. Ich zumindest habe beim Lesen sehr viele Bilder im Kopf und Melodien im Ohr.

      Gefallen hat mir die Beschreibung von Bennies Arbeit im Kino, als er den Film am Klavier begleitet; das fand ich schon sehr beeindruckend. Aber so langsam könnte wirklich mal etwas mehr passieren und Schwung in die Geschichte kommen.

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    4. @Sabine: oh ja, das war eine tolle Szene. Und schon sind wir bei der Verfilmung, denn hier stimme ich dir zu. Lassen wir uns mal überraschen, ob noch mehr bzw. ob überhaupt noch etwas passiert. ;-)
      Und danke für die Seitenzahl. ;-)

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  4. Antworten
    1. Nachdem ich jetzt diesen Abschnitt beendet habe, glaube ich, dass der Fokus der Geschichte gar nicht so auf die Charaktere und deren Handlung ausgelegt ist. Viel eher scheint es eine Hommage an die 1920er Jahre in Chicogo zu sein, die vom Jazz geprägt wurden. Dass so viele (reale) historische Charaktere eingeflochten wurden, bestätigt mich bei der Annahme.

      Benny, Pearl und Napoleon sind die drei Charaktere, um die es sich dreht. Sie sind fiktiv und stehen dennoch für all das, was damals war - schwarz + weiß (dazu noch jüdisch), die Rassenunruhen/-trennung, Prohibation und Jazz.

      Während Benny und Napoleon viel Raum in diesem Abschnitt einnehmen, rückt Pearl in den Hintergrund bzw. wird in diesen gerückt, denn Opal hat ihren großen Auftritt. Ich mag sie nicht. Aber auch die anderen beiden haben sich sehr verändert, was wohl dem Geschehen in der Stadt geschuldet ist.

      Dies scheint ein historischer Roman zu sein, der mit Musik gefüllt und lyrisch ist. Er ist ein Blick auf diese Zeit, gefüllt mit Details, die wir kennen bzw. die so waren. Es bleibt ruhig. Da ist keine aufregende Handlung, die das Geschehen vorantreibt. Es ist das Geschehen an sich, wie eine Erzählung aus vergangener Zeit der wir lauschen.

      Ich glaube, ich habe meine Rezi schon fertig.^^

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    2. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen - es ist keine Geschichte, in der Taten und Handlungen von Charakteren im Mittelpunkt stehen, sondern es ist die Atmosphäre, die Stimmung, das ganze Musik, die im Mittelpunkt steht. Das ist auch gut gelungen - ich bin nur nicht sicher, ob mir das reicht. :-(

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  5. Antworten
    1. Leider muss ich sagen, dass ich diesen Abschnitt am schwächsten fand - irgendwie wirkte das Geschehen um Napoleon, Opal und Benny sehr gestelzt - und das ende hat dem ganzen noch die Krone aufgesetzt. Nein, das hat mir leider gar nciht gefallen.

      Für die Stimmung, die Atmosphäre und die vielen sehr eindrücklichen Beschreibungen gebe ich sofort 5 Sterne - dafür ist mir aber die HAndlung viel zu dünn geraqten und bleibt mir zu sehr im Hintergrund. Schade - wäre es gelungen, beides besser miteinander zu verknüpfen, hätte dieses Buch von mir eine deutlich bessere Bewertung bekommen. ICh lasse es jetzt mal sacken, mal schauen, wie ich es morgen sehe.

      Als Filmvorlage finde ich diesen Roman jedoch grandios - ein Film, der von den Bildern lebt, der Stimmung und der Zeit; das kann ich mir sehr gut vorstellen!

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    2. Auch ich bin durch und habe dem Buch soeben auf LB 4 Sterne vergeben...rein intuitiv nach dem Auslesen und die von der Autorin geschafffene, sehr dichte Atmosphäre trägt den größten Anteil dazu bei.

      Schon in dem vorangegangenen Abschnitt dachte ich mir so: Opals "körperliche Ausflüge" haben sicher ihre Konsequenzen. Somit war ich nicht überrascht, als es ihr in diesem Abschnitt gesundheitlich schlecht ging. Dunkelhäutig und Glückshaube - da musste man nicht viel ausrechnen.
      Der Abgang von Neapoleon aber auch wie Benny und Pearl doch noch zusammengefunden haben war ja nun eher...ähm unspektakulär. Im Gegensatz dazu wird dem Geschehen zu der Zeit der Großen Depression mehr aufmerksam geschenkt, was mich zu meiner Annahme im letzten Abschnitt zurückführt.

