[Rezension] Victoria Holt - "Tanz der Masken"

Victoria Holt - Tanz der Masken
Roman

Verlag: Knaur-Verlag
Umschlaggestaltung: Agentur Zero, München
Umschlagabbildung: Stock Imagery /Bavaria
ISBN: 3-426-60185-0
Seiten: 422 Seiten
Erschienen: 1985

Zum Inhalt 
Suewellyn weiß nicht, wer ihre Eltern sind, und wird deswegen von ihren Kameraden auch oft verspottet. Sie ahnt zwar, dass die Frau, die sie regelmäßig besucht, ihre Mutter ist, doch erst als sie sie mitnimmt auf eine ferne Vulkaninsel, erfährt Suewellyn die ganze Wahrheit. Doch irgendwas scheinen die Eltern zu verbergen, denn als unerwarteter Besuch auf der Insel erscheint, verändert sich das Leben der ganzen Familie…

Meine Meinung
Kurzweilig, unterhaltsam und spannend ist dieser Roman von Victoria Holt, der genau das Richtige ist für einen verregneten Nachmittag, denn er entführt auf eine ferne Vulkaninsel vor Australiens Küste und lässt einen abtauchen in eine andere Zeit und Kultur.

Der Klappentext verrät meiner Meinung nach leider viel zu viel von der Geschichte und man ist besser beraten, ihn nicht zu lesen und sich einfach hineinfallen zu lassen. Dann ist die Geschichte spannend und bietet viele überraschende Wendungen. 

Suewellyn ist ein junges Mädchen, als die Geschichte beginnt, und sie weiß nicht, wer eigentlich ihre Eltern sind, so dass sie von ihrem Kameraden deswegen immer wieder verspottet wird. Doch plötzlich taucht ihre Mutter auf und nimmt sie mit – um mit ihr und ihrem Vater auf eine fernab gelegene Insel vor Australien zu reisen. Während Suewellyn sich auf der Insel gut einlebt, scheinen die Eltern ein großes Geheimnis zu hüten.

Ich habe Suewellyn gerne begleitet – zunächst in dem Dorf, in dem sie aufwächst, dann aber auch auf der Vulkaninsel, wo man einen Einblick auch in andere Kulturen und deren Einstellungen und Gedanken erhält. Ich fand dies sehr interessant. In der zweiten Hälfte entwickelt sich dich Geschichte dann zwar in eine Richtung, die mir nicht so gefallen hat und die ich auch nicht glaubwürdig fand, dennoch aber war es spannend und fesselnd, und ich wollte unbedingt wissen, wie es denn nun ausgeht und wie sich Suewellyn aus der ausweglosen Situation, in die sie hineingeraten ist, wieder retten kann.

Das Buch liest sich sehr flüssig, auch wenn der Schreibstil manchmal ein wenig angestaubt wirkt. Das hat aber dem Lesefluss nicht geschadet, denn die Autorin schafft es, mit ihren Worten die jeweilige Atmosphäre gut einzufangen – egal ob es das Leben der Einheimischen auf der Vulkaninsel ist oder aber das Leben der gehobenen Gesellschaft in einem großen englischen Schloss. Ich jedenfalls habe mich in Gedanken immer an den beschriebenen Orten gesehen und konnte mir alles genau vorstellen.

Die Charaktere sind alle gut ausgearbeitet, auch wenn relativ schnell klar ist, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört – hier hat sich die Autorin auch leider einiger Klischees bedient. Das Buch ist interessant und vor allem in der zweiten Hälfte dann auch spannend – schade, dass mich hier die Geschichte – auch wenn sie fesselnd war – dann nicht mehr überzeugen konnte, denn ich fand sie unglaubwürdig und viele Passagen wirkten einfach zu konstruiert.

Dennoch aber würde ich das Buch weiterempfehlen, wenn man einfach mal in eine andere Welt abtauchen will. „Tanz der Masken“ ist unterhaltsam und bietet schöne Lesestunden – zwar kein Buch, das lange nachhallt, aber genau das Richtige für zwischendurch – eine kurzweilige und leichte Geschichte. 

Mein Fazit
Eine kurzweilige und unterhaltsame Geschichte für zwischendurch, die mich in fremde Welten entführt hat. Auch wenn der Schreibstil manches Mal etwas angestaubt wirkt, lässt sich das Buch gut und flüssig lesen, gerade in der zweiten Hälfte ist es dann auch richtig spannend. Hier fand ich dann aber leider die Geschichte etwas konstruiert und nicht glaubwürdig, dennoch aber war ich gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie sie denn nun ausgeht. Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn mich die zweite Hälfte nicht überzeugen konnte, und gebe ihm knappe 4/5 Sternen.


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