      Die Autorin wurde in Chicago geboren und auch, wenn sie mittlerweile in New York lebt, scheint sie mit Chicago tief verbunden zu sein, sonst hätte sie nicht so viele Jahre an ihrer Idee zu dem Buch festgehalten.
      Dieser Roman lebt nicht durch seine uns präsentierten Charaktere, sondern durch das Geschehen zu dieser Zeit. Ganz gewagt würde ich ihr Darstellung als Begleiterscheinung bezeichnen. Napoleon, Benny, Pearl stehen für so viele Menschen in dieser Zeit...die Schwarzen, die in die Stadt kamen, sich in der South Side angesiedelt und dieses Viertel geprägt haben...die Einwanderer...das Wachstum Ende des 19. Jahrhunderts...der Absturz in den 1930er Jahren.
      Und obwohl ich sonst so auf die Ausarbeitung der Charaktere und was sie zu einer Geschichte beitragen fixiert bin, hat es mich hier irgendwie so gar nicht gestört.
      Die Autorin hat mich in diese Zeit, in ihr Chicago entführt und das hat mir gefallen.

      The Jazz Palace - so ist der Originaltitel - hätte mir hier nicht ausgereicht.
      Die Musik der verlorenen Kinder - hat dagegen etwas. Die Geschichten der Figuren hatten alle etwas Einsames, Verlorenes aber auch Rastloses. Die Musik war ihre Verbindung.

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    3. Genau deshalb habe ich diesen Abschnitt wohl als den schwächsten empfunden, weil mir acuh das Ende, also was mit Pearl, Benny und Napoleon geschieht, nur wie nebenbei erzählt und eher lieblos "angeklatscht" vorkam. Und ja, ich habe in meiner Rezension - die mir sehr schwer gefallen ist - auch geschrieben, dass die Musik den Mittelpunkt darstellt und die CHaraktere eher nebenher laufen. Wenn man das mag, dann wird einem das Buch gefallen, wenn nicht und wenn man doch etwas mehr Handlung mag, könnte man nciht so glücklich sein mit dem Buch.
      Wie bewertet man ein Buch, bei dem die Stimmung und Atmoisphäre grandios ist, der Schreibstil wunderbar, dafür aber die Handlung viel zu kurz kommt? Ich habe mich jetzt für 3,5 Sternen entschieden, glücklich bin ich damit aber nciht, es fühlt sich einfach nciht richtig an. Am liebstenm würde ich es gar nciht bewerten und nur meine Kritikpunkte bzew. das, was mir gut gefiel, beschreiben.
      Mir gefällt der deutsche Titel auch ein wenig besser, weil er tatsächlich die Gefühle sehr gut aufgreift und auch schon etwas vcon der Stimmung im Buch verrät - "The Jazz-Palace" ist da viel allgemeiner.

      Vielen Dank, dass wir das BUch gemeinsam gelesen haben - gerade wenn eine Geschichte so unterschiedlich empfunden wird, finde ich den Austausch wichtig. Und ich freue mich schon auf die nächste Runde!

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    4. Dann bewerte es doch nicht, sondern stelle einfach dein Leseempfinden in den Raum. Unglücklich sein sollst du damit nicht.

      Wie immer habe ich sehr gern das Buch mit dir gelesen und soooooo weit gingen unsere Empfindungen ja nicht auseinander. Ab einem gewissen Punkt war klar, dass es nicht um die Figuren an sich geht und damit auch keine Handlung derer mehr kommt. Das erste Mal seit langer Zeit habe ich somit von den Charakteren Abstand genommen (ok, der war von Haus aus schon da) bzw. waren mir diese nicht so wichtig.

      Ich habe mir heute aus der Bib "Zwei bemerkenswerte Frauen" von Tracy Chevalier mitgenommen. Hast du das Buch schon gelesen ?

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    5. Ja, du hast recht - ich lasse die Bewertung weg und stelle die Rezension so online.

      "Zwei bemerkenswerte Frauen" habe ich noch nicht gelesen, das ruht noch auf meinem ebook-SuB ... Du wirst es jetzt zeitnah lesen, oder?

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    6. Es ist ja aus der Bib, somit kann ich es entweder verlängern oder ich bringe es zurück und hole es mir ein anderes Mal. Aber nur, wenn du Bock drauf hast. ;-)

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    7. Ich lese mal rein, ob es im Moment passt - zur Zeit habe ich ja eine sehr merkwürdige Lesestimmung (oder Leseflaute?)...

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  6. Das Buch habe ich gerade bei NetGalley.de ergattert. Würde gerne mitlesen! :)

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    1. Gerne Claudia, herzlich willkommen! Das freut mich - und icih bin sehr neugierig auf das Buch!

      LG Sabine

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    2. Liebe Sabine,
      und natürlich auch ein freudiges Hallo an Claudia,
      ich bin sehr gespannt auf das Buch und freue mich darauf, es gemeinsam mit euch zu lesen. ;-)
      Liebst, Hibi

